WhatsApp, KI-Medien

WhatsApp: KI-Medien dauerhaft kennzeichnen ab sofort

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 01:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp markiert KI-generierte Medien dauerhaft und reagiert damit auf den EU AI Act. Neue Gruppenfunktionen und Design-Updates ergänzen das Update.

WhatsApp führt dauerhafte KI-Kennzeichnung für Medien ein
Smartphone-Bildschirm mit digitaler Mediendatei und KI-generiertem Inhaltslabel in einer Messaging-App. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messenger führt eine transparente Kennzeichnung für KI-generierte Medien ein. Kanal-Administratoren können Inhalte dauerhaft markieren.

Unübersehbarer Hinweis für KI-Medien

Die neue Funktion „KI-Inhaltskennzeichnung hinzufügen" steht Kanal-Administratoren über das Kontextmenü bestimmter Medientypen zur Verfügung. Abgedeckt sind Bilder, Videos, Audioclips und GIFs. Entscheidend: Einmal gesetzt, lässt sich das Label nicht mehr entfernen. Follower erkennen damit dauerhaft den Ursprung des Inhalts.

Die Kennzeichnung gilt für Medien aus allen gängigen KI-Diensten – von Meta AI über ChatGPT, Gemini, Midjourney und DALL-E. Eine Beschränkung auf Metas eigene Tools gibt es nicht. Textnachrichten bleiben von der Pflicht-Kennzeichnung vorerst ausgenommen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Seit dem 2. August 2026 gilt der EU AI Act (Verordnung EU 2024/1689). Das Gesetz verlangt die klare Kennzeichnung KI-generierter Inhalte, um Desinformation einzudämmen. Der Test läuft zunächst auf Android, eine iOS-Version ist geplant.

Neue Werkzeuge für Gruppen

Parallel arbeitet WhatsApp an der Gruppenverwaltung. Gruppen mit mehr als 32 Mitgliedern erhalten eine „@all"-Erwähnung, die alle Teilnehmer gleichzeitig benachrichtigt. Perfekt für Ankündigungen größerer Runden.

Anzeige

Wer sich mit den rechtlichen Anforderungen an die Kennzeichnung von KI-Inhalten befasst, findet in diesem kostenlosen Report eine Übersicht zu allen relevanten Regeln. Die EU-KI-Verordnung jetzt verstehen und umsetzen

Auch Umfragen werden aufgerüstet: Administratoren können Fristen setzen und anonyme Abstimmungen aktivieren. Eine weitere Neuerung erlaubt es, mit einem Klick eine ähnliche Gruppe mit bestehender Mitgliederliste zu erstellen.

Frisches Design und KI-Integration von außen

Optisch tut sich ebenfalls etwas: Die Beta-Version bringt neue Chat-Designs in den Kategorien „Featured", „Doodle" und „Minimal" – inklusive animierter Hintergründe. Für Apple-Nutzer vereinfacht WhatsApp die Einrichtung kindgerechter Konten: QR-Codes und Einladungslinks verknüpfen Kinderkonten mit der elterlichen Aufsicht.

Anzeige

Compliance-Verantwortliche müssen jetzt handeln, um die strengen Vorgaben des EU AI Acts rechtzeitig in ihre Unternehmensprozesse zu integrieren. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden liefert alle wichtigen Fristen und Pflichten auf einen Blick. Kostenlosen Leitfaden zum EU AI Act anfordern

Auch externe Anbieter entdecken den Messenger als Plattform. In der ChatGPT-App für Android fanden Entwickler Code für einen WhatsApp-Sticker-Export. Nutzer könnten damit KI-Bilder direkt in Stickerpakete mit drei bis 30 Motiven verwandeln. Perplexity AI integriert derweil das Gemini-2.5-Flash-Modell in seinen WhatsApp-Bot – Bildbearbeitung per Textbefehl direkt im Chat.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69931098 |