Wellness-Boom: Krankenkassen zahlen bis 300 Euro für Kurse
29.05.2026 - 08:02:49 | boerse-global.deKrankenkassen, Volkshochschulen und soziale Träger erweitern ihr Angebot – mit naturnahen Konzepten und zielgruppenspezifischen Formaten.
Thalasso, Waldbaden, Lama-Wanderung
Ein klarer Trend: Präventionskurse verlagern sich nach draußen. In Warnemünde startet Anfang Juni das Pilotprojekt „Thalasso am Morgen“. Bis Ende August gibt es tägliche Einheiten am Strand – mit Atemübungen, Kräftigung und Balance-Training.
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Auch „Waldbaden“ wird beliebter. Die Volkshochschule Groß-Gerau bietet Mitte Juni Kurse in Stockstadt am Rhein an. Ziel: eine bewusste Auszeit für Körper und Seele.
In Gelsenkirchen setzt man auf Tiere. Anfang Juni ist eine meditative Wanderung mit Lamas geplant. Die Interaktion mit den Tieren soll Entschleunigung fördern. Ergänzt wird das durch niederschwellige Formate wie die „Pause im Grünen“ in Grevenbroich. Das kostenfreie Angebot der Katholischen Kirche und der Caritas findet zwischen Juni und Oktober monatlich in einem Gemeinschaftsgarten statt.
Krankenkassen zahlen mit – aber unterschiedlich
Die Kurse werden für Teilnehmer vor allem durch Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen attraktiv. Voraussetzung: das ZPP-Siegel für zertifizierte Präventionskurse. Die Erstattungshöhe variiert stark.
Die Techniker Krankenkasse (TK) gewährt bis zu 300 Euro jährlich. Bei der BARMER liegt der Maximalbetrag zwischen 150 und 200 Euro. Die DAK erstattet 150 Euro, die IKK classic bis zu 180 Euro. Die Knappschaft deckelt bei 160 Euro. Die Auszahlung erfolgt nach Kursende gegen Rechnung und Teilnahmebescheinigung.
Manche Versicherer investieren direkt in die Selbsthilfe. Die AOK PLUS fördert diese in Thüringen mit rund 50.000 Euro jährlich. Mitte Juni veranstaltet sie ein Wochenende in Jena zu Resilienz und authentischer Kommunikation.
Angebote für besondere Lebenslagen
Die Erwachsenenbildung richtet sich zunehmend an Menschen in belastenden Situationen. In Bernau bei Berlin startet Anfang Juni ein Kurs zu Bewegung und Entspannung im Pflegealltag. Ziel: pflegende Angehörige und Fachkräfte mit Methoden zur Stressbewältigung auszustatten.
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Für Senioren gibt es Formate, die soziale Teilhabe mit Kultur verbinden. Das ZKM Karlsruhe bietet Kurzführungen mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Diözese Augsburg integriert Wandertage für Trauernde – geplant ist eine mehrtägige Wanderung im Altmühltal im Juli.
Die Volkshochschulen spiegeln den breiten Bedarf. Die VHS Frankfurt am Main hat für Juni bis September über 500 Kurse angekündigt, darunter Bildungsurlaube zu Nordic Walking oder Klimabildung. Auch die PROGES Akademie in Linz bietet Programme, die Gesundheit, persönliche Entwicklung und Karriere verbinden.
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