WhatsApp-Diktat, Android-Beta

WhatsApp-Diktat: Android-Beta wandelt Sprache auch ohne Internet in Text um

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 04:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp erprobt lokale Spracheingabe, Agenten-Chats und geteilte Designs. Auch Emojis, Chat-Themes und Suchleisten werden in Beta-Versionen angepasst.

WhatsApp testet Offline-Diktat und neue Funktionen für Chats
Ein hochwertiges Mikrofon auf einem schlichten Holztisch bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp experimentiert in aktuellen Testversionen mit einer Funktion zum Offline-Diktieren von Nachrichten. Wie aus der am 21. September 2026 untersuchten Android-Beta 2.26.37.8 hervorgeht, soll gesprochene Sprache direkt auf dem Endgerät in Text umgewandelt werden können, ohne dass eine aktive Internetverbindung für den Erkennungsprozess erforderlich ist. Eine Internetverbindung bleibt jedoch weiterhin notwendig, um die so erstellten Textnachrichten im Anschluss zu versenden.

Lokale Spracherkennung und Vorbereitung der Sprachpakete

Für die Nutzung der neuen Diktierfunktion müssen Anwender vorab entsprechende Sprachpakete auf ihr Smartphone herunterladen. Erste Grundlagen hierfür wurden bereits in der Android-Beta 2.26.37.5 geschaffen, die Pakete für Deutsch, Französisch, Italienisch und Japanisch sowie verschiedene Varianten der englischen Sprache enthielt. Die lokale Verarbeitung dient dazu, die Privatsphäre zu wahren und die Abhängigkeit von Cloud-Diensten während der Eingabe zu reduzieren.

Die integrierte Funktion wandelt die Audioeingabe vor dem Versand in eine reguläre Textnachricht um. Der Empfänger erhält eine gewöhnliche Mitteilung, die weder Audiodaten enthält noch einen Hinweis darauf gibt, dass der Text diktiert wurde. Derzeit ist die Funktion in der Beta-Version noch nicht für alle Tester freigeschaltet.

Informationen über einen offiziellen Starttermin für die stabile Version oder eine mögliche Verfügbarkeit für das iPhone liegen bislang nicht vor. WhatsApp plane den Einsatz der Diktierfunktion für Einzelchats, Gruppen und Kanäle, wobei sich der Funktionsumfang in der laufenden Testphase noch ändern könne.

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Integration von Drittanbieter-Agenten auf iOS

Parallel zu den Entwicklungen im Android-Ökosystem rollt WhatsApp eine Funktion für Chats mit Drittanbieter-Agenten auf iOS aus. Diese ist für einen begrenzten Nutzerkreis in ausgewählten Ländern über die iOS-Beta 26.37.10.70 (TestFlight) verfügbar. Pro Konto sollen bis zu five solcher Agenten eingerichtet werden können, wobei Name, Foto und ein API-Schlüssel zur Identifikation dienen.

Ein wesentliches Merkmal dieser Agent-Chats ist der Verzicht auf die sonst übliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Nachrichten in diesen Konversationen werden über einen Meta-Dienst geleitet und können vom jeweiligen Drittanbieter verarbeitet und unverschlüsselt gespeichert werden.

Die Anbieter agieren dabei als unabhängige Entwickler. Die Agenten haben laut den Spezifikationen nur Zugriff auf Inhalte, die unmittelbar im jeweiligen Chat geteilt werden; andere Konversationen, Kontakte oder Medien bleiben für sie verborgen. Temporäre Nachrichten werden in diesen speziellen Chats derzeit nicht unterstützt.

Erweiterte Personalisierung und Anpassung der Benutzeroberfläche

Im Bereich der Gestaltung arbeitet der Dienst an Möglichkeiten, Chat-Themes mit anderen Nutzern zu teilen. In der iOS-Beta 26.37.10.16 wurde eine Funktion entdeckt, mit der Hintergrundbilder, Blasenfarben und sogar eigene Fotos als Hintergründe synchronisiert werden könnten. Empfänger hätten dabei die Option, das geteilte Design nachträglich wieder zu ändern.

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Für Android-Nutzer wurden in der Beta 2.26.37.6 bereits überarbeitete Chat-Themes für ausgewählte Tester bereitgestellt. Diese gliedern sich in fünf Kategorien: Featured, Nature, Live, Minimal und Doodle. Nutzer können Hintergründe separat auswählen, wobei neben Bildern aus der eigenen Galerie auch KI-generierte Hintergründe sowie verschiedene Farbverläufe zur Verfügung stehen.

Zudem erhalten Plus-Abonnenten in der Android-Beta 2.26.38.4 die Möglichkeit, die Standard-Emojis der Reaktionsleiste durch beliebige Emojis zu ersetzen. Während Nicht-Abonnenten die Einstellungsoption zwar sehen können, bleibt die aktive Nutzung den zahlenden Kunden vorbehalten.

Abgerundet werden die aktuellen Testreihen durch Anpassungen an der Benutzeroberfläche. Einem Bericht vom 20. September 2026 zufolge testet WhatsApp in der Android-Beta zwei fest integrierte Suchleisten. Diese befinden sich über der Chatliste sowie im Tab für Updates. Letztere soll insbesondere das Auffinden abonnierter Kanäle und das Entdecken neuer Inhalte vereinfachen, ohne die grundlegende Suchfunktion zu verändern.

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