WhatsApp, Android

WhatsApp: Android 5.0 wird nicht mehr unterstützt – 90 Millionen betroffen

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 05:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp setzt Android 6.0 voraus und schließt ältere Geräte aus. Für iPhones steigt die Mindestversion ab dem 30. November 2026.

WhatsApp beendet Android-Support für ältere Smartphones
Ein minimalistischer, leerer Schreibtisch in einem hellen Raum, der die technologische Veralterung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hat die Systemvoraussetzungen für die Nutzung seiner Anwendung angepasst. Ab sofort wird für Smartphones mit dem Betriebssystem Android mindestens die Version 6.0 (Marshmallow) vorausgesetzt. Ältere Versionen wie Android 5.0 und 5.1, bekannt unter dem Namen Lollipop, werden nicht mehr unterstützt. Dies betrifft sowohl den herkömmlichen WhatsApp Messenger als auch die Anwendung WhatsApp Business.

Durch die Einstellung des Supports erhalten betroffene Geräte keine Sicherheitsupdates und keinen Zugriff mehr auf neue Funktionen. Da für die meisten der betroffenen Mobiltelefone kein offizielles Update auf Android 6.0 zur Verfügung steht, bedeutet dieser Schritt für viele Nutzer, dass die Anwendung auf ihrer aktuellen Hardware nicht mehr dauerhaft lauffähig sein wird.

Betroffene Geräte und globale Auswirkungen

Von der Änderung sind zahlreiche ehemals populäre Smartphone-Modelle verschiedener Hersteller betroffen. Dazu zählen unter anderem das Samsung Galaxy S3, Galaxy S4 sowie das Galaxy Note 2 und Note 3. Auch Nutzer des Nexus 4 und 5, des HTC One (M7), des Sony Xperia Z sowie diverser Modelle der Motorola-Reihen Moto G, X und E können den Dienst künftig nicht mehr uneingeschränkt nutzen. Ebenfalls auf der Liste stehen das LG G2, das LG Optimus G sowie das Huawei Ascend Mate.

Hinsichtlich der Anzahl der betroffenen Nutzer variieren die Schätzungen der Marktbeobachter deutlich. Daten von Statcounter aus dem Mai 2026 bezifferten den globalen Marktanteil von Android 5.0 auf 2,02 %, was einer Nutzerbasis von etwa 80 bis 90 Millionen Menschen entsprechen würde.

Andere Analysen kommen zu niedrigeren Ergebnissen: So wird der weltweite Marktanteil teilweise nur noch auf 0,42 % geschätzt, in Ländern wie Polen sogar auf unter 0,26 %.

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Branchenberichten zufolge könnten weltweit etwa 3 Millionen Nutzer unmittelbar von der Support-Einstellung betroffen sein. Ein Schwerpunkt der betroffenen Nutzerschaft liegt dabei in Regionen wie Indien, Brasilien, Pakistan sowie in Südostasien und Afrika.

Datensicherung und Hardware-Wechsel

WhatsApp hat betroffene Anwender bereits innerhalb der App vor der Umstellung gewarnt. Um einen Datenverlust zu vermeiden, wurde den Nutzern empfohlen, bereits im Vorfeld der Umstellung vollständige Backups ihrer Chat-Verläufe zu erstellen. Diese Sicherungen können in den Anwendungseinstellungen unter dem Punkt Chats manuell angestoßen und wahlweise über Google Drive oder lokal auf dem Gerät gespeichert werden.

Da eine Aktualisierung des Betriebssystems auf den betroffenen Android-Geräten technisch oft nicht möglich ist, ist für die weitere Nutzung von WhatsApp in vielen Fällen der Umstieg auf ein neueres Endgerät erforderlich. Im Gegensatz dazu stellt sich die Situation für Nutzer von Apple-Geräten etwas anders dar: Hier ist ein Update des Betriebssystems oft ausreichend, sofern die Hardware dies unterstützt.

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Kommende Änderungen für iOS-Nutzer

Auch für Nutzer des iPhones zeichnen sich Änderungen bei den Systemanforderungen ab. Ab dem 30. November 2026 wird WhatsApp mindestens die Version iOS 15.5 voraussetzen; bislang war iOS 15.1 die Mindestanforderung. Für ältere Modelle wie das iPhone 6s, das iPhone SE der ersten Generation und das iPhone 7 steht derzeit die Version iOS 15.8.8 zur Verfügung, womit diese Geräte die kommenden Anforderungen vorerst weiterhin erfüllen können.

Während der Messenger ältere Plattformen ausschließt, treibt das Unternehmen die Entwicklung neuer Funktionen voran. Berichten zufolge befindet sich aktuell eine Funktion in der Vorbereitung, die Sprachanrufe über die Plattform ermöglichen soll, ohne dass dafür zwingend ein herkömmliches Benutzerkonto erforderlich ist. Details zur finalen Implementierung dieses Features stehen jedoch noch aus.

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