WhatsApp-Sicherheit: Zwei-Faktor-Schutz und Geräteprüfung empfohlen
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cyberkriminelle übernehmen verstärkt fremde Konten beim Nachrichtendienst WhatsApp, um im Namen der Betroffenen betrügerische Links zu verbreiten oder Geld zu fordern. Wie das Schweizer Portal cybercrimepolice.ch in einem Bericht vom 12. Oktober 2026 warnt, erfolgt die Kontaktaufnahme dabei entweder über direkte Nachrichten an gespeicherte Kontakte oder öffentlich sichtbar über die Statusfunktion des gehackten Profils.
Für die Empfänger der Mitteilungen ist die Übernahme im Vorfeld kaum zu durchschauen. Sowohl die hinterlegte Telefonnummer als auch das Profilbild und bisherige Chatverläufe bleiben unverändert bestehen. Dies führt dazu, dass die Nachrichten auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirken.
Die Angreifer nutzen diese Ausgangslage, um unter verschiedenen Vorwänden um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die Begründungen für die Notlage, die geforderten Beträge sowie die gewünschten Zahlungsarten variieren dabei je nach Einzelfall.
Neben direkten Zahlungsbitten setzen die Täter auch auf manipulierte Verweise: Die über die gekaperten Konten versendeten Links führen zu gefälschten Internetseiten. Das primäre Ziel dieser Phishing-Websites besteht darin, Zugangsdaten abzugreifen und auf diese Weise weitere Konten unter ihre Kontrolle zu bringen.
Empfohlene Schutzmaßnahmen und Vorgehen im Schadensfall
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Um sich vor derartigen Übernahmen und finanziellen Verlusten zu schützen, raten Sicherheitsexperten zu erhöhter Wachsamkeit. Eingehende Geldforderungen sollten grundsätzlich über einen alternativen Kommunikationskanal – beispielsweise durch einen direkten Telefonanruf – gegengengeprüft werden.
Zudem dürfen vertrauliche Sicherheitscodes unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben werden. Als zentrale Schutzmaßnahme gilt die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung innerhalb der Anwendung.
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Wie auch polizei.news in einem Bericht vom 12. Oktober 2026 hervorhebt, sollten Nutzer zudem regelmäßig die in den Einstellungen aufgeführten, verknüpften Geräte kontrollieren.
Wurde ein Konto bereits kompromittiert, müssen Betroffene umgehend sämtliche verknüpften Geräte in den Kontoeinstellungen abmelden und ihr Umfeld vor den betrügerischen Nachrichten warnen. Darüber hinaus wird empfohlen, Anzeige bei der zuständigen Kantonspolizei zu erstatten.
Ist es bereits zu einer Überweisung oder einem finanziellen Verlust gekommen, sollten Geschädigte unverzüglich ihr Finanzinstitut kontaktieren, um mögliche Transaktionen zu stoppen, und den Vorfall polizeilich zur Anzeige bringen.
