WhatsApp-Nutzernamen, Telefonnummer

WhatsApp-Nutzernamen: Telefonnummer ab sofort verbergen

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp führt Pseudonyme ein, um Telefonnummern bei neuen Kontakten zu verbergen. Sicherheitsbedenken und regionale Startschwierigkeiten begleiten den Launch.

WhatsApp startet Nutzernamen-System: Mehr Privatsphäre für User
Ein Smartphone zeigt eine Messaging-App mit einem Nutzernamenfeld, umgeben von Icons für Privatsphäre und einer digitalen Wolke. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Juli 2026 weltweit ein Nutzernamen-System ein. Die neue Funktion erlaubt es, ein Pseudonym zu erstellen und die eigene Telefonnummer bei neuen Kontakten zu verbergen.

Pseudonyme statt Nummern

Das System erlaubt Namen mit 3 bis 35 Zeichen. Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. In bestehenden Chats bleibt die Telefonnummer weiterhin sichtbar. Bei neuen Kontakten kann sie durch den Nutzernamen ersetzt werden.

Ein öffentliches Verzeichnis aller Namen gibt es nicht.

Bereits Ende Juni konnten Nutzer in den Kontoeinstellungen Namen reservieren. Seit dem 18. Juli werden diese Kennungen freigeschaltet. Betroffene sehen darüber ein Banner in der Chatliste.

Um Missbrauch vorzubeugen, hat Meta Namen für Prominente vorab reserviert. Bei Konflikten mit bestehenden Facebook- oder Instagram-Profilen müssen Nutzer einen Identitätsnachweis erbringen.

Sicherheitsrisiken bleiben

Die Einführung läuft nicht überall gleich. In Indien stoppten Behörden den Start wegen Betrugsbedenken. Auch Verbraucherschützer in Deutschland mahnen zur Vorsicht. Die Verbraucherzentrale NRW rät davon ab, den echten Namen zu verwenden – das erschwere plattformübergreifendes Tracking.

Branchenbeobachter warnen vor Identitätsdiebstahl. Die Kriminalitätsstatistik zeigt für das erste Halbjahr 2026 einen deutlichen Anstieg bei Phishing-Angriffen: Quishing-Fälle stiegen im ersten Quartal um 146 Prozent, Smishing-Angriffe im zweiten um 162 Prozent.

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WhatsApp bietet optional einen „Username Key“ an – eine PIN-Abfrage für die erste Kontaktaufnahme. Sicherheitsexperten empfehlen zudem Passkeys und die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Eigene Cloud für iOS

Parallel testet WhatsApp eine eigene Cloud-Backup-Lösung für iOS in der Beta-Phase. Sie bietet 2 Gigabyte kostenlosen Speicher, 50 Gigabyte kosten 0,99 Euro pro Monat. Eine Erweiterung auf bis zu 1 Terabyte ist geplant. Die Backups sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Auch das Design bekommt Updates: Seit dem 17. Juli rollt WhatsApp die Mac-App mit dem neuen Design „Liquid Glass“ aus. Seit dem 18. Juli testet die App eine erweiterte Mikrofonsteuerung für Apple-Geräte mit Modi wie „Stimme isolieren“ oder „Breites Spektrum“.

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Ausfälle überschatten den Start

Am heutigen Sonntag kam es zu stundenlangen Ausfällen bei Facebook, Instagram und dem Messenger. WhatsApp blieb laut Nutzertests weitgehend funktionsfähig. Die anderen Plattformen verzeichneten weltweit tausende Fehlermeldungen. Besonders betroffen war die Desktop-Nutzung – Nutzer erhielten den Hinweis, ihr Konto sei nicht verfügbar.

Meta bestätigte die Störungen, nannte aber keine konkrete Ursache. Nach 90 bis 120 Minuten normalisierten sich die Dienste wieder.

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