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WhatsApp: 3 Mrd. Nutzer erhalten stärkere Passwort-Authentifizierung

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp führt komplexe Passwörter für die Zwei-Faktor-Verifizierung ein und erweitert Passkey-Funktionen für über eine Milliarde Nutzer.

WhatsApp ersetzt PIN durch alphanumerische Passwörter für mehr Kontosicherheit
Ein modernes Smartphone liegt auf einem dunklen Büroschreibtisch in einer professionellen, minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der zu Meta gehörende Messaging-Dienst WhatsApp kündigt eine umfassende Aktualisierung seiner Sicherheitsarchitektur an. Das Unternehmen wird die bisherige sechsstellige PIN, die im Rahmen der Zwei-Faktor-Verifizierung zum Einsatz kommt, durch ein komplexeres alphanumerisches Passwort ersetzen.

Mit weltweit über 3 Mrd. Nutzern zielt die Plattform darauf ab, den Schutz vor unbefugten Zugriffen durch modernere Authentifizierungsstandards zu erhöhen.

Umstellung auf komplexe Passwortstrukturen

Die Neuerung sieht vor, dass Nutzer künftig ein Passwort erstellen müssen, das mindestens 8 Zeichen umfasst. Diese Zeichenfolge muss sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten, wobei die Verwendung von Sonderzeichen ebenfalls vorgesehen ist. Diese Erweiterung der Zwei-Faktor-Verifizierung soll die Kontensicherheit signifikant stärken, indem sie über die einfache numerische Abfrage hinausgeht.

Die Verteilung der neuen Funktion ist als schrittweiser Rollout geplant. Davon betroffen sind Nutzer der Betriebssysteme iOS und Android gleichermaßen. Während die Einführung in den kommenden Wochen erfolgt, bleibt die bestehende Infrastruktur für die Übergangszeit erhalten, bis das neue Feature global verfügbar ist.

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Erfolg von Passkeys und erweiterte Funktionalitäten

Parallel zur Neugestaltung der klassischen Passworteingabe verzeichnet das Unternehmen ein starkes Wachstum bei der Nutzung von Passkeys. Den aktuellen Daten zufolge verwenden bereits über 1 Mrd. Nutzer diese biometrische oder gerätegebundene Authentifizierungsmethode.

Um diesen Trend zu unterstützen, hat WhatsApp die Möglichkeiten in diesem Bereich erweitert. Nutzer können nun mehrere Passkeys pro Konto hinterlegen, was sowohl auf Android- als auch auf iOS-Endgeräten unterstützt wird.

Ein weiterer technischer Fortschritt betrifft die Datensicherung. Passkeys können künftig auch für den Schutz von verschlüsselten Backups eingesetzt werden. Dies integriert die schlüssellose Anmeldung tiefer in die Sicherheitsmechanismen der Anwendung und erleichtert die Wiederherstellung von Daten ohne die Notwendigkeit klassischer Kennwörter.

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Zusätzliche Sicherheitsmerkmale für Android und Grenzen des Schutzes

Für die Android-Version der App wurden zudem spezifische Funktionen implementiert, die den Umgang mit unbekannten Kontakten sicherer gestalten sollen. Bei Anrufen von Nummern, die nicht im Telefonbuch gespeichert sind, zeigt die Anwendung künftig zusätzliche Informationen an.

Dazu gehören das Herkunftsland des Anrufers sowie Angaben darüber, ob gemeinsame Gruppenmitgliedschaften bestehen. Diese Transparenz soll es Nutzern erleichtern, potenzielle Spam-Anrufe oder Betrugsversuche frühzeitig zu identifizieren.

Trotz dieser Sicherheitsupgrades betonen Fachleute, dass bestimmte Angriffsvektoren bestehen bleiben. So bietet auch das neue alphanumerische Passwort keinen direkten Schutz gegen Betrugsmaschen, die auf die Funktion der verknüpften Geräte (Linked Devices) abzielen. Nutzer werden daher weiterhin dazu angehalten, ihre angemeldeten Sitzungen regelmäßig zu überprüfen.

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