WhatsApp-Angriffe, Italienische

WhatsApp-Angriffe: Italienische Polizei warnt vor Zero-Click-Exploits

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 13:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Italiens Polizei meldet Zero-Click-Angriffe auf WhatsApp-Konten und verweist auf Apple-Updates, Zwei-Faktor-Schutz sowie den Lockdown-Modus.

WhatsApp-Angriffe auf iPhones: Polizei warnt vor Kontoübernahmen
Ein ausgeschaltetes Smartphone liegt auf einem dunklen Holztisch in einer Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die italienische Staatspolizei, Polizia di Stato, warnt vor einer aktuellen Welle gezielter Cyberangriffe auf den Messenger-Dienst WhatsApp. Im Zentrum der Warnung stehen sogenannte Zero-Click-Angriffe, die es Kriminellen ermöglichen, fremde Konten ohne jegliche Interaktion der betroffenen Nutzer zu übernehmen. Diese Sicherheitslücken betreffen primär Anwender von Apple-Geräten, die ihre Software nicht auf dem neuesten Stand halten.

Sicherheitslücken ermöglichen Kontoübernahme ohne Nutzerinteraktion

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zielen die Angreifer auf spezifische Schwachstellen in nicht aktualisierten Versionen des Betriebssystems iOS sowie der WhatsApp-Anwendung selbst ab. Im Gegensatz zu herkömmlichen Phishing-Methoden, bei denen Nutzer beispielsweise auf einen präparierten Link klicken oder einen Dateianhang öffnen müssen, erfolgt die Infektion bei Zero-Click-Exploits vollautomatisch im Hintergrund.

Sobald die Angreifer die Kontrolle über ein Konto erlangt haben, nutzen sie die bestehende Vertrauensbasis innerhalb der Kontaktliste aus. Die Polizia di Stato berichtet, dass die Täter in den übernommenen Accounts Nachrichten an Freunde und Bekannte des Opfers versenden.

In diesen Mitteilungen geben sie sich als der rechtmäßige Kontoinhaber aus und bitten unter verschiedenen Vorwänden um dringende Geldzahlungen. Da die Nachrichten von einem bekannten Absender stammen, ist die Hemmschwelle bei den Empfängern oft niedriger, was die Erfolgsaussichten der Betrüger erhöht.

Apple veröffentlicht Patches zur Schließung der Schwachstellen

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Die Behörden weisen darauf hin, dass die zugrunde liegenden Sicherheitslücken technisch bereits adressiert wurden. Apple habe entsprechende Software-Updates veröffentlicht, welche die ausgenutzten Schwachstellen schließen. Die Gefährdung besteht daher primär für Geräte, auf denen noch ungepatchte Versionen der Software laufen.

Um das Risiko einer Kontoübernahme zu minimieren, wird Nutzern dringend empfohlen, verfügbare System- und App-Updates umgehend zu installieren. Eine zeitnahe Aktualisierung gilt als die wirksamste Maßnahme gegen die derzeit beobachtete Angriffswelle. Zudem rät die Polizei dazu, die eigenen Geräte regelmäßig auf ungewöhnliche Aktivitäten zu prüfen.

Empfohlene Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Zusätzlich zu den technischen Updates empfiehlt die Polizia di Stato die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) innerhalb der WhatsApp-Einstellungen. Diese zusätzliche Sicherheitsebene erschwert es Angreifern, sich auch bei Kenntnis technischer Schwachstellen Zugriff auf das Konto zu verschaffen, da für die Anmeldung ein zweiter Bestätigungscode erforderlich ist.

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Für Nutzer mit einem besonders hohen Sicherheitsbedürfnis wird zudem auf den sogenannten Lockdown Mode (Blockierungsmodus) verwiesen, den Apple für seine Geräte anbietet. Dieser Modus schränkt bestimmte Funktionen des Smartphones ein, um die Angriffsfläche für komplexe Cyberattacken drastisch zu reduzieren.

Sollte es dennoch zu einer Kompromittierung des Kontos gekommen sein, sei schnelles Handeln erforderlich. Eine zügige Wiederherstellung des Kontos durch den rechtmäßigen Besitzer reduziere die Zeitspanne, in der Kriminelle im Namen des Nutzers betrügerische Nachrichten verbreiten können.

Je schneller der Zugriff zurückerlangt wird, desto geringer ist laut den Sicherheitsbehörden die potenzielle Gefährdung für das persönliche Umfeld des Betroffenen.

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