WhatsApp-Sperren: PTA und Meta blockieren 176.000 Konten in Pakistan
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie pakistanische Telekommunikationsbehörde Pakistan Telecommunication Authority (PTA) und der US-Konzern Meta haben 176.000 WhatsApp-Konten blockiert, die auf recycelten Mobilfunknummern registriert waren. Der Schritt dient der Bekämpfung von Cyberkriminalität. Zuvor hatten sich Beschwerden über Betrugsfälle gehäuft, bei denen Kriminelle Daten inaktiver oder stornierter SIM-Karten für betrügerische Zwecke zweckentfremdeten.
Hoher Nummernüberhang verlangsamt die Bereinigung
Trotz des Vorgehens zeigt das Ausmaß der im Umlauf befindlichen Mobilfunknummern deutliche Kapazitätsgrenzen auf. Pakistanische Telekommunikationsbetreiber halten insgesamt rund 16 Millionen recycelte Nummern. Davon hatte die PTA bisher etwa 10 Millionen zur Überprüfung an Meta übergeben.
Eine permanente Vereinbarung zwischen der Behörde und dem Konzern sieht vor, dass monatlich 5.000 recycelte Nummern an Meta übermittelt und die damit verknüpften Konten phasenweise deaktiviert werden. Von den 16 Millionen betroffenen Anschlüssen sind derzeit jedoch noch 6 Millionen Nummern nicht an das Digitalunternehmen weitergeleitet worden.
Bei einem monatlichen Prüftempo von 5.000 Nummern, was 60.000 Einheiten pro Jahr entspricht, würde die vollständige Abarbeitung dieses Restbestands 1.200 Monate beziehungsweise 100 Jahre in Anspruch nehmen.
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Ausmaß der Sperrungen und offene Verfahrensfragen
Die bisher 176.000 blockierten Konten entsprechen 1,76 Prozent der bislang übergebenen 10 Millionen Nummern sowie 1,1 Prozent des gesamten Bestands von 16 Millionen Anschlüssen. Da die Prüfung der ersten Tranche von 10 Millionen Nummern noch nicht abgeschlossen ist, markieren diese Werte vorläufige Untergrenzen.
In Medienberichten vom 06.11.2026 beriefen sich Journalisten auf ungenannte PTA-Beamte hinsichtlich der Kontosperrungen. Eine offizielle Mitteilung der Behörde oder eine formelle Erklärung seitens Meta liegt bisher nicht vor.
Ebenso fehlen derzeit Angaben darüber, ob Betroffene Einspruch gegen eine Sperrung einlegen können. Auch die Gesamtzahl der eingegangenen Betrugsbeschwerden bezifferte die Behörde bislang nicht. Aus PTA-Kreisen verlautete jedoch, dass Meta im Vorjahr 82 Prozent der behördlich weitergeleiteten Beschwerden lösen konnte.
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Großer Nutzerkreis und Empfehlungen für Verbraucher
Der Nachrichtendienst spielt für die digitale Kommunikation des Landes eine zentrale Rolle. Nach Angaben des Portals ProPakistani, das sich auf Daten der Telekommunikationsbehörde stützt, zählt Pakistan 100 Millionen WhatsApp-Nutzer, die täglich rund 12 Milliarden Nachrichten über die Plattform versenden.
Angesichts der Risiken durch weitergegebene Telefonnummern raten Verbraucherhinweise dazu, bei einem Wechsel der SIM-Karte die integrierte WhatsApp-Funktion zum Ändern der Mobilfunknummer zu nutzen. Zudem können Verbraucher die auf ihren Namen registrierten SIM-Karten per SMS an die Kurzwahl 668 abfragen.
