WhatsApp-Sicherheit, Unbekannte

WhatsApp-Sicherheit: Unbekannte Geräte prüfen und sofort abmelden

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 08:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue Schutzoptionen schränken unbekannte Kontakte ein; Geräteprüfungen, aktuelle Software und PIN-Verifikation helfen gegen Kontoübernahmen.
Symbolbild: Smartphone und Vorhängeschloss Illustration mit AI erstellt.

Nutzer erhalten verstärkt Hinweise darauf, wie sie unbefugte Zugriffe auf ihr WhatsApp-Konto erkennen und bestehende Fremdzugriffe wirksam beenden können. Parallel dazu führt der Messenger-Dienst erweiterte Sicherheitsoptionen ein, um Accounts besser vor Übernahmen und Spionageangriffen abzusichern.

Neue Schutzoptionen für gefährdete Nutzerkonten

WhatsApp führt die Funktion für strenge Kontoeinstellungen ein, die zentrale Schutzmechanismen bündelt. Das System blockiert dabei automatisch Dateien und Anhänge unbekannter Absender, schaltet eingehende Anrufe von nicht gespeicherten Telefonnummern stumm, deaktiviert Link-Vorschauen und unterbindet Massennachrichten von unbekannten Kontakten.

Zudem wird mit der Aktivierung die Zwei-Schritt-Verifikation automatisch eingeschaltet, begleitet von Sicherheitsbenachrichtigungen, falls sich der Sicherheitscode eines Kontakts ändert.

Darüber hinaus schränken die Einstellungen die Sichtbarkeit sensibler Kontoinformationen ein. Angaben zum Online-Status, der Zeitpunkt der letzten Aktivität, das Profilbild sowie die Statusinformation sind nach der Aktivierung ausschließlich für gespeicherte Kontakte einsehbar.

Nutzer können zudem nur noch von eigenen Kontakten oder gesondert ausgewählten Personen zu Chatgruppen hinzugefügt werden. Nach Angaben des Mutterkonzerns Meta richtet sich diese Konfiguration vor allem an Personen mit erhöhtem Angriffsrisiko, darunter Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Die Aktivierung muss am Hauptgerät über den Pfad für Datenschutz und erweiterte Einstellungen vorgenommen werden und lässt sich nicht über verknüpfte Begleitgeräte wie WhatsApp Web oder Desktop-Programme verwalten.

Fremde Sitzungen prüfen und beenden

Sicherheitsbehörden und Polizeidienststellen weisen darauf hin, dass Kriminelle verschiedene Wege nutzen, um fremde Konten zu kapern. Bei Maschen wie dem sogenannten Ghost Pairing verschicken Angreifer im Namen bereits kompromittierter Kontakte Links oder QR-Codes mit der Aufforderung, an Abstimmungen teilzunehmen.

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Übermittelt der Nutzer daraufhin einen erhaltenen Bestätigungscode, koppeln die Täter ein eigenes Gerät mit dem fremden Konto und erhalten vollen Einblick in Chats sowie Kontaktlisten, um anschließend im Namen der Betroffenen Geldüberweisungen zu fordern.

Um unbemerkte Mitleser zu entfernen, raten Ermittler dazu, die Liste der verknüpften Geräte im Konto regelmäßig zu kontrollieren und unbekannte Sitzungen sofort abzumelden. Eine Neuregistrierung der eigenen Rufnummer in der App beendet bestehende Kopplungen auf anderen Geräten ebenfalls.

Auch das spanische Institut für Cybersicherheit Incibe beobachtete Vorfälle, bei denen Cyberkriminelle über übernommene Accounts Notlagen vortäuschten und von Kontakten Überweisungen in Höhe von 980 Euro verlangten, während der eigentliche Kontoinhaber die betrügerischen Nachrichten im eigenen Verlauf nicht sehen konnte.

Vorbeugung gegen Zero-Click-Angriffe und Phishing

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Gefahren drohen laut Sicherheitsbehörden nicht nur durch Phishing und das Erschleichen von Registrierungscodes. Die Behörde für öffentliche Sicherheit im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua wies auf Angriffe ohne Nutzerinteraktion hin. Solche Attacken nutzen Schwachstellen in veralteten Versionen des Betriebssystems und der App aus, um ohne das Öffnen von Links oder Anhängen Kontrolle über Geräte und Anwendungen zu erlangen.

Behörden und IT-Sicherheitsexperten betonen daher, Betriebssysteme und Anwendungen ausschließlich über offizielle Plattformen aktuell zu halten und die Zwei-Schritt-Verifikation mit einer PIN zu nutzen.

Ein Angreifer könne nicht allein über die Kenntnis einer Telefonnummer auf Nachrichten zugreifen; Gefahren entstünden durch Datenkombinationen, Phishing-Nachrichten oder Methoden wie das Übertragen der Nummer auf fremde SIM-Karten. Verifizierungscodes sollten grundsätzlich niemals an Dritte weitergegeben werden.

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