WhatsApp-Backup: Google integriert Verwaltung in Android-Einstellungen
19.06.2026 - 15:17:30 | boerse-global.de
Berlin – Google und WhatsApp arbeiten Hand in Hand, um Android-Nutzern die Verwaltung ihrer Chat-Backups zu erleichtern. Die Änderungen, die Mitte Juni 2026 ausgerollt werden, bringen die Backup-Steuerung direkt in die Systemeinstellungen und schaffen gleichzeitig neue Speicherlösungen innerhalb der App. Das dürfte vor allem jene freuen, die regelmäßig gegen den vollen Speicher ihres Smartphones kämpfen.
Backup-Verwaltung direkt im Android-System
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Seit dem 18. Juni rollt Google eine aktualisierte Version von Google Play Services (Version 26.23) aus. Diese führt ein natives Menü für WhatsApp-Backups in den Android-Systemeinstellungen ein. Erste Übergänge wurden bereits am 15. Juni beobachtet. Der Clou: Nutzer können ihre Chat-Daten verwalten, ohne die WhatsApp-App überhaupt öffnen zu müssen.
Die neue Oberfläche, versteckt unter den System-Backup-Einstellungen, bietet zentralen Zugriff auf mehrere entscheidende Funktionen. Dazu gehören die Auswahl des Google-Kontos für Backups, die Anpassung der Upload-Häufigkeit und die Einschränkung auf WLAN-Verbindungen. Branchenbeobachter sehen darin einen cleveren Schachzug: einen zweiten Zugangspunkt zur Datenverwaltung, der die bestehenden Einstellungen in der Messaging-App ergänzt.
Die breiteren Google-System-Updates im Juni 2026 umfassen auch den Play Store in Version 51.8 (seit dem 8. Juni), der die Sicherheit durch erweiterte Play-Protect-Prüfungen für nicht verifizierte Apps erhöht. Zudem hat Play Services Version 26.21 Unterstützung für den Credential Exchange Standard eingeführt, was den Import und Export von Passwörtern und Passkeys zwischen Googles Manager und Drittanbieterdiensten ermöglicht.
WhatsApp rüstet bei Speicher und Backups auf
Parallel zu Googles System-Updates entwickelt WhatsApp eigene Werkzeuge, um Speicherprobleme anzugehen. Aktuelle Beta-Funde aus Mitte Juni 2026 zeigen, dass die Plattform an einer Funktion namens „Manage WhatsApp Backups" für Android arbeitet. Dieses Tool soll Nutzern helfen, alte oder doppelte Backup-Dateien zu identifizieren und zu löschen, um Speicherplatz auf dem Gerät und in verbundenen Cloud-Konten freizugeben.
Um den Datenverbrauch weiter zu reduzieren, hat WhatsApp kürzlich seine Einstellungen zur Medien-Sichtbarkeit aktualisiert. Seit dem 18. Juni 2026 werden Medien, die in Chats mit aktivierten verschwindenden Nachrichten empfangen werden, standardmäßig nicht mehr in der Gerätegalerie gespeichert. Nutzer können einzelne Elemente weiterhin manuell speichern, aber diese Änderung soll die automatische Ansammlung von vergänglichen Daten verhindern. Wer seinen Speicherplatz verwalten möchte, kann dies über den internen Bereich „Speicher verwalten" tun, um große Dateien und alte Medien zu löschen.
Eigene Cloud-Lösung von WhatsApp in der Pipeline
WhatsApp testet zudem einen dedizierten Cloud-Backup-Dienst, der als Alternative zu Google Drive fungieren soll. Erste Details deuten auf ein abgestuftes Modell hin: eine kostenlose Stufe mit bis zu 2 GB und eine kostenpflichtige Stufe mit etwa 50 GB für eine monatliche Gebühr von rund 0,99 Euro.
Dieser proprietäre Speicherdienst soll eine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten, die mit einem Passkey oder einem 64-stelligen Wiederherstellungsschlüssel gesichert werden kann. Obwohl der Dienst bereits in der internen Entwicklung und in frühen Testphasen identifiziert wurde, steht ein konkreter Starttermin für Beta-Tester noch aus.
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Neue Privatsphäre- und Kommunikationsfunktionen
Über die Speicherverwaltung hinaus erweitert die Plattform ihre sicherheitsorientierten Kommunikationswerkzeuge. Mitte Juni identifizierten Forscher eine „View-Once"-Funktion für Textnachrichten in der Entwicklung, sowohl für iOS als auch für Android. Diese Funktion, aktiviert durch langes Drücken des Sende-Buttons, sorgt dafür, dass eine Textnachricht nach dem einmaligen Lesen verschwindet. Zum Schutz der Privatsphäre plant WhatsApp, das Kopieren, Weiterleiten und die Screenshot-Erstellung dieser Nachrichten zu blockieren.
Die App verfeinert auch ihre Benutzeroberfläche mit einem neuen 3x1-Widget für Sprachnachrichten auf Android, das Aufnahmen mit einem einzigen Tipp vom Startbildschirm aus ermöglicht. Während die Plattform weiterhin ihre Gruppeninformationsbildschirme in dedizierte Hubs für Einstellungen und Privatsphäre umorganisiert, verabschiedet sie sich Berichten zufolge von ihrer Avatar-Funktion aufgrund geringerer Nutzerzahlen als erwartet. Bestehende Avatar-Sticker bleiben jedoch für aktuelle Nutzer verfügbar.
