WhatsApp: Android 5.0 verliert Support am 8. September 2026
13.06.2026 - 13:02:40 | boerse-global.de
Der Messaging-Dienst erhöht die technischen Hürden: Ab September 2025 benötigt WhatsApp mindestens Android 6.0, ab November dann iOS 15.5. Millionen Nutzer älterer Geräte sind betroffen.
Der zu Meta gehörende Dienst begründet den Schritt mit steigenden Anforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit. Moderne Funktionen wie KI-gestützte Bildbearbeitung und verschlüsselte Videoanrufe ließen sich auf veralteten Betriebssystemen nicht mehr zuverlässig abbilden, heißt es in den Support-Dokumenten.
Android-Nutzer müssen zuerst handeln
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Bereits am 8. September 2026 endet der Support für Android 5.0 und 5.1 (Lollipop). Wer noch ein Gerät mit diesen Versionen nutzt, sollte rechtzeitig ein Backup seiner Chatverläufe anlegen und auf ein neueres Smartphone umsteigen. Andernfalls droht der Account-Verlust.
Für Apple-Nutzer folgt der Einschnitt am 30. November 2026. Dann ist mindestens iOS 15.5 Pflicht. Betroffen sind Modelle wie das iPhone 6s, 6s Plus, iPhone 7, 7 Plus und das erste iPhone SE. Diese Geräte lassen sich jedoch auf iOS 15.8.8 aktualisieren – und bleiben damit kompatibel.
Whatsapp hatte bereits Anfang 2025 den Support für das Samsung Galaxy S3 und die iPhone-5-Serie eingestellt. Im Mai 2025 folgte die Streichung aller iOS-Versionen älter als 15.1. Weitere Einschnitte für Android-Geräte unter Version 5.0 sind für Mai 2026 geplant.
Sicherheit und Performance als Treiber
Der Schritt ist kein willkürlicher, sondern technisch notwendig. Ältere Systeme verfügen schlicht nicht über die aktuellen Sicherheits-Patches und API-Schnittstellen, die für die neuen Funktionen erforderlich sind. Indem WhatsApp die unterstützten Versionen eingrenzt, kann das Unternehmen Ressourcen bündeln und die Performance optimieren.
Betroffene Nutzer erhalten rechtzeitig In-App-Hinweise, die zum Update oder Gerätewechsel auffordern.
Neues Design und Bezahlmodelle in der Testphase
Parallel zu den Kompatibilitätsänderungen arbeitet WhatsApp an einer Überarbeitung der Android-Oberfläche. In der Beta-Version 2.26.23.8 testet das Unternehmen ein neues Nachrichten-Menü, das sich am iOS-Design orientiert. Statt eines Vollbild-Overlays erscheint künftig ein kompaktes Kontextmenü direkt neben der Nachricht. Die wichtigsten Aktionen – Antworten, Weiterleiten, Bearbeiten – sind so schneller erreichbar.
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Noch spannender: WhatsApp lotet neue Einnahmequellen aus. In der Beta 2.26.23.10 wurden Hinweise auf ein gestaffeltes Abo-Modell namens „Meta One“ entdeckt. Zwei Stufen sind im Gespräch:
- Meta One Plus für rund 6,99 Euro pro Monat: Spezielle KI-Werkzeuge für Bild- und Videobearbeitung sowie weitere Premium-Anpassungen.
- Meta One Premium für etwa 20,99 Euro pro Monat: Erweiterte KI-Funktionen und umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten.
Ob und wann die Bezahlmodelle tatsächlich kommen, ist offen. Sie befinden sich noch in der Testphase. Klar ist jedoch: Meta sucht nach Wegen, den kostenlosen Kern des Dienstes mit professionellen Zusatzfunktionen zu kombinieren – und dafür auch zur Kasse zu bitten.
