WhatsApp-Sicherheit: Neue Chat-Sperre beschränkt Unterhaltungen aufs Hauptgerät
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 15:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst WhatsApp erweitert die Sicherheitsoptionen für Unterhaltungen und verteilt eine neue Funktion für eingeschränkte Chats schrittweise an ausgewählte Beta-Tester auf Android und iOS.
Mit der Neuerung will WhatsApp vor allem den unerwünschten Zugriff durch inoffizielle Clients sowie automatisierte KI-Agenten unterbinden. Die Maßnahme soll verhindern, dass Chatverläufe über Drittanbieter-Schnittstellen oder verbundene Erweiterungen abgegriffen werden.
Die optionale Schutzfunktion, die direkt in den Chat-Informationen manuell aktiviert werden kann, wirkt sich auf alle Beteiligten einer Konversation aus. Technisch ersetzt das Feature die bisherige Einstellung zur erweiterten Chat-Privatsphäre.
Strikte Beschränkung auf das jeweilige Hauptgerät
Wird die Einschränkung für eine Unterhaltung eingeschaltet, greift eine Reihe restriktiver Sicherheitsregeln. So wird der Chat vollständig für verknüpfte Geräte gesperrt: Nachrichten können ausschließlich auf dem jeweiligen Haupttelefon empfangen und versendet werden. Auf Begleitgeräten wie Desktop-Anwendungen, Web-Clients oder Zweitgeräten bleibt die Konversation unsichtbar und unzugänglich.
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Darüber hinaus schaltet WhatsApp für den betreffenden Dialog weitere Komfortfunktionen ab. Ein Export des Chatverlaufs ist bei aktiver Sperre nicht mehr möglich, und auch das automatische Speichern von Medien wird unterbunden.
Ebenso bleiben Meta-AI-Funktionen innerhalb dieser Chats vollständig deaktiviert. Am grundlegenden Schutz der Kommunikation ändert sich dadurch jedoch nichts: Nachrichten und Anrufe bleiben wie gewohnt Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Verfügbarkeit bislang auf Einzelchats und Beta-Versionen begrenzt
Nach derzeitigem Stand greift das Konzept ausschließlich bei Einzelchats. Ob und wann eine Unterstützung für Gruppenchats folgen könnte, ist bislang nicht bekannt.
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Ausgerollt wird die Neuerung derzeit im Rahmen von Testläufen. Dokumentiert ist die Funktion unter anderem in den Versionen Android-Beta 2.26.39.11 und iOS-Beta 26.39.10.20. Ein weiterer Bericht aus Indonesien nennt zudem Tests in der Android-Beta 2.24.21.28, wobei der Zugriff selbst dort noch nicht flächendeckend freigeschaltet war.
Wann die Beschränkungen für reguläre Nutzer in der stabilen Version von WhatsApp freigegeben werden, steht derzeit noch nicht fest. Üblicherweise folgt ein allgemeiner Rollout erst nach dem Abschluss der laufenden Beta-Phasen.
