WhatsApp, Milliarde

WhatsApp: 1 Milliarde Nutzer nutzen Passkeys zur Kontosicherung

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 19:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp meldet mehr als 1 Milliarde Passkey-Nutzer und erweitert Schutzmaßnahmen für Anmeldung, Verifizierung und unbekannte Anrufe auf Android.

WhatsApp stärkt Kontoschutz mit Passkeys und neuen Sicherheitsfunktionen
Ein modernes Smartphone auf einem minimalistischen Schreibtisch bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der zum Meta-Konzern gehörende Messenger-Dienst WhatsApp hat einen bedeutenden Zuwachs bei seinen Sicherheitsfunktionen verzeichnet. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, haben inzwischen mehr als 1 Milliarde Nutzer Passkeys zur Absicherung ihrer Konten eingerichtet.

Parallel zu diesem Meilenstein führt das Unternehmen umfangreiche Aktualisierungen ein, die sowohl die biometrische Anmeldung als auch die klassische Zwei-Schritt-Verifizierung betreffen.

Ausbau der Passkey-Funktionen und Multi-Geräte-Nutzung

Die Technologie der Passkeys, die WhatsApp bereits vor längerer Zeit eingeführt hat, gewinnt zunehmend an Relevanz für die breite Nutzerbasis. Die aktuelle Marke von über 1 Milliarde Anwendern unterstreicht den Trend weg von klassischen Passwörtern hin zu biometrischen Verfahren oder lokalen Geräte-PINs. Technisch basiert die Umsetzung auf der Credential Manager API sowie einer Serverstruktur, die in Erlang mit Rust webauthn-rs realisiert wurde.

Im Rahmen der jüngsten Sicherheitsupdates kündigte WhatsApp an, die Unterstützung für mehrere Passkeys pro Konto zu ermöglichen. Dies soll insbesondere die Nutzung auf verschiedenen Geräten vereinfachen. Eine Synchronisierung erfolgt dabei über etablierte Dienste wie den Google Password Manager oder die iCloud Keychain. Nutzer müssen diese Funktionen manuell in den Kontoeinstellungen aktivieren.

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Ablösung der sechsstelligen PIN durch komplexe Passwörter

Eine wesentliche Änderung betrifft die Zwei-Schritt-Verifizierung. Bisher setzte WhatsApp hierbei auf eine 6-stellige PIN. Diese wird nun durch ein deutlich sichereres System ersetzt. Die neuen Anforderungen sehen ein Passwort vor, das mindestens 8 Zeichen lang sein muss und sich aus Buchstaben sowie Zahlen zusammensetzt. In einigen Regionen wird zudem die Integration von Sonderzeichen für eine zusätzliche Sicherheitsebene gefordert.

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Konten der Nutzer besser gegen unbefugte Zugriffe zu schützen. Der Rollout dieser Funktion erfolgt schrittweise, sodass die Umstellung für die weltweite Nutzerschaft in den kommenden Wochen vollzogen wird. Experten weisen darauf hin, dass ähnliche Sicherheitsupdates auch bei Konkurrenzdiensten wie Signal oder Telegram zu beobachten sind.

Erweiterte Anruferinformationen für Android-Nutzer

Zusätzlich zu den Anmeldeverfahren verbessert WhatsApp den Schutz vor unerwünschten Kontaktaufnahmen. Bei Anrufen von unbekannten Nummern erhalten Nutzer künftig detailliertere Hintergrundinformationen direkt auf dem Bildschirm. Diese Funktion ist nach aktuellem Stand jedoch auf die Android-Version der App beschränkt.

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Zu den angezeigten Details gehören das Herkunftsland der Rufnummer sowie Informationen darüber, ob der Anrufer bereits ein bestehendes WhatsApp-Konto besitzt oder ob es gemeinsame Gruppen mit dem Empfänger gibt. Diese Transparenz soll es Anwendern erleichtern, die Seriosität eingehender Anrufe besser einzuschätzen, bevor sie diese entgegennehmen.

Die neuen Funktionen stehen teilweise bereits zur Verfügung oder werden im Rahmen eines gestuften Prozesses an die Anwender verteilt. Voraussetzung für den Zugriff auf die verbesserten Sicherheitsoptionen ist eine manuelle Aktivierung durch den Nutzer in den jeweiligen Menüpunkten der App-Einstellungen.

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