WhatsApp, Zero-Click-Angriffe

WhatsApp auf iPhones: Zero-Click-Angriffe umgehen jede Nutzeraktion

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 22:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Veraltete iOS- und WhatsApp-Versionen ermöglichen Kontoübernahmen; die Behörde empfiehlt Updates und zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Dunkler, minimalistischer Serverraum mit unbeleuchteten Metall-Serverracks in einer kühlen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die mexikanische Cyberpolizei Policía Cibernética de Baja California Sur hat am 16. Oktober 2026 vor gezielten Zero-Click-Angriffen auf Apple-Smartphones gewarnt.

Betroffen sind Geräte mit verwundbaren Versionen des Betriebssystems iOS 16, auf denen veraltete Installationen der Messaging-App WhatsApp ausgeführt werden. Cyberkriminelle nutzen diese Kombination, um sich ohne jegliche Mitwirkung der betroffenen Nutzer aus der Ferne unerlaubten Zugriff auf die Konten zu verschaffen.

Schwachstellen in Bildverarbeitung und Gerätesynchronisation

Nach Angaben der Ermittler basieren die Angriffe auf zwei kritischen Sicherheitslücken, die unter den Bezeichnungen CVE-2025-43300 und CVE-202555177 geführt werden. Diese Lücken ermöglichen es Angreifern, die Abwehrmechanismen des Messengerdienstes vollständig zu umgehen.

Eine Interaktion der Anwender – wie etwa das Anklicken präparierter Links oder das Öffnen empfangener Dateien – ist für die Ausführung der Angriffe nicht erforderlich. Stattdessen nutzen die Angreifer Schwachstellen in den Prozessen der internen Bildverarbeitung sowie bei der automatischen Gerätesynchronisation aus.

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Gefahren durch Account-Übernahmen

Die Policía Cibernética de Baja California Sur stuft die Risiken erfolgreicher Angriffe als gravierend ein. Die Täter erlangen unbefugten Zugriff auf vertrauliche Chatverläufe und können sensible Daten entwenden. Dies ermöglicht Identitätsdiebstahl sowie das Versenden betrügerischer Nachrichten im Namen der betroffenen Personen.

Medienberichten zufolge machen sich Cyberkriminelle WhatsApp-Konten auf iPhones mit nicht aktualisiertem Betriebssystem gezielt zunutze, um Daten abzugreifen und finanzielle Betrugsmaschen durchzuführen.

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Dringende Update-Empfehlungen und Restriktionen

Zur Abwehr dieser Sicherheitsbedrohung rät die Behörde zu schnellen Gegenmaßnahmen. Sowohl iOS als auch WhatsApp müssen zwingend über den offiziellen App Store auf die aktuelle Version aktualisiert werden. Zudem sollten Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, die Liste der verknüpften Geräte sorgfältig auf unbekannte Zugriffe prüfen und eingehende Geldanfragen stets über unabhängige Kommunikationskanäle verifizieren.

Flankierend verschärft auch der Messenger-Betreiber seine Sicherheitsvorkehrungen: Berichten zufolge verwehrt WhatsApp Anwendern die Anmeldung, falls auf dem Smartphone eine veraltete Android- oder iOS-Version läuft.

Diese Login-Sperre ist an den Stand des mobilen Betriebssystems gebunden und lässt sich von den Betroffenen nicht übergehen. Da nicht gepatchte Betriebssysteme das gesamte Mobiltelefon gefährden, führt WhatsApp schrittweise weitere Schutzmechanismen ein, um Anwender vor Schadsoftware und Betrugsversuchen zu schützen.

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