WhatsApp-Betrug, BACS

WhatsApp-Betrug: BACS warnt vor Sofia-Schulwettbewerb-Masche

29.05.2026 - 12:45:19 | boerse-global.de

Neue Betrugswelle auf WhatsApp zielt auf Verifizierungscodes ab. Behörde rät zur Zwei-Faktor-Authentifizierung und gibt Schutzempfehlungen.

Bloom Energy: La acción volátil que alimenta la inteligencia artificial - Foto: über boerse-global.de
Bloom Energy: La acción volátil que alimenta la inteligencia artificial - Foto: über boerse-global.de

Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die auf WhatsApp-Verifizierungscodes abzielt. Seit Ende Mai nutzen Kriminelle eine emotionale Geschichte, um an die Zugangsdaten ihrer Opfer zu gelangen.

So funktioniert der Betrug

Die Täter geben vor, für ein Kind namens „Sofia“ bei einem Schulwettbewerb abstimmen zu wollen. Der versendete Link führt auf eine manipulierte Webseite. Dort werden Nutzer aufgefordert, entweder einen WhatsApp-Verifizierungscode einzugeben oder einen QR-Code zu scannen.

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Wer den Code scannt, verknüpft das Gerät der Angreifer mit dem eigenen Konto. Die Folge: Die Täter erhalten vollen Zugriff auf Chats, Kontakte und Medien. Das BACS rät: Niemals Verifizierungscodes weitergeben und QR-Codes nur für eigene Geräte nutzen. Als zusätzlichen Schutz empfiehlt die Behörde die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Große Lücken in der Medienerziehung

Parallel zu den technischen Risiken zeigen aktuelle Daten des Cybersicherheitsmonitors 2025 erhebliche Defizite in deutschen Familien. Nur 47 Prozent der Eltern von 6- bis 13-Jährigen sprechen regelmäßig mit ihren Kindern über deren Internetaktivitäten. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren sinkt dieser Wert auf 42 Prozent.

Das BSI empfiehlt ein Fünf-Punkte-Programm: Altersbeschränkungen aktivieren, Jugendschutzfilter einrichten, In-App-Käufe absichern, App-Berechtigungen prüfen und feste Bildschirmzeiten vereinbaren. Medienpädagogin Anja Pielsticker betont, wie wichtig es sei, Kinder frühzeitig an einen verantwortungsvollen Umgang mit Technik heranzuführen.

UN-Menschenrechtler Volker Türk fordert zudem, Sicherheit direkt in Plattformen zu integrieren – statt auf Pauschalverbote zu setzen. Er kritisiert besonders suchterzeugende Designelemente und verlangt strengere Richtlinien für Online-Werbung.

Meta führt Bezahlmodelle ein

Mitten in der Sicherheitsdebatte kündigt Meta-Produktchefin Naomi Gleit eine globale Änderung der Geschäftsstrategie an. Unter der Marke „Meta One“ führt der Konzern kostenpflichtige Zusatzoptionen ein. „WhatsApp Plus“ kostet monatlich 2,99 Euro und bietet individuelle Klingeltöne, Premium-Sticker, bis zu 20 anpinnbare Chats und mehr Profil-Personalisierung.

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Für Profis testet Meta zudem Pakete wie „Meta One Plus“ für 7,99 Euro und „Meta One Premium“ für 19,99 Euro – mit erweiterter KI-Nutzung. Die Kernfunktionen bleiben weiterhin kostenlos.

Technisch arbeitet WhatsApp an einem Privacy-Upgrade: In Beta-Versionen wird eine username-basierte Funktion getestet. Damit können Nutzer künftig chatten, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Die Namen müssen zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und lassen sich jederzeit ändern. Ein Termin für den öffentlichen Start steht noch nicht fest.

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