WhatsApp: Android 5.0 und 5.1 verlieren Support ab sofort
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 14:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WhatsApp stellt die Unterstützung für Geräte mit Android 5.0 und 5.1 ein. Neue Mindestvoraussetzung für die Nutzung des Messengers ist demnach Android 6.0. Damit verlieren Besitzer entsprechend alter Smartphones den Zugriff auf die App, sofern sie ihr Betriebssystem nicht aktualisieren können oder ein neues Gerät anschaffen.
Wie viele Nutzer betroffen sind
Nach Angaben von StatCounter waren im August 2026 weltweit 0,58 Prozent der Android-Nutzer mit den Versionen 5.0 oder 5.1 unterwegs. In Deutschland liegt der Anteil mit 1,67 Prozent deutlich höher. Zum Vergleich: Im April 2026 hatte heise online noch einen Anteil von rund 0,4 Prozent der Android-Nutzer ermittelt, was auf eine leicht steigende Betroffenheit in den vergangenen Monaten hindeutet.
Auch wenn die absoluten Zahlen gering erscheinen, betrifft die Umstellung angesichts der weltweiten Verbreitung von WhatsApp eine relevante Zahl an Nutzern älterer Geräte, insbesondere in Deutschland.
Auch iPhone-Nutzer müssen aktualisieren
Neben Android-Geräten nimmt WhatsApp auch ältere iPhones ins Visier: Zum 30. November 2026 endet der Support für Geräte mit iOS 15.1. Als neue Mindestanforderung gilt dann iOS 15.5. Nutzer beider Plattformen sollten also rechtzeitig prüfen, ob ihr Betriebssystem noch aktuell genug ist, um den Messenger weiter nutzen zu können.
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Backup vor dem Gerätewechsel empfohlen
Wer wegen der Support-Einstellung ein neues Smartphone anschaffen muss, sollte vorab ein Backup seiner Chats anlegen, um Nachrichtenverläufe nicht zu verlieren.
Für den Wechsel auf ein neues Android-Gerät empfiehlt sich die manuelle Sicherung über Google Drive, die sich in den Einstellungen unter „Chats" und „Chat-Backup" aktivieren lässt. Dabei ist zu beachten, dass das Backup seit Dezember 2023 auf das reguläre Speicherlimit von 15 Gigabyte des Google-Kontos angerechnet wird, weshalb sich eine vorherige Überprüfung des verfügbaren Speicherplatzes lohnt.
Für die Wiederherstellung auf dem neuen Gerät sind dieselbe Telefonnummer und dasselbe Google-Konto erforderlich. Zusätzlich bietet sich ein lokales Backup als weitere Absicherung an.
Sicherheitslücke bei Videoanrufen geschlossen
Parallel zur Support-Umstellung hat WhatsApp eine Sicherheitslücke auf Android-Geräten behoben. Über die Schwachstelle, von der insbesondere Pixel- und OPPO-Geräte betroffen waren, konnten Angreifer bei eingehenden Videoanrufen Zugriff auf Fotos der Nutzer erlangen. Der entsprechende Fix wird derzeit ausgerollt; Nutzer sollten ihre App zeitnah aktualisieren, um von der Korrektur zu profitieren.
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Weitere Neuerungen in der Entwicklung
Neben den Support- und Sicherheitsupdates arbeitet WhatsApp an mehreren neuen Funktionen. In der Android-Beta-Version 2.26.35.3 wird derzeit die Einbindung von bis zu fünf Drittanbieter-KI-Agenten pro Konto getestet.
Diese Chats sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, die Agenten haben ausschließlich Zugriff auf den jeweils eigenen Chat, können nicht zu Gruppen hinzugefügt werden, und der Gesprächsverlauf bleibt auch nach einer Trennung erhalten. Der Rollout ist derzeit begrenzt.
Darüber hinaus testet WhatsApp Gastanrufe, an denen Personen ohne eigenes Konto über einen Browser-Link teilnehmen können. Diese Anrufe sollen Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein, wobei der Host jeden Gast einzeln genehmigen muss. Die Funktion ist noch nicht verfügbar.
Weitere Beta-Features umfassen KI-Kennzeichnungen für Kanalbeiträge, eine Warnung vor inoffiziellen WhatsApp-Web-Clients, ein überarbeitetes Reaktionsmenü im „Liquid Glass"-Design auf iOS, verzögerte Benachrichtigungen bei Nachrichtenentwürfen sowie die Möglichkeit, künftig bis zu vier Nachrichten in einem Chat anzupinnen.
