WhatsApp, Multi-Account

WhatsApp iPhone: Multi-Account und Scam Alert starten jetzt

09.06.2026 - 21:35:56 | boerse-global.de

WhatsApp führt Multi-Account-Support, Chat-Filter und einen lokalen Betrugswarnmodus für iOS ein. Auch eine Klage gegen die NSO Group wurde eingereicht.

WhatsApp für iOS: Multi-Account, neue Filter und Scam-Alarm
WhatsApp - A smartphone screen showing WhatsApp chat filters and multi-account options, held by a person's hand. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Messaging-Dienst WhatsApp rollt ab sofort eine Reihe von Neuerungen für iPhone-Nutzer aus. Im Fokus stehen die Nutzung mehrerer Konten, verbesserte Chat-Organisation und erweiterte Sicherheitsfunktionen.

Multi-Account endlich auf dem iPhone

WhatsApp hat am 7. und 8. Juni 2026 mit der breiten Einführung der Multi-Account-Funktion für iOS begonnen. Mit Version 26.22.76 können Nutzer endlich zwei separate WhatsApp-Konten auf einem einzigen iPhone betreiben. Jedes Konto behält dabei seine eigene Chat-Historie, Benachrichtigungseinstellungen und Konfiguration.

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Der Wechsel zwischen den Konten erfolgt ohne Abmeldung: Ein langer Druck auf den „Du“-Tab genügt. Für alle, die beruflich und privat getrennte Nummern nutzen, dürfte diese Funktion eine echte Erleichterung sein.

Neue Chat-Filter für mehr Übersicht

Bereits mit Version 26.21.74, die am 8. Juni veröffentlicht wurde, hält ein überarbeitetes Chat-Interface Einzug. Besonders praktisch: Der neue „Entwürfe“-Filter sammelt automatisch alle Unterhaltungen mit ungesendeten Nachrichten. Wer kennt das nicht – eine Nachricht halb getippt, dann kam etwas dazwischen?

WhatsApp arbeitet zudem an voreingestellten Filtern für archivierte und gesperrte Chats. Die bisher separate Ansicht für Archiviertes soll künftig nahtlos in die Hauptoberfläche integriert werden. Gesperrte Chats bleiben dabei selbstverständlich durch biometrische Authentifizierung wie Face ID oder Touch ID geschützt. Nutzer können zudem selbst bestimmen, welche Filter sichtbar sind – weniger genutzte Listen wandern in ein sekundäres Menü.

Kommt der Instagram-Look?

Noch spannender: WhatsApp testet offenbar eine grundlegende Neugestaltung der Kontaktansicht. Ersten Berichten zufolge könnte ein neuer Kontakte-Tab den bisherigen Status-Tab ersetzen. Status-Updates würden dann an den oberen Bildschirmrand wandern. Branchenbeobachter sehen darin eine Annäherung an das Design von Instagram – beides gehört bekanntlich zum Meta-Konzern.

Sicherheit: Scam-Alarm und Einmal-Sehen für Texte

WhatsApp setzt auch bei der Sicherheit neue Akzente. Seit dem 7. Juni testet das Unternehmen ein „Scam Alert“-System. Die Funktion analysiert eingehende Nachrichten von unbekannten Absendern direkt auf dem Gerät und warnt vor möglichem Betrug. Weil die Analyse lokal erfolgt, bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unangetastet.

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Parallel dazu ist eine „Einmal ansehen“-Option für Textnachrichten in der Entwicklung. Beta-Versionen vom 8. Juni zeigen: Künftig sollen auch Textnachrichten nach dem einmaligen Lesen verschwinden. Kopieren, Weiterleiten oder Screenshots? Fehlanzeige – die Funktion blockiert all das.

NSO Group im Visier – und ein wichtiges Datum

Am 9. Juni 2026 hat WhatsApp rechtliche Schritte gegen die NSO Group eingeleitet. Der Vorwurf: Verstoß gegen eine frühere gerichtliche Anordnung. Ein Zeichen dafür, dass der Dienst weiterhin entschlossen gegen Spionagesoftware vorgeht.

Gleichzeitig müssen sich Nutzer älterer iPhones auf eine Änderung einstellen: Ab dem 30. November 2026 unterstützt WhatsApp nur noch Geräte mit iOS 15.5 oder neuer. Wer ein älteres Betriebssystem nutzt, sollte rechtzeitig ein Update planen – sonst heißt es bald: kein WhatsApp mehr.

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