WhatsApp-Sicherheit, Lücken

WhatsApp-Sicherheit: Zwei Lücken in Windows und Reels geschlossen

06.06.2026 - 23:25:58 | boerse-global.de

WhatsApp behebt Schwachstellen in Windows-App und Reels-Vorschau. Zudem endet der Support für ältere iOS- und Android-Geräte.

WhatsApp schließt zwei Sicherheitslücken in Desktop- und Mobile-App
WhatsApp-Sicherheit - A digital padlock over a WhatsApp chat bubble, symbolizing security and data protection for the messaging app. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Schwachstellen betreffen die Windows-Desktop-App sowie die Reels-Vorschau auf mobilen Geräten. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Fehler.

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Gefährliche Tarnung für Schadsoftware

Die erste Lücke mit der Kennung CVE-2026-23863 erhielt eine CVSS-Einstufung von 6,5 – ein mittleres Risiko. Der Fehler in der Windows-Version ermöglicht es Angreifern, ausführbare Dateien (.exe) als harmlose Dokumente zu tarnen. Dafür nutzen sie ein sogenanntes NUL-Byte im Dateinamen. Betroffen sind alle Windows-Versionen vor 2.3000.1032164386.258709.

Die zweite Schwachstelle (CVE-2026-23866) steckt in der Reels-Vorschau auf iOS und Android. Hier könnte ein manipulierter Link fremde Medieninhalte innerhalb der App laden. Auf dem iPhone sind die Versionen 2.25.8.0 bis 2.26.15.72 betroffen, bei Android der Bereich 2.25.8.0 bis 2.26.7.10.

Support-Ende für alte Geräte

Parallel zu den Sicherheitsupdates kündigt WhatsApp für Mitte bis Ende Juni 2026 das Ende der Unterstützung für zahlreiche ältere Geräte an. Betroffen sind iPhones mit iOS 15.4 oder älter sowie Android-Smartphones mit Version 5.1 oder niedriger.

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Konkret verlieren folgende Modelle den Zugang zum Dienst: iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Auf Android-Seite trifft es unter anderem das Samsung Galaxy S3 und S4, das Note 3, das Sony Xperia Z1 sowie das erste Moto G. Nutzer dieser Geräte sollten ihre Chatverläufe sichern, bevor der Dienst Ende des Monats eingestellt wird.

Sicherheitswelle in der Tech-Branche

Die WhatsApp-Warnung ist Teil einer größeren Sicherheitswelle. Google veröffentlichte heute Patches für 429 Schwachstellen in Chrome – ein Rekordwert. Darunter befindet sich ein kritischer Fehler in der ANGLE-Grafikengine. Zudem entdeckte ein autonomes KI-System 21 bislang unbekannte Lücken im Multimedia-Framework FFmpeg, darunter einen Stack-Overflow-Fehler aus dem Jahr 2003.

Bereits gestern warnte das indische CERT-In vor einer Microsoft-Office-Lücke, die über manipulierte Word- oder Excel-Dateien eine Systemübernahme ermöglicht. Parallel dazu meldeten mehrere japanische Unternehmen verdächtige Login-Aufforderungen auf ihren Websites – ausgelöst durch die Reaktivierung einer kompromittierten Drittanbieter-Domain.

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