WhatsApp, Cloud

WhatsApp Cloud: Meta baut eigene Backup-Lösung gegen iCloud

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 12:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de

WhatsApp entwickelt eine eigene Cloud für iPhone-Backups mit 2 GB Gratisspeicher und automatischer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als iCloud-Alternative.

WhatsApp plant eigene Cloud-Backups für iPhones als iCloud-Alternative
Leuchtendes digitales Wolkensymbol über einem Smartphone mit WhatsApp-Logo, abstrakte Server-Racks im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messenger-Dienst entwickelt eine unabhängige Speicherlösung – als Alternative zu Apples iCloud.

Neue technische Hinweise in der Beta-Version 26.28.10.16 vom 13. und 14. Juli 2026 deuten darauf hin, dass WhatsApp an einer eigenen Cloud-Infrastruktur für Chat-Backups auf iPhones arbeitet. Der Meta-Konzern will sich damit offenbar von Apples iCloud unabhängiger machen.

Gestaffelte Speichermodelle geplant

Das neue System soll ein abgestuftes Preismodell erhalten. 2 GB Speicherplatz stellt WhatsApp voraussichtlich kostenlos zur Verfügung. Für Nutzer mit umfangreicheren Chat-Verläufen sind kostenpflichtige Tarife in Vorbereitung: Ein 50-GB-Paket soll rund 0,99 Euro pro Monat kosten.

Darüber hinaus deuten die Beta-Daten auf einen 1-TB-Tarif hin – gedacht für Nutzer mit großen Medienarchiven. Bislang war iCloud der Standardweg für iOS-Backups. Mit der eigenen Infrastruktur würde WhatsApp erstmals eine direkte Cloud-Sicherung auf dem iPhone anbieten, die nicht über Apple läuft.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard

Ein Kernmerkmal des neuen Backup-Systems: Die Verschlüsselung ist standardmäßig aktiviert. Anders als bei aktuellen Cloud-Backups, bei denen erweiterte Sicherheitsfunktionen oft manuell eingeschaltet werden müssen, werden die Daten bereits vor dem Hochladen auf WhatsApps Servern verschlüsselt.

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Nutzer können ihre Backups auf verschiedene Weise sichern:

  • Ein persönliches Passwort
  • Einen Passkey
  • Einen 64-stelligen Wiederherstellungsschlüssel

Branchenbeobachter weisen auf die Kehrseite dieser hohen Privatsphäre hin: Wer sein Passwort oder den Recovery-Key verliert, hat keinen Zugriff mehr auf die gesicherten Daten. WhatsApp selbst besitzt keinen Master-Key, um verschlüsselte Dateien zu entsperren.

Hintergrund: Plattformwechsel und neue Freiheiten

Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Anfang Juli 2026 – konkret ab dem 7. Juli – zählen WhatsApp-Backups auf Android bereits auf das 15-GB-Kontingent von Google Drive an. Zuvor blieben diese Sicherungen (im Schnitt rund 40 MB bei Basiskonfigurationen) vom Speicherkontingent verschont.

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WhatsApps eigener Cloud-Dienst könnte zudem den plattformübergreifenden Wechsel erleichtern. Statt an iCloud oder Google Drive gebunden zu sein, würden die Daten auf den eigenen Servern liegen. Das ermöglicht einen reibungsloseren Transfer von Chat-Verläufen zwischen verschiedenen Betriebssystemen.

Die Entwicklung fällt in eine Phase großer Veränderungen im mobilen Ökosystem. Am 13. Juli 2026 veröffentlichte Apple die ersten öffentlichen Betas von iOS 27 und iPadOS 27 – mit neuen KI-Funktionen und Design-Anpassungen. Einen offiziellen Starttermin oder eine öffentliche Beta für den WhatsApp-Cloud-Dienst gibt es noch nicht. Die internen Tests deuten jedoch auf einen strategischen Schritt in Richtung mehr Eigenständigkeit hin.

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