WhatsApp-Backups: Android-Nutzer steuern Sicherungen über Systemeinstellungen
19.06.2026 - 10:54:58 | boerse-global.de
Künftig lassen sich WhatsApp-Backups direkt über die Geräteeinstellungen steuern – ohne Umweg über die App. Möglich macht das eine Integration über die Google System Updates.
Bisher war der Zugriff auf die Backup-Verwaltung ausschließlich innerhalb von WhatsApp möglich. Die Sicherungen landen entweder auf Google-Servern oder in Metas eigener Cloud, die der Konzern als Abo-Modell anbietet. Medien können optional mitgesichert werden.
Neue Funktion: Textnachrichten nur einmal ansehen
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Parallel zur Systemintegration arbeitet WhatsApp an erweiterten Datenschutz-Optionen. In aktuellen Testversionen für iOS und Android wurde eine Funktion entdeckt, die das einmalige Betrachten von Textnachrichten erlaubt. Bisher gab es diese Option nur für Fotos, Videos und Sprachnachrichten.
Die Aktivierung erfolgt durch langes Drücken des Sende-Buttons. Technische Sperren verhindern das Kopieren, Weiterleiten, Speichern sowie Screenshots und Bildschirmaufnahmen. Die Funktion wurde sowohl in Einzel- als auch in Gruppenchats gesichtet. Einen Termin für den öffentlichen Release gibt es noch nicht.
KI erkennt verdächtige Kontakte
Meta setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz für mehr Sicherheit. Neue Funktionen sollen verdächtige Verhaltensmuster erkennen – etwa bei Kontaktanfragen von unbekannten Nummern oder neu erstellten Profilen. Die Analyse konzentriert sich auf Metadaten, da die Nachrichteninhalte durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt bleiben. Bei verdächtigen Gruppen-Einladungen sollen Nutzer künftig einen Warnhinweis sehen.
Für Android-Nutzer gibt es zudem ein neues Widget. Die in der Beta-Version (v2.26.24.2) entdeckte Komponente im Format 3×1 erlaubt die direkte Aufnahme und das Versenden von Sprachnachrichten – ohne die App öffnen zu müssen. Auch das Teilen als Statusmeldung ist möglich.
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Meta baut Geschäftskunden-Angebot aus
Im Juni startete der globale Rollout des Meta Business Agent. Der KI-Assistent unterstützt Firmen bei Kundeninteraktionen wie Produktanfragen, Terminbuchungen oder Verkaufsabwicklung. Laut Unternehmensangaben hat sich die Zahl der wöchentlichen Unterhaltungen mit solchen Agenten seit Jahresbeginn verzehnfacht. Für die nötige Infrastruktur mietete Meta in Indien ein Rechenzentrum mit 168 Megawatt Kapazität.
Auch bei Facebook testet Meta einen KI-Modus, der auf den Modellen Muse Spark und Llama 3 basiert. Nutzer in der EU oder der Schweiz erhalten dabei eine Opt-out-Möglichkeit für das Training der KI-Modelle mit ihren Daten.
