WhatsApp-Nachrichten planen: Automatischer Versand bis zu 2 Wochen voraus
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 22:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp erprobt eine Neuerung für den zeitversetzten Nachrichtenversand. Wie aus Berichten vom 13. Oktober 2026 hervorgeht, testet das Unternehmen eine Funktion zum Planen und automatischen Versenden von Mitteilungen. Der schrittweise Rollout dieser Erweiterung erfolgt derzeit für ausgewählte Teilnehmer der Android-Betaversion 2.26.40.7.
Bedienung und technische Umsetzung
Die Handhabung der neuen Funktion ist direkt in das bestehende Chat-Fenster integriert. Anwender halten den Senden-Button gedrückt, woraufhin sich ein Menü zur Festlegung des gewünschten Versandzeitpunkts öffnet. Der wählbare Vorlauf reicht dabei von 10 Minuten bis zu 2 Wochen im Voraus.
Inhaltlich lassen sich neben reinem Text auch Weblinks, Fotos und Videos für die zeitversetzte Übermittlung vorbereiten. Allerdings gilt dabei die technische Einschränkung, dass pro geplanter Nachricht lediglich ein Foto oder Video angehängt werden darf.
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Die Zustellung der Inhalte erfolgt zum vordefinierten Zeitpunkt vollautomatisch über die Serverinfrastruktur. Dies geschieht selbst dann, wenn die Anwendung auf dem Smartphone geschlossen ist oder sich das Endgerät vorübergehend im Offline-Modus befindet. Trotz des zwischenzeitlichen Vorhaltens auf den Servern bleibt die Privatsphäre gewahrt: Die geplanten Nachrichten sind durchgängig Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Verwaltung und Gruppenregeln
Vorbereitete Mitteilungen lassen sich nachträglich in den jeweiligen Chat-Informationen einsehen und verwalten. Nutzer haben die Möglichkeit, eine terminierte Nachricht vor dem tatsächlichen Versand wieder spurlos zu entfernen. Der vorgesehene Empfänger erhält dabei weder über die ursprüngliche Planung noch über eine eventuelle Löschung einen Hinweis.
Für Gruppenchats gelten zudem gesonderte Bestimmungen: Wird eine zeitversetzte Mitteilung in einer Gruppe terminiert, erreicht sie später ausschließlich diejenigen Mitglieder, die sich bereits zum ursprünglichen Zeitpunkt der Planung in dem Gruppenchat befunden haben. Nutzer, die erst nach der Planung beitreten, bekommen den Beitrag nach dem Versand folglich nicht angezeigt.
Hintergrund und Verfügbarkeit
Mit dem aktuellen Testlauf reagiert der Kommunikationsdienst auf langjährige Rückmeldungen aus der Nutzerschaft. Bereits im Jahr 2024 hatte WhatsApp-Chef Will Cathcart mitgeteilt, dass entsprechende Wünsche nach einer integrierten Planungsfunktion an das Unternehmen herangetragen worden seien. Der Konkurrent Telegram stellt seinen Anwendern eine vergleichbare Möglichkeit für zeitversetzte Mitteilungen bereits seit 2019 bereit.
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Aktuell bleibt der Test auf die Android-Testversion begrenzt. Ein verbindlicher Veröffentlichungstermin für die reguläre Version unter Android oder für das Betriebssystem iOS wurde bislang nicht genannt.
Laut dem Branchenbeobachter WABetaInfo soll der Kreis der teilnehmenden Beta-Tester in den kommenden Wochen zwar schrittweise erweitert werden, eine serverseitige Freischaltung für alle Konten ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht garantiert.
