WhatsApp führt personalisierte Status-Listen ein
25.05.2026 - 03:11:17 | boerse-global.deDer Messenger-Dienst erweitert seine Funktionen – und steht gleichzeitig unter massivem juristischem Druck.
WhatsApp hat am 23. Mai 2026 ein bedeutendes Update für seine Status-Funktion veröffentlicht. Nutzer auf iOS und Android können nun maßgeschneiderte Status-Listen erstellen und private Updates gezielt mit bestimmten Gruppen teilen – etwa einem exklusiven „Close Friends"-Kreis. Wer seinen Status nur für einen eingeschränkten Empfängerkreis postet, erkennt das künftig an einem lila Ring um das Profilbild.
Neue Kontrollmöglichkeiten und überarbeitete Oberfläche
Die Einführung der benutzerdefinierten Status-Listen markiert einen Schritt hin zu mehr Privatsphäre beim Teilen von Inhalten. Bislang konnten Nutzer nur zwischen „allen Kontakten" und „ausgewählten Kontakten" wählen – jetzt lassen sich dauerhafte Gruppen für bestimmte Empfänger anlegen.
Während WhatsApp wegen seiner Verschlüsselungsversprechen unter juristischem Druck steht, suchen viele Nutzer nach transparenten Wegen für ihre private Kommunikation. Dieser kostenlose Report zeigt, wie der Wechsel zu einer datenschutzfreundlichen Alternative in nur fünf Minuten gelingt. Telegram Startpaket: Die sichere Alternative jetzt kostenlos sichern
Parallel dazu testet WhatsApp seit dem 24. Mai 2026 in der iOS-Betaversion einen neuen „Contacts Hub". Die Funktion soll helfen, schneller zu erkennen, welche Kontakte gerade online oder kürzlich aktiv waren. Ein Bereich für Favoriten und kürzlich aktive Nutzer ist bereits integriert. Wichtig: Wer seine eigene Online-Präsenz nicht teilt, kann auch die anderer nicht einsehen.
Weitere Interface-Anpassungen betreffen Android-Nutzer: Ein neues Chat-Liste-Design und verbesserte Navigation für Gruppeninformationen sind in der Entwicklung. Auch Sticker-Reaktionen für Status-Updates und ein neues Kontakt-Raster für iOS stehen auf dem Plan.
Anonymität im Fokus: Benutzernamen und flüchtige Nachrichten
WhatsApp arbeitet an mehreren Features, die die Anonymität der Nutzer erhöhen sollen. Seit dem 24. Mai 2026 testet der Dienst eine optionale Benutzernamen-Funktion. Künftig könnte man kommunizieren, ohne die eigene Telefonnummer preiszugeben. Die Nummer bliebe zwar für die Anmeldung nötig, der 3 bis 35 Zeichen lange Benutzername würde aber als öffentliche Identifikation dienen.
Auch die Funktion für verschwindende Nachrichten wird erweitert. Ein neuer Timer, der erst nach dem Öffnen einer Nachricht startet, befindet sich im Test. Bisher begann der Countdown mit dem Absenden. Künftig sollen Optionen von fünf Minuten, einer Stunde oder zwölf Stunden zur Verfügung stehen – ergänzend zu den bestehenden 24-Stunden-, Sieben-Tage- und 90-Tage-Intervallen.
Schwere Vorwürfe: Klage wegen angeblicher Täuschung
Die Produktoffensive fällt in eine Zeit massiver rechtlicher Auseinandersetzungen. Am 21. Mai 2026 reichte der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton Klage gegen Meta und WhatsApp ein. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe rund 3,3 Milliarden Nutzer über die Wirksamkeit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung getäuscht. Ein internes System soll demnach Mitarbeitern Zugriff auf Nachrichten ermöglicht haben – ein Verstoß gegen den Texas Deceptive Trade Practices Act.
Meta wies die Vorwürfe als falsch und absurd zurück. Auch Kryptographie-Experten der ETH Zürich und des King's College London äußerten Skepsis. Die Beweislage für einen Bruch des Verschlüsselungsprotokolls sei dünn. Sie wiesen auf ein häufiges Missverständnis hin: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schütze den Inhalt von Nachrichten, nicht aber Metadaten wie Zeitstempel oder Empfängerinformationen. Auch Cloud-Backups und gemeldete Nachrichten seien nicht abgedeckt.
Telegram-Gründer Pavel Durov bezeichnete WhatsApps Verschlüsselungsversprechen am 23. Mai 2026 als „massiven Betrug". Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Meta mit tausenden weiteren Klagen konfrontiert ist – darunter Verfahren zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit Jugendlicher.
Sicherheitstrends und Infrastruktur
Die gesamte Mobilfunkbranche reagiert derzeit auf eine Welle hochentwickelter digitaler Bedrohungen. Branchenbeobachter verzeichnen einen Anstieg KI-gesteuerter Phishing-Kampagnen und Banking-Trojaner. Allein im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Banking-Trojaner-Fälle um 196 Prozent auf über 1,2 Millionen.
Apple veröffentlichte Anfang Mai 2026 iOS 26.5, das 52 Sicherheitslücken schloss – darunter eine kritische Schwachstelle (CVE-2026-28950). Das Update führte zudem Post-Quanten-Kryptographie-Standards ein, um Kommunikationsprotokolle gegen zukünftige Bedrohungen zu wappnen. Solche System-Updates bestimmen maßgeblich, wie schnell Drittanbieter-Apps wie WhatsApp neue Sicherheitsfunktionen implementieren können.
Angesichts der massiv steigenden Gefahr durch Banking-Trojaner und Phishing-Angriffe warnen Experten vor unzureichend geschützten Geräten. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt fünf einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Smartphone in wenigen Minuten gegen Hacker absichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt kostenlos entdecken
Ausblick: Was bringt die zweite Jahreshälfte?
WhatsApp wird voraussichtlich noch 2026 viele der aktuell getesteten Features offiziell einführen – darunter das Benutzernamen-System und die verschwindenden Nachrichten mit Lese-Timer. Der Ausgang des texanischen Rechtsstreits könnte richtungsweisend dafür sein, wie Technologieunternehmen künftig ihre Sicherheitsprotokolle vermarkten müssen.
Branchenexperten erwarten, dass die Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und Privatsphäre das bestimmende Thema bleibt. Die für Juni 2026 anberaumte Worldwide Developers Conference (WWDC) dürfte weitere Weichenstellungen zeigen, wie mobile Betriebssysteme Datenschutz und KI-Integration künftig handhaben – mit direkten Auswirkungen auf die Entwicklungs-Roadmap großer Kommunikationsplattformen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
