WhatsApp-ChatGPT, EU-Kommission

WhatsApp-ChatGPT: EU-Kommission erzwingt Rückkehr ab Juli

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 07:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nach DMA-Verfügung der EU-Kommission ist ChatGPT auf WhatsApp in Europa wieder nutzbar. Meta musste den Zugang für den KI-Dienst öffnen.

EU erzwingt Rückkehr: ChatGPT wieder auf WhatsApp verfügbar
Smartphone mit WhatsApp und ChatGPT-Chat, verbunden durch leuchtende Linien mit einer EU-Karte, symbolisiert KI-Integration und Regulierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die EU-Kommission zwang Meta per Verfügung zur Öffnung seiner Plattform.

Brüssel setzt sich durch

Seit dem 13. Juli 2026 können Nutzer in der EU, der Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen wieder mit dem KI-Assistenten direkt in WhatsApp chatten. Möglich machte das eine einstweilige Verfügung der EU-Kommission vom 9. Juni 2026, die auf den Digital Markets Act (DMA) gestützt war.

Die Behörde stufte WhatsApp als dominanten „Gatekeeper“ ein und ordnete an, dass Meta den Zugang für konkurrierende KI-Dienste kostenfrei wiederherstellen muss. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Der lange Weg zurück

Der Konflikt eskalierte am 15. Januar 2026, als Meta ChatGPT, Microsoft Copilot und Perplexity von seinen Messaging-Diensten aussperrte. Im März 2026 versuchte der Konzern dann ein Bezahlmodell einzuführen – zwischen 0,049 und 0,13 Euro pro Nachricht für die Integration Dritter.

Die EU-Kommission stellte sich quer. Das Ergebnis: Meta musste nachgeben. Der Aktienkurs des Konzerns lag am 14. Juli bei umgerechnet rund 600 Euro.

Was der Chatbot kann

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Seit dem 13. Juli 2026 ist ChatGPT wieder direkt in WhatsApp verfügbar – doch erste Nutzer berichten von temporären Sperren. Als IT-Administrator sollten Sie jetzt Ihre Richtlinien für KI-Zugriff über Messaging-Plattformen prüfen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie DMA-konform bleiben. Compliance-Leitfaden jetzt anfordern

Die WhatsApp-Integration nutzt die Modelle GPT-5.5 und gpt-image-2. Nutzer erreichen den Bot über einen verifizierten Kontakt oder die Nummer 1-800-CHATGPT (+1-800-242-8478). Die Funktionen im Überblick:

  • Textanfragen und Code-Hilfe
  • Übersetzungen und Zusammenfassungen
  • Bildgenerierung und Bildabfragen
  • Sprachnachrichten und mehrsprachige Unterstützung

Ein separates OpenAI-Konto ist für die Grundnutzung nicht nötig. Wer höhere Limits braucht, kann optional sein Konto verknüpfen. Allerdings gibt es Einschränkungen: maximal ein Bild pro Anfrage und eine Abkühlphase nach Sprachnachrichten.

Technische Probleme zum Start

Ganz reibungslos läuft die Rückkehr nicht. Am 14. Juli 2026 berichteten Nutzer von temporären WhatsApp-Sperren nach dem Versenden von Nachrichten an den ChatGPT-Bot. IT-Administratoren wird empfohlen, die Unternehmensrichtlinien für KI-Zugriff über Messaging-Plattformen zu überprüfen.

OpenAIs globale Strategie

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Die WhatsApp-Rückkehr ist Teil einer größeren Expansion. Vor der Sperre im Januar nutzten angeblich über 50 Millionen aktive Nutzer ChatGPT auf WhatsApp – die Plattform selbst hat weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer.

Erst im Juni 2026 startete OpenAI eine Kooperation mit Viber, zunächst mit Fokus auf die Philippinen. Zudem ist GPT-5 in KakaoTalk integriert, einem Dienst, den über 90 Prozent der Südkoreaner nutzen. Metas eigener KI-Assistent bleibt weiterhin in WhatsApp verfügbar – die EU-Verfügung stellt nur sicher, dass auch Drittanbieter eine Chance bekommen.

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