WhatsApp-Fehler: Anrufer sehen Fotos trotz gesperrtem Display
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 03:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Softwarefehler in WhatsApp für Android ermöglicht es Anrufern, Foto-Vorschauen auf dem Gerät des Angerufenen einzusehen, obwohl dessen Bildschirm gesperrt ist. Wie 9to5google.com am Mittwoch berichtete, lässt sich der Fehler über einen Videoanruf in Kombination mit Effekten und der Fotobearbeitungsfunktion von Meta AI auslösen.
So funktioniert der Exploit
Der Zugriff auf die Foto-Vorschauen erfolgt laut dem Bericht während eines laufenden Videoanrufs, wenn die Effekt- und die Meta-AI-Fotobearbeitungsfunktion zusammenwirken. Auf diesem Weg können Bildinhalte sichtbar werden, obwohl das Smartphone eigentlich durch eine Displaysperre geschützt sein sollte.
Nach Angaben von 01net.com ist für die Ausnutzung des Fehlers allerdings physischer Zugriff auf das Gerät erforderlich – ein rein aus der Ferne durchführbarer Angriff ist damit ausgeschlossen.
Entdeckt wurde die Schwachstelle laut 01net.com von Jose Rodriguez. Der Fehler wurde nach Angaben von notebookcheck.net sowohl an Meta als auch an Google gemeldet.
Betroffene Geräte
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Nicht jedes Android-Smartphone reagiert gleich auf den Exploit. Laut notebookcheck.net wurde der Fehler erfolgreich auf einem Pixel 6 Pro mit Android 17 sowie einem Oppo K13 mit ColorOS 16 nachgestellt.
Ein Samsung Galaxy S25 Ultra mit One UI 8.5 blockierte den Zugriff hingegen. 9to5google.com bestätigt, dass Geräte wie Pixel- und Oppo-Modelle betroffen sind, während Samsung-Smartphones nicht anfällig sind.
Auch iPhones bleiben von dem Problem verschont. Grund dafür ist laut notebookcheck.net das Framework CallKit, über das Apple eingehende Anrufe verwaltet und das die von WhatsApp genutzte Kombination aus Effekten und Bildbearbeitung offenbar unterbindet.
Reaktion und Empfehlungen für Nutzer
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Ein Fix für die Schwachstelle wird laut 01net.com erwartet, ein konkreter Zeitpunkt für die Behebung wurde bislang nicht genannt. Bis dahin rät makeuseof.com Android-Nutzern zu zwei möglichen Schutzmaßnahmen: Zum einen könne der Foto-Zugriff von WhatsApp in den Systemeinstellungen auf „eingeschränkt“ gesetzt werden, zum anderen sei es möglich, der App die Kamera-Berechtigung vollständig zu verweigern.
Da für die Ausnutzung des Fehlers physischer Zugriff auf das entsperrte oder zumindest physisch zugängliche Gerät nötig ist, betrifft das Risiko in erster Linie Situationen, in denen Dritte kurzzeitig Zugang zu einem fremden Smartphone erhalten – etwa wenn ein Gerät unbeaufsichtigt liegen bleibt.
Nutzer betroffener Pixel- und Oppo-Geräte sollten die empfohlenen Berechtigungsanpassungen bis zur Veröffentlichung eines offiziellen Updates in Betracht ziehen.
