WhatsApp-Angriffe: 20.000 Phishing-Versuche seit März registriert
29.06.2026 - 00:34:35 | boerse-global.de
Angreifer nutzen kompromittierte WhatsApp-Konten, um schädliche Dateien an vertraute Kontakte zu versenden.
Die Angreifer verschicken präparierte VBScript-Dateien, die als harmlose Dokumente getarnt sind. Da sie von bekannten Absendern stammen, öffnen Nutzer die Anhänge oft ohne Misstrauen. Sobald die Datei ausgeführt wird, übernehmen die Angreifer die Kontrolle über das Gerät.
CERT-In rät: Überprüfe unerwartete Anhänge genau – selbst wenn sie von Freunden oder Kollegen kommen.
Gezielte Attacken auf Abgeordnete
Parallel dazu wurde ein australischer Abgeordneter samt Mitarbeiter Opfer eines WhatsApp-Angriffs. Ein mutmaßlich ausländischer staatlicher Akteur nutzte Phishing-Methoden, um Zugriff auf die Kommunikation zu erhalten.
Seit Ende März registrierten Sicherheitssysteme 46 Malware-Detektionen und über 20.000 Phishing-Versuche im Zusammenhang mit dem Vorfall. Der Fall zeigt: Staatlich motivierte Cyberspionage nutzt zunehmend verschlüsselte Messenger-Dienste als Einfallstor.
Seit März wurden über 20.000 Phishing-Versuche auf WhatsApp registriert – oft von bekannten Kontakten. Die kostenlose Sicherheits-Checkliste zeigt Ihnen in 3 Schritten, wie Sie getarnte Malware erkennen und Ihr Konto schützen. Sicherheits-Checkliste per E-Mail sichern
Meta unter Druck
WhatsApp-Mutter Meta kämpft nicht nur mit Sicherheitsbedrohungen. Der texanische Generalstaatsanwalt hat Klage gegen den Konzern eingereicht. Der Vorwurf: Meta soll die Wirksamkeit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp falsch dargestellt haben.
Sicherheitsforscher hatten 2023 keine Hinweise auf eine systematische Umgehung des Signal-Protokolls gefunden. Die Klage wirft nun neue Fragen auf.
Breite Bedrohungslage
Auch Nachrichten von Freunden können gefährlich sein: Angreifer nutzen kompromittierte Konten, um VBScript-Dateien zu verschicken. Mit unserer Checkliste prüfen Sie in 3 Schritten, ob ein Anhang sicher ist. Checkliste kostenlos anfordern
Neben Messenger-Diensten sind auch Web-Infrastrukturen betroffen. Bei WPFactory wurde eine Sicherheitslücke entdeckt: Ein Plugin ermöglicht das Nachladen von externem Code. Rund 170.000 WordPress-Seiten sind gefährdet.
OpenAI hat derweil neue KI-Modelle mit Fokus auf Cybersicherheit vorgestellt. Experten betonen die wachsende Bedeutung von Datenresilienz – um Angriffsfolgen zu minimieren und Systeme schnell wiederherzustellen.
