WhatsApp: Eine Milliarde Nutzer nutzen Passkeys zur Anmeldung
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 07:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WhatsApp hat am 28. August 2026 bekanntgegeben, dass mittlerweile über eine Milliarde Nutzer Passkeys zur Anmeldung verwenden. Die Zahl markiert einen deutlichen Fortschritt bei der Umstellung von klassischen Zugangsdaten auf biometrische oder gerätebasierte Anmeldeverfahren innerhalb des Messenger-Diensts.
Neue Zwei-Faktor-Verifizierung ersetzt PIN
Im Zuge der Ankündigung stellte WhatsApp zudem seine Zwei-Faktor-Verifizierung um: Statt einer sechsstelligen PIN verlangt der Dienst künftig ein Passwort mit mindestens acht Zeichen, das sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten muss.
Nutzer können außerdem mehrere Passkeys pro Konto hinterlegen, was den Zugriff über verschiedene Geräte hinweg erleichtern soll. WhatsApp empfiehlt Nutzern ausdrücklich, sowohl ein Passwort als auch einen Passkey einzurichten, um ihr Konto zusätzlich abzusichern.
Mehr Kontext bei unbekannten Anrufern
Parallel zur Passkey-Meldung führte WhatsApp auf Android eine Funktion ein, die bei Anrufen von unbekannten Nummern zusätzlichen Kontext anzeigt – etwa das Herkunftsland des Anrufers oder gemeinsame Gruppen, in denen beide Parteien Mitglied sind. Eine Unterstützung dieser Funktion für iOS wurde bislang nicht angekündigt.
Angesichts der zunehmenden Digitalisierung unserer Kommunikation fragen sich viele Nutzer, was genau hinter den neuen Technologien steckt, die Passwörter für immer ablösen sollen. Ein kostenloser Report zeigt Ihnen, wie Sie Passkeys bei Diensten wie WhatsApp, Amazon und Microsoft sofort einrichten und nutzen. Passkey-Technologie jetzt kostenlos verstehen und nutzen
Insgesamt ordnet WhatsApp die drei Maßnahmen – das neue Passwortsystem, die Ausweitung der Passkey-Nutzung und die Anrufer-Kontextanzeige – als Schutz vor Hacking und Betrug ein.
Scam Alert in der Android-Beta
Bereits bekannt ist, dass WhatsApp parallel eine Funktion namens Scam Alert in der Android-Beta testet. Laut WABetaInfo ist die Funktion seit dem 30. August 2026 in der Beta-Version 2.26.34.1 für eine begrenzte Nutzergruppe verfügbar und lässt sich optional unter Einstellungen > Account aktivieren.
Ein On-Device-ML-Modell soll dabei Nachrichten von unbekannten Kontakten auf Betrugsmuster prüfen, ohne dass Nachrichteninhalte das Gerät verlassen oder an Meta übermittelt werden.
Wer sich mit dem Schutz vor digitalen Betrugsmaschen befasst, erkennt schnell, dass eine sichere Anmeldung nur der erste Schritt zu einem geschützten Account ist. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, warum Experten für die tägliche Nutzung von WhatsApp, PayPal und Co. genau fünf zentrale Schutzmaßnahmen empfehlen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für Android herunterladen
Erkennt das System eine verdächtige Nachricht, erhalten Nutzer eine Warnung direkt im Chat und können den Absender blockieren oder melden. Optional besteht die Möglichkeit, die letzten fünf Nachrichten eines Chats zur weiteren Prüfung zu teilen. Ein Starttermin für iOS ist bislang nicht bekannt.
Einordnung
Die Kombination aus stärkerer Authentifizierung, mehr Transparenz bei unbekannten Anrufern und einer lokal arbeitenden Betrugserkennung zeigt, dass WhatsApp Sicherheitsfunktionen zunehmend direkt auf den Geräten der Nutzer verankert, statt Daten zentral bei Meta zu verarbeiten.
Für Nutzer bedeutet die Umstellung auf Passwörter und Passkeys vor allem, dass sie ihre Kontosicherung in den kommenden Wochen überprüfen und gegebenenfalls neu einrichten sollten, da die bisherige PIN-basierte Verifizierung durch das neue System abgelöst wird.
