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WhatsApp, Instagram, Facebook: Meta führt kostenpflichtige Plus-Versionen ein

03.06.2026 - 02:30:37 | boerse-global.de

Meta führt kostenpflichtige Abos für seine Kern-Apps ein und testet zudem KI-Tarife unter der Marke Meta One.

WhatsApp, Instagram, Facebook: Meta führt kostenpflichtige Plus-Versionen ein - Bild: über boerse-global.de
WhatsApp, Instagram, Facebook: Meta führt kostenpflichtige Plus-Versionen ein - Bild: über boerse-global.de

Der Facebook-Konzern startet eine neue Ära: WhatsApp, Instagram und Facebook bekommen kostenpflichtige „Plus“-Versionen – erstmals in der Geschichte der Plattformen. Hinzu kommt ein neues KI-Abonnement namens Meta One.

WhatsApp Plus: Mehr Komfort für kleines Geld

Für umgerechnet rund 2,80 Euro pro Monat erhalten Nutzer von WhatsApp Plus erweiterte Funktionen. Die Kernfunktionen des Messengers bleiben kostenlos – das Abo bietet lediglich kosmetische und organisatorische Verbesserungen. Dazu gehören:

  • eine größere Auswahl an Premium-Stickern
  • individuelle Design-Optionen
  • exklusive Klingeltöne
  • bis zu 20 angepinnte Chats in der Nachrichtenliste (bisher deutlich weniger)
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Meta setzt massiv auf neue Funktionen und KI-Modelle, um den digitalen Alltag seiner Nutzer zu verändern. Wie Sie moderne KI-Tools wie ChatGPT schon heute effektiv einsetzen, um im Alltag Zeit zu sparen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden

In Indien, einem der wichtigsten Märkte für WhatsApp, kostet das Abo umgerechnet etwa 79 Rupien. Die Einführung hat dort bereits Diskussionen ausgelöst: Einige Nutzer spekulieren, dass die App-Leistung nachgelassen habe, seitdem Werbung für die Abos geschaltet wird. Meta weist einen Zusammenhang jedoch zurück.

Instagram Plus und Facebook Plus: Mehr Privatsphäre und Kontrolle

Parallel dazu bringt Meta Instagram Plus und Facebook Plus auf den Markt – beide für rund 3,70 Euro pro Monat. Das Instagram-Abo ermöglicht unter anderem:

  • anonymes Ansehen von Stories
  • erweiterte Story-Verwaltung
  • unbegrenzte Zielgruppenlisten

Die Preise liegen damit auf dem Niveau vergleichbarer Angebote von Konkurrenten wie Snapchat oder Telegram Premium.

Meta One: KI-Abos für ambitionierte Nutzer

Mit der neuen Marke Meta One testet der Konzern gestaffelte Zugänge zu seinen KI-Funktionen. Drei Stufen sind geplant:

  • Meta One Plus für rund 7,40 Euro pro Monat
  • Meta One Premium für rund 18,60 Euro pro Monat
  • Spezielle Geschäftstarife für Creator und Unternehmen

Die teureren Tarife bieten höhere Rechenkapazitäten für komplexe Anfragen sowie erweiterte Funktionen zur Medien-Generierung. Besonders interessant: Die sogenannten „Reasoning“- oder „Thinking“-Modi des KI-Assistenten – also die Fähigkeit, komplexe Gedankengänge nachzuvollziehen und zu erklären.

Die Beta-Tests für die KI-Abos starteten Anfang Juni 2026 in Singapur, Guatemala und Bolivien. Meta betont, dass der KI-Assistent auch weiterhin teilweise kostenlos nutzbar bleibt.

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Creator und Unternehmen im Visier

Neben den Verbraucher-Angeboten testet Meta spezielle Pläne für Content-Ersteller und Geschäftskunden. Die Tarife liegen zwischen rund 14 und 46 Euro pro Monat und beinhalten:

  • Account-Verifizierung
  • erhöhte Reichweite
  • erweiterte Analyse-Tools

Erste Testmärkte sind Saudi-Arabien, Marokko, Thailand und Bangladesch. Diese Angebote sind vom bestehenden Meta Verified-Dienst zu unterscheiden.

Milliardenschwere Investitionen – und juristische Probleme

Der Vorstoß in Richtung Abo-Einnahmen kommt nicht von ungefähr. Meta investiert massiv in Künstliche Intelligenz und Rechenzentren – Schätzungen zufolge zwischen 125 und 145 Milliarden Euro. Branchenanalysten sehen in den neuen Diensten ein Potenzial für Milliarden-Einnahmen. Die Aktie des Konzerns notiert Anfang Juni allerdings rund sieben Prozent unter ihrem Jahresstart – trotz eines kurzen Kursanstiegs nach der Abo-Ankündigung.

Gleichzeitig kämpft Meta mit rechtlichen Hürden. Anfang Juni reichte der texanische Generalstaatsanwalt Klage ein. Der Vorwurf: Meta soll Nutzer hinsichtlich der Privatsphäre der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp getäuscht haben. Die Klage behauptet, Meta habe unbefugten Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten gehabt. Pro Verstoß drohen Zivilstrafen von umgerechnet bis zu 9.300 Euro.

In einem separaten Fall einigte sich Meta kürzlich auf eine Zahlung von rund 8,4 Millionen Euro – als Teil eines Vergleichs mit einem Schulbezirk in Kentucky. Die Gesamtvereinbarung über rund 25 Millionen Euro umfasst auch andere große Plattformen und betrifft Vorwürfe zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Schülern.

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