WhatsApp-Sicherheit: 1 Milliarde Nutzer nutzen bereits Passkeys
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 22:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst WhatsApp führt umfassende Neuerungen zum Schutz der Nutzerkonten ein. Im Zentrum der Maßnahmen steht eine deutliche Erschwerung des unbefugten Zugriffs durch komplexere Authentifizierungsverfahren sowie neue Funktionen zur Identifizierung unbekannter Anrufer. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, reagiert die Meta-Tochter damit auf die anhaltenden Bedrohungen durch Hacking und Phishing.
Abkehr von der sechsstelligen PIN
Eine der wesentlichen Änderungen betrifft die Zwei-Schritt-Verifizierung. Bisher stützte sich dieses Sicherheitsmerkmal bei WhatsApp primär auf eine sechsstellige PIN. Künftig haben Nutzer die Möglichkeit, deutlich sicherere, alphanumerische Passwörter zu verwenden. Diese neuen Passwörter können eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen enthalten, was die Komplexität im Vergleich zum rein numerischen Code erheblich steigert.
Ziel dieser Umstellung ist es, die Hürden für automatisierte Angriffe und betrügerische Übernahmeversuche von Konten zu erhöhen. Durch die Verwendung längerer und individuellerer Zeichenfolgen soll der Schutz der Privatsphäre insbesondere in Szenarien gestärkt werden, in denen herkömmliche PIN-Verfahren an ihre Sicherheitsgrenzen stoßen.
Ausbau der Passkey-Funktionalität
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Parallel zur Überarbeitung der klassischen Passwort-Optionen baut WhatsApp die Unterstützung für moderne Authentifizierungsmethoden weiter aus. In den kommenden Wochen wird die Möglichkeit eingeführt, mehrere Passkeys pro Konto zu hinterlegen. Diese Technologie, die auf biometrischen Merkmalen oder lokalen Gerätesperren basiert, gilt in der Branche als besonders resistent gegenüber Phishing-Angriffen.
Die Akzeptanz dieser Methode ist innerhalb der Nutzerschaft bereits hoch. Den vorliegenden Daten zufolge haben bereits über 1 Mrd. Nutzer einen Passkey für ihr WhatsApp-Konto eingerichtet. Durch die Option, mehrere dieser digitalen Schlüssel zu verknüpfen, erhöht das Unternehmen die Flexibilität für Anwender, die den Dienst auf verschiedenen Geräten nutzen oder zusätzliche Absicherungen hinterlegen möchten.
Erweiterte Identifizierung für Android-Nutzer
Zusätzlich zu den Kontoeinstellungen verbessert WhatsApp die Transparenz bei eingehenden Verbindungen auf Android-Endgeräten. Nutzer des Google-Betriebssystems erhalten künftig detailliertere Informationen, wenn sie Anrufe von unbekannten Nummern erhalten. Die App zeigt in diesen Fällen automatisch den Ländercode des Anrufers sowie Informationen über gemeinsame Gruppen an.
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Diese Funktion soll es den Anwendern erleichtern, die Seriosität eines Anrufs bereits vor der Annahme einzuschätzen. Insbesondere der Hinweis auf gemeinsame Gruppenmitgliedschaften liefert einen Kontext, der bei der Unterscheidung zwischen legitimen Kontaktversuchen und potenziellen Spam- oder Betrugsanrufen helfen kann.
Schrittweise Implementierung für alle Plattformen
Die Einführung der neuen Sicherheitsfunktionen erfolgt nicht unmittelbar für alle Anwender gleichzeitig. Die Implementierung der Passkeys und der alphanumerischen Passwörter für die Zwei-Faktor-Authentifizierung soll in den nächsten Wochen schrittweise umgesetzt werden.
Betroffen von diesem Rollout sind sowohl Nutzer von Android-Smartphones als auch Besitzer eines iPhones. Durch die gestaffelte Freischaltung stellt das Unternehmen eine stabile Integration der neuen Sicherheitsarchitektur in die bestehende Infrastruktur sicher.
