WhatsApp-Benutzernamen, Funktion

WhatsApp-Benutzernamen: Neue Funktion schützt Privatsphäre ohne Telefonnummer

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp führt Benutzernamen ein, um die Telefonnummer zu schützen. Verbraucherschützer warnen vor neuen Risiken durch plattformübergreifendes Tracking.

WhatsApp testet Benutzernamen: Mehr Privatsphäre ab September 2026
Smartphone mit digitaler Benutzeroberfläche und Sicherheitssymbolen als Darstellung neuer Datenschutzfunktionen bei WhatsApp. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messenger-Dienst will damit die Privatsphäre seiner Nutzer stärken. Künftig soll die Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Telefonnummer möglich sein. Die weltweite Einführung wird für September bis Ende des Jahres erwartet.

So funktionieren die neuen Benutzernamen

Die geplanten Benutzernamen dürfen drei bis 35 Zeichen lang sein. Für mehr Sicherheit bei der ersten Kontaktaufnahme führt WhatsApp einen optionalen „Benutzernamen-Schlüssel“ (Username Key) ein. Bei Nutzern unter 18 Jahren soll dieses Feature standardmäßig aktiviert sein – ein wichtiger Schritt zum Schutz Minderjähriger.

Meta arbeitet parallel an weiteren Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören ein aktualisierter Kontoschutz und ein Patch für Android-Geräte. Letzterer schließt eine Sicherheitslücke am Sperrbildschirm. Hintergrund: Im digitalen Raum häufen sich Betrugswellen und Deepfake-Angriffe.

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Verbraucherschützer warnen vor neuen Risiken

Die Verbraucherzentrale NRW begleitet die Umstellung mit kritischen Hinweisen. Ihr Argument: Wer denselben Benutzernamen auf mehreren Plattformen verwendet, erhöht das Risiko eines plattformübergreifenden Trackings. Zudem könnten Kriminelle die Funktion nutzen, um falsche Identitäten vorzutäuschen. Die Verbraucherschützer empfehlen daher den Einsatz des Benutzernamen-Schlüssels als zusätzliche Schutzmaßnahme.

Regulatorischer Druck und neue Features

Die Einführung der Benutzernamen fällt in eine Zeit verschärfter Regulierung. Erst im Frühjahr 2026 verurteilte ein US-Gericht Meta zu einer Strafe von 375 Millionen Dollar – wegen Mängeln beim Kinderschutz. Und die EU-Kommission drängt darauf, dass WhatsApp den Zugang für andere KI-Anbieter öffnet. Bei Nichteinhaltung drohen finanzielle Sanktionen.

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Neben den Sicherheitsfeatures arbeitet das Unternehmen an einem nativen Scheduler für zeitversetzte Nachrichten. Bislang ist diese Funktion in WhatsApp Web nur über Drittanbieter wie Blueticks nutzbar. Die Erweiterung gibt es als kostenlose Basisversion und als Pro-Variante mit Offline-Gateway. Wann der eigene Scheduler direkt in WhatsApp kommt, steht noch nicht fest.

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