WhatsApp, Passkeys

WhatsApp: Passkeys schützen Cloud-Backups jetzt biometrisch

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 22:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp hat Passkeys für den Schutz von Cloud-Backups bestätigt. Die Anmeldung erfolgt per Biometrie oder Geräte-PIN statt mit Passwort.

WhatsApp führt Passkeys für verschlüsselte Backups ein
Ein modernes Smartphone auf einem minimalistischen Schreibtisch, das die Einführung neuer Sicherheitsstandards symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messenger-Dienst WhatsApp, eine Tochtergesellschaft des Technologiekonzerns Meta, hat die offizielle Einführung der Unterstützung von Passkeys für die Verschlüsselung von Backups angekündigt.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheit der Nutzerdaten grundlegend zu erhöhen und den Zugriff auf gespeicherte Chat-Verläufe gegen unbefugtes Eindringen abzusichern. Mit dieser Integration reagiert das Unternehmen auf die steigenden Anforderungen an den digitalen Datenschutz und die Cybersicherheit.

Erhöhter Schutz für Cloud-Backups

Die Einführung von Passkeys stellt eine wesentliche Weiterentwicklung der bestehenden Sicherheitsarchitektur von WhatsApp dar. Bisher konnten Nutzer ihre Backups, die in der Cloud gespeichert werden, bereits durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützen.

Hierfür war jedoch meist die Vergabe eines Passworts oder die Verwendung eines 64-stelligen Verschlüsselungsschlüssels notwendig. Die neue Unterstützung von Passkeys ermöglicht es nun, diese Backups durch kryptografische Verfahren abzusichern, die direkt mit den Sicherheitsmerkmalen des verwendeten Endgeräts verknüpft sind.

Durch die Verwendung von Passkeys entfällt die Notwendigkeit, sich komplexe Passwörter zu merken oder physische Kopien von Sicherheitsschlüsseln aufzubewahren. Stattdessen erfolgt die Authentifizierung über biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung oder über die im Gerät hinterlegte PIN.

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Branchenexperten weisen darauf hin, dass Passkeys als deutlich resistenter gegenüber Phishing-Angriffen und anderen Formen des Identitätsdiebstahls gelten, da keine geheimen Zeichenfolgen über das Netzwerk übertragen werden müssen.

Strategischer Fokus auf Datensicherheit bei Meta

Die Entscheidung von Meta, Passkeys nun auch für die Verschlüsselung von WhatsApp-Backups einzusetzen, folgt einem breiteren Branchentrend. In den letzten Monaten haben mehrere Technologieunternehmen damit begonnen, Passwörter schrittweise durch passwortlose Anmeldeverfahren zu ersetzen.

Für WhatsApp bedeutet dieser Schritt, die Lücke zwischen der hochsicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der direkten Kommunikation und der Sicherheit der langfristig gespeicherten Datenbestände weiter zu schließen.

Obwohl die grundlegende Einführung der Funktion bestätigt wurde, sind derzeit noch nicht alle technischen Spezifikationen im Detail bekannt. Berichte deuten darauf hin, dass die Implementierung in Phasen erfolgt, wobei der Fokus zunächst auf der Sicherstellung einer stabilen und nutzerfreundlichen Integration liegt.

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Das Unternehmen betont dabei die Relevanz der Maßnahme für den Schutz der Privatsphäre, insbesondere in Hinblick auf die zunehmende Professionalisierung von Cyberkriminalität.

Bedeutung für die Nutzerschaft und den Markt

Für die Nutzer von WhatsApp bedeutet die Neuerung vor allem einen Gewinn an Komfort, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen. Die Verschlüsselung von Backups war in der Vergangenheit oft eine Funktion, die aufgrund der Komplexität bei der Passwortverwaltung nur von einem Teil der Nutzerschaft aktiv verwendet wurde. Durch die Vereinfachung des Prozesses mittels Passkeys könnte die Adoptionsrate für verschlüsselte Backups deutlich steigen.

Juristen und Fachleute für Datenschutz bewerten solche Entwicklungen regelmäßig positiv, da sie den Schutz personenbezogener Daten auf Infrastrukturebene stärken.

In einer Zeit, in der digitale Kommunikationsdaten zunehmend in den Fokus von Sicherheitsanalysen rücken, setzt die Meta-Tochter mit der Passkey-Unterstützung ein deutliches Zeichen für die Priorisierung der Datensicherheit innerhalb ihres Ökosystems. Die vollständige Verfügbarkeit der Funktion für alle Nutzergruppen wird im Zuge der kommenden Updates erwartet.

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