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WhatsApp Plus: Messenger startet Abo-Modell für 2,80 Euro

29.05.2026 - 15:45:49 | boerse-global.de

WhatsApp führt Abmelde-Option ohne Datenverlust ein und startet mit WhatsApp Plus ein Abo-Modell. Neue Privatsphäre-Funktionen ergänzen das Update.

WhatsApp Plus: Messenger startet Abo-Modell für 2,80 Euro - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp Plus: Messenger startet Abo-Modell für 2,80 Euro - Foto: über boerse-global.de

Neue Funktionen und ein Abo-Modell: Der Messenger verändert sich grundlegend.

WhatsApp hat eine lang ersehnte Funktion für Android eingeführt: Nutzer können sich jetzt aus ihrem Account ausloggen, ohne ihre Chatverläufe oder lokalen Daten zu verlieren. Die Beta-Version 2.26.21.9, die am 29. Mai 2026 veröffentlicht wurde, beendet damit die Ära, in der die einzige Möglichkeit zur Abmeldung die komplette Deinstallation der App war.

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Ausloggen ohne Verlust

Die neue Funktion findet sich in den Kontoeinstellungen und ermöglicht eine temporäre Abmeldung. Dabei bleiben Nachrichten, Einstellungen und Anmeldedaten auf dem Gerät erhalten. Vor dem endgültigen Ausloggen schlägt die App mehrere Alternativen vor: die Verwaltung von Benachrichtigungen, die Nutzung der Multi-Account-Funktion (die bis zu zwei Konten unterstützt), die App-Sperre oder das Löschen von Speicherplatz.

Beobachter sehen darin einen cleveren Schachzug: Statt einer radikalen Trennung vom Dienst bietet WhatsApp eine sanfte Auszeit an. Das soll die Nutzerbindung erhöhen. Aktuell testet nur eine begrenzte Zahl von Android-Betatestern die Funktion. Ein breiterer Rollout wird in den kommenden Wochen erwartet, die stabile Version für alle Nutzer soll noch in diesem Jahr kommen.

WhatsApp Plus: Das Abo-Modell startet

Parallel dazu hat Meta am 28. Mai 2026 einen neuen Abo-Dienst namens WhatsApp Plus gestartet. Der Preis liegt umgerechnet bei rund 2,80 Euro pro Monat – derzeit rollt der Dienst global aus. Was bekommen Abonnenten dafür?

  • Benutzerdefinierte App-Icons
  • Premium-Sticker
  • Exklusive Klingeltöne
  • Mehr angepinnte Chats
  • Eine erweiterte Chat-Liste
  • Diverse Anpassungen der Benutzeroberfläche

Die Kernfunktionen bleiben für alle kostenlos. Der Schritt ist Teil einer größeren Strategie von Meta: Auch für Instagram und Facebook sind ähnliche Bezahlmodelle geplant.

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Chatten ohne Telefonnummer

Ein weiteres Update betrifft die Privatsphäre. Seit dem 28. Mai 2026 testet eine kleine Gruppe von Android- und iOS-Nutzern die Möglichkeit, ohne Preisgabe der Handynummer zu chatten. Das System funktioniert ähnlich wie bei Telegram: Nutzernamen zwischen 3 und 35 Zeichen sind erlaubt.

Die Regeln sind streng: Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Endungen wie ".com" oder ".net" sind verboten – das soll Identitätsdiebstahl verhindern. Der Nutzername ist optional, bietet aber Anonymität bei Erstkontakten. Ein breiterer Rollout für Android, iOS, Web und Desktop ist für dieses Jahr geplant. Die Telefonnummer bleibt jedoch für die Registrierung und Verifizierung des Kontos notwendig.

Infrastruktur im Wandel

Hinter den Kulissen tut sich ebenfalls einiges:

  • Neuer GIF-Anbieter: Da die Tenor-API am 1. Juli 2026 eingestellt wird, integriert WhatsApp seit dem 27. Mai 2026 Klipy als neuen GIF-Anbieter in der Android-Beta. Klipy arbeitet künftig neben GIPHY, um Stabilität und Lastverteilung zu gewährleisten.
  • Channel-Status: Seit dem 28. Mai 2026 können Kanal-Administratoren temporäre Updates teilen – Fotos, Videos oder Texte, die nach 24 Stunden verschwinden. Die Beiträge erscheinen im Status-Tab, Follower können mit Likes oder Teilen reagieren.
  • Incognito-Chat für KI: Meta kündigte am 28. Mai 2026 einen "Incognito Chat" für die Meta-KI an. Die optionale Funktion nutzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und stellt sicher, dass Gesprächsdaten nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden.

Die neuen Funktionen und das Abo-Modell zeigen: WhatsApp wandelt sich von einem reinen Messenger zu einer Plattform mit mehr Flexibilität, Privatsphäre und vor allem – neuen Einnahmequellen.

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