WhatsApp Cloud-Backup: Eigener Dienst mit 2 GB kostenlos
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WhatsApp erweitert sein Angebot rund um Datenschutz und Speicherverwaltung. Neben neuen Funktionen zur Kontrolle über den Speicherplatz auf dem Smartphone entwickelt Meta laut dem Branchendienst WABetaInfo derzeit einen eigenen Cloud-Backup-Dienst für iPhone-Nutzer, der als Alternative zu Apples iCloud dienen soll.
Eigener Cloud-Speicher als Alternative zu iCloud
Bislang sichern iPhone-Nutzer ihre WhatsApp-Chats in der Regel über iCloud. Künftig soll es laut WABetaInfo eine hauseigene Lösung geben: Der neue Dienst soll 2 GB Speicherplatz kostenlos bereitstellen, kostenpflichtige Pläne sollen bis zu 1 TB reichen. Nutzer könnten damit künftig wählen, ob sie ihre Backups über iCloud oder über die WhatsApp-eigene Cloud sichern.
Ein zentraler Unterschied zwischen beiden Optionen betrifft die Verschlüsselung: Bei den WhatsApp-eigenen Backups soll die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig aktiviert und nicht abschaltbar sein. Bei iCloud-Backups bleibt sie dagegen optional. Als primäre Absicherung ist ein Passkey vorgesehen, alternativ soll ein Passwort oder ein 64-stelliger Schlüssel zur Verfügung stehen.
Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für den neuen Dienst nannte WABetaInfo bislang nicht. Auch an einer entsprechenden Lösung für Android-Geräte soll bereits gearbeitet werden, Details dazu liegen noch nicht vor.
Mehr Kontrolle über den Speicherplatz im Chat
Parallel zur Backup-Neuerung baut WhatsApp die integrierte Speicherverwaltung aus. Nutzer sollen künftig gezielt große Mediendateien aus einzelnen Chats entfernen können, ohne dabei den restlichen Gesprächsverlauf zu verlieren. Der Weg dorthin führt über den jeweiligen Chat: Nach Antippen des Kontakts oder der Gruppe gelangen Nutzer in die Speicherverwaltung, wo sich unnötige Dateien gezielt löschen lassen.
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Damit reagiert der Messenger auf ein bekanntes Problem vieler Nutzer, deren Gerätespeicher durch angesammelte Fotos, Videos und Dokumente in Chats knapp wird.
Strengere Datenschutzeinstellungen und mehr Flexibilität
Zusätzlich zur Speicherverwaltung hat WhatsApp die Datenschutzoptionen verschärft: Neue Einstellungen sollen verhindern, dass Anhänge von unbekannten Absendern automatisch empfangen werden können. Damit soll unerwünschten oder potenziell schädlichen Inhalten von Fremdkontakten vorgebeugt werden.
Auch bei der Geräteverwaltung gibt es Neuerungen: Auf einem iPhone lassen sich künftig zwei WhatsApp-Konten parallel nutzen – eine Funktion, die bislang vor allem von Android-Nutzern bekannt war und nun auch Apple-Geräten zur Verfügung steht.
Wiederherstellung gelöschter Inhalte und neue Vorschaufunktion in der Testphase
Ergänzend dazu ist eine Anleitung zur Wiederherstellung versehentlich gelöschter WhatsApp-Nachrichten und Fotos sowohl für Android- als auch für iPhone-Geräte verfügbar geworden, die betroffenen Nutzern helfen soll, verlorene Inhalte zurückzuholen.
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Darüber hinaus testet WhatsApp mit ausgewählten Android-Beta-Nutzern der Version 2.26.32.11 eine neue Funktion, die Vorschauen von Fotos, Videos und Stickern direkt in der Chat-Liste anzeigt. Die Funktion befindet sich derzeit in der Erprobungsphase und steht noch nicht allen Nutzern zur Verfügung.
Insgesamt zeichnet sich ab, dass Meta die Balance zwischen Nutzerkomfort, Speicherplatzmanagement und Datenschutz bei WhatsApp weiter verschieben will – mit dem geplanten eigenen Cloud-Dienst als bislang größtem angekündigten Vorhaben in diesem Bereich.
