WhatsApp: Grüner Punkt zeigt Online-Status, iPad wird Hauptgerät
04.07.2026 - 06:14:29 | boerse-global.de
Der Messaging-Dienst WhatsApp hat gleich mehrere Neuerungen angekündigt – darunter eine visuelle Anzeige für aktive Kontakte und die Möglichkeit, das iPad eigenständig zu nutzen. Gleichzeitig gerät die Einführung eines Benutzernamens-Systems in die Schlagzeilen.
Grüner Punkt zeigt aktive Kontakte an
Seit dem 3. Juli 2026 testet WhatsApp in der iOS-Betaversion 26.26.10.72 eine neue Funktion: Ein grüner Punkt signalisiert auf einen Blick, welche Kontakte gerade online sind. Das Symbol erscheint in den Chat- und Kontaktinformationsbildschirmen und ersetzt die bisherige textbasierte Statusanzeige.
Die Neuerung respektiert die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen. Wer seine Online-Sichtbarkeit deaktiviert hat, bleibt auch für andere unsichtbar – der grüne Punkt erscheint dann nicht. Android-Nutzer kennen die Funktion bereits. Branchenbeobachter rechnen in den kommenden Wochen mit der Auslieferung an alle Nutzer der stabilen Version.
iPad wird zum eigenständigen Gerät
Ein größerer Schritt folgt mit der Version 26.25.74: WhatsApp ermöglicht es iPad-Nutzern jetzt, die App als primäres Gerät einzurichten. Bislang war das Tablet nur als „verknüpftes Gerät" nutzbar und benötigte eine aktive Verbindung zum Smartphone.
Die Neuerung bringt weitreichende Vorteile. Nutzer können ihr Konto direkt auf dem iPad registrieren – per Telefonnummer oder Passkey. Funktionen wie Live-Standortfreigabe, das Erstellen von Broadcast-Listen und die Nutzung von WhatsApp Flows stehen nun auch ohne Smartphone zur Verfügung.
Besonders praktisch: Die automatische Abmeldung nach 14 Tagen Smartphone-Inaktivität entfällt. Wer weiterhin beide Geräte parallel nutzen möchte, kann den bisherigen Companion-Modus beibehalten.
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Parallel dazu testet WhatsApp seit dem 3. Juli 2026 auf Android-Tablets eine überarbeitete Einrichtungsoberfläche. Sie fragt Nutzer explizit, ob sie das Tablet als Haupt- oder Zweitgerät verwenden möchten.
Benutzernamen-System stößt auf Widerstand
Die wohl kontroverseste Neuerung betrifft die Einführung von Benutzernamen. Seit dem 1. Juli 2026 können ausgewählte Nutzer erstmals einen persönlichen Handle reservieren. Das Ziel: Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Telefonnummer.
Whatsapp hat mehrere Sicherheitsmechanismen eingebaut. Ein vierstelliger PIN soll unerwünschte Kontaktaufnahmen verhindern, die maximale Länge der Benutzernamen liegt bei 35 Zeichen. Prominente Persönlichkeiten erhalten bevorzugten Zugriff, um Identitätsdiebstahl vorzubeugen.
Doch die indische Regierung reagierte prompt. Am 2. Juli 2026 forderte sie WhatsApp offiziell auf, die Einführung in Indien zu stoppen. Das Land zählt über 500 Millionen WhatsApp-Nutzer – der größte Markt des Dienstes.
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Die Behörden befürchten, dass Benutzernamen Cyberkriminalität und Betrug erleichtern könnten, da sie die Identifizierung von Tätern erschweren. Meta betont dagegen, dass die eigenen Anti-Spam-Systeme und das Fehlen eines öffentlichen Verzeichnisses die Risiken minimieren.
Der Rollout in Indien bleibt vorerst ausgesetzt. Branchenexperten rechnen nicht vor dem vierten Quartal 2026 mit einer weltweiten Freischaltung der Funktion.
