WhatCable: Kostenloses Tool zeigt, was in USB-C-Kabeln steckt
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 13:27 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das Open-Source-Tool „WhatCable" liest versteckte Chip-Daten aus und beendet das Rätselraten um Ladegeschwindigkeit und Datenrate.
Was steckt wirklich im Kabel?
USB-C-Kabel sehen oft gleich aus – doch ihre Leistungsfähigkeit variiert enorm. Während manche nur Smartphones laden, übertragen andere Daten mit 120 Gigabit pro Sekunde oder liefern 240 Watt Leistung. Der Entwickler Darryl Morley hat mit WhatCable eine Lösung für dieses Problem geschaffen.
Die Anwendung sitzt in der macOS-Menüleiste und nutzt das IOKit-Framework von Apple. Sie greift auf den sogenannten E-Marker-Chip zu, der in hochwertigen USB-C-Kabeln verbaut ist. Dieser Chip speichert alle technischen Daten – von der maximalen Stromstärke bis zur unterstützten Datenrate.
Version 1.1.9 der Software erschien am 10. Juli. Erste Tests Mitte Juli zeigen: Das Tool erkennt selbst Highend-Kabel wie Thunderbolt 5 oder USB4 mit 80 Gbit/s und 140 Watt Ladeleistung zuverlässig.
Nur für Apple Silicon – aber mit Pro-Option
Die Nutzung von WhatCable ist an Bedingungen geknüpft: Es läuft ausschließlich auf Macs mit Apple-Chip und benötigt macOS 14 oder neuer. Die Basisversion ist kostenlos. Wer tiefer graben möchte, investiert umgerechnet knapp 12 Euro in die Pro-Version mit erweiterten Diagnosefunktionen.
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Die Community hat das Projekt begeistert aufgenommen: Auf GitHub verzeichnet WhatCable fast 7.000 Sterne und über 200 Forks. Besonders nützlich: Nutzer können prüfen, ob günstige Drittanbieter-Kabel tatsächlich halten, was sie versprechen – etwa beim Laden von KI-fähigen Notebooks oder professionellen Dockingstationen.
Der Markt für USB-C-Zubehör wächst rasant
Parallel zur Veröffentlichung von WhatCable bringt der Zubehör-Hersteller Satechi neue, farblich abgestimmte Accessoires für das MacBook Neo auf den Markt. Die Serie umfasst 5-in-1-Adapter und kabellose Mäuse in den Farben Citrus, Blush und Indigo.
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Auch die Halbleiter-Industrie reagiert auf die wachsenden Anforderungen: Semtech stellte am 16. Juli den TDS5311P vor – ein Schutzbauteil für 48-Volt-USB-C-Systeme. Es soll KI-Notebooks und Powerbanks vor Überspannungen und elektrostatischen Entladungen schützen.
Doch nicht alles ist kompatibel: Aktuelle Händlerlisten zeigen, dass ältere Anker-USB-C-Hubs mit 7 Ports nicht mit dem neuen MacBook Neo funktionieren – obwohl sie 100 Watt Power Delivery und 40 Gbit/s unterstützen. Ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Standards entwickeln.
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