WhatsApp iPad-App: Native Tablet-Version mit 32er-Anrufen live
07.06.2026 - 08:26:09 | boerse-global.de
Gleichzeitig bringt Meta umfassende Neuerungen bei Datenschutz, KI und Chat-Organisation.
Lang ersehnt: Die iPad-App ist da
Am heutigen Sonntag hat Meta die native iPad-Anwendung von WhatsApp im App Store veröffentlicht. Nutzer können die App kostenlos herunterladen und profitieren von der größeren Bildschirmfläche des Tablets. Die Software unterstützt die iPadOS-Multitasking-Funktionen Split View und Stage Manager – das bedeutet: Chatfenster bleiben neben anderen Apps geöffnet.
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In puncto Funktionsumfang steht die iPad-Version der mobilen App in nichts nach. Video- und Sprachanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern sowie integrierte Bildschirmfreigabe sind an Bord. Damit erfüllt Meta einen der am häufigsten geäußerten Nutzerwünsche: eine eigenständige Tablet-Erfahrung ohne Browser-Notlösungen.
„View-Once" für Textnachrichten: Neue Privatsphäre-Option
WhatsApp arbeitet an einer Erweiterung seiner flüchtigen Nachrichten. In der Android-Beta-Version 2.26.22.7 wurde eine „View-Once"-Funktion speziell für Textnachrichten entdeckt. Ähnlich wie bei Fotos und Videos sollen diese Nachrichten nach dem Lesen sofort verschwinden.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Nutzer aktivieren die Funktion durch langes Drücken des Sende-Buttons. WhatsApp plant, das Kopieren, Weiterleiten und Speichern dieser Nachrichten zu blockieren – inklusive Screenshot-Sperre. Branchenbeobachter sehen darin ein Werkzeug für besonders sensible Daten wie Passwörter oder Einmalcodes. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum steht allerdings noch aus.
KI-Assistent für Unternehmen: Der „Business Agent"
Bereits am Freitag hat Meta den „Business Agent" für WhatsApp Business weltweit eingeführt. Der KI-gestützte Assistent soll rund um die Uhr Kundenservice bieten und wird mit bisherigen Chatverläufen trainiert. Verfügbar ist das Tool auf iOS, Android und der WhatsApp Business Platform.
Unternehmen können zwischen drei Betriebsmodi wählen:
- Manuell: Klassische Bearbeitung durch Menschen
- Vorschläge: Die KI entwirft Antworten, die ein Mitarbeiter freigeben muss
- Vollautomatisch: Die KI übernimmt den Kundendialog eigenständig
Clever organisieren: Neue „Listen"-Funktion und Betrugswarnung
Ab sofort führt WhatsApp die „Listen"-Funktion ein. Nutzer können Chats in selbst erstellte Kategorien wie „Arbeit" oder „Familie" einordnen. Ein Filterbalken am oberen Rand der Chatliste macht die Navigation einfach. Die Funktion wird schrittweise weltweit ausgerollt.
Parallel dazu testet WhatsApp eine „Betrugswarnung" (Beta-Version 2.26.22.2). Die Technologie erkennt betrügerische Nachrichten von unbekannten Nummern – und das direkt auf dem Gerät. Die Inhalte verlassen niemals das Smartphone, landen also nicht auf Metas Servern. iOS-Nutzer erhalten zudem einen „Entwurf"-Filter für unfertige Nachrichten sowie neue Organisationsmenüs für archivierte und gesperrte Chats.
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Plattformübergreifend: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS
Ein wichtiger Schritt zur besseren Interoperabilität: Apple und Google haben die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android implementiert. Seit Freitag ist die Verschlüsselung in der iOS 26.5 Beta und den aktuellen Google-Messages-Versionen aktiv.
Die Sicherheitslösung basiert auf dem RCS Universal Profile 3.0 und nutzt das MLS-Protokoll (Messaging Layer Security). Teilnehmer der Beta-Programme sehen ein Vorhängeschloss-Symbol, das die verschlüsselte plattformübergreifende Unterhaltung anzeigt. Der Rollout erfolgt schrittweise über mehrere Monate.
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