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Weiterbildung, Bildungsträger

Weiterbildungen über den Arbeitgeber - Bedingungen und hilfreiche Tipps

30.03.2021 - 22:00:00

Von der fortschreitenden Digitalisierung in allen Bereichen unseres Lebens, ist dementsprechend auch unser Arbeitsalltag betroffen. Computer-Programme werden ständig aktualisiert und Aufgaben, die zuvor mit Papier und Stift erledigt wurden, werden jetzt am Computer bearbeitet. Als Arbeitnehmer muss man sich so, laufend weiterbilden und neu einarbeiten. Und auch das Wissen selbst, welches man sich in der Ausbildung oder im Studium einst angeeignet hat, entwickelt sich teilweise weiter. Neue Erkenntnisse oder Forschungsergebnisse, ändern die Art und Weise wie wir unseren Beruf ausüben. So ist auch hier eine ständige Weiterbildung unerlässlich. Häufig werden diese sogar vom Unternehmen gezahlt. Doch wie gehen Sie am besten vor, wenn Sie eine solche Weiterbildung über den Arbeitgeber finanziert bekommen möchten? Wir haben im Folgenden einige Tipps für Sie zusammengefasst.

 
Quelle: pixabay.com

Auswahl der Weiterbildung

Zuerst einmal müssen Sie sich natürlich darüber klar werden, in welchem Bereich Sie sich fortbilden möchten. Meist kommt nicht nur eine einzige Weiterbildung in Frage, da Berufsbilder nicht mehr so starr sind wie früher. Überlegen Sie sich also dementsprechend, welches Wissen Ihnen in Ihrem jetzigen Beruf einen deutlichen Vorteil bringen würde. Denn schließlich wird sich Ihr Arbeitgeber nur bereiterklären, wenn Sie dem Unternehmen anschließend auch einen Mehrwert liefern.

Im Internet gibt es eine große Anzahl von Angeboten verschiedener Bildungsträger. Die Vielfalt der Angebote ist dabei riesig. Besonders beliebt sind Weiterbildungen in den folgenden Bereichen:

  • Automatisierungstechnik
  • Berufliche Integration
  • Energie und Umwelt
  • Eventmanagement
  • Facility Management
  • Gesundheit
  • Handel, Vertrieb und Verkauf
  • Hotellerie und Gastronomie
  • Informationstechnologie
  • Kaufmännisch, Wirtschaft und Verwaltung
  • Lager und Logistik
  • Medien, Redaktion und Kommunikation
  • Personal und Management
  • Pflege
  • Pädagogik und Soziales
  • SAP – Anwendungen
  • Software – Anwendungen und MS Office
  • Sprachen.

Bei der Auswahl sollten Sie sich auch bereits ansehen, wann diese Kurse zur Verfügung stehen und welcher am besten mit Ihrer Arbeitszeit vereinbar ist. Besonders praktisch sind Online Weiterbildungen, die Sie quasi von überall aus absolvieren können. Eventuell auch direkt nach Arbeitsende von Ihrem Schreibtisch im Büro. Das spart die Zeit bei der Anfahrt ein und zusätzlich ist diese Teilnahme für Ihren Vorgesetzten so sehr transparent.

Bei der Auswahl des Bildungsträgers sollten Sie vor allem auf die unterschiedlichen Zertifizierungen achten. Zum einen deshalb, damit sichergestellt ist, dass die Weiterbildung auch einen dementsprechenden Mehrwert bringt. Zum anderen, weil Ihr Arbeitgeber eher zustimmen wird, wenn es sich um eine renommierte Schule handelt, deren Namen nicht unbekannt ist.

Zeit und Kosten kalkulieren

Bevor Sie mit Ihrem Vorgesetzten sprechen, sollten Sie eine Kalkulation über Zeit und Kosten aufstellen.

In der Mehrzahl der Bundesländer steht dem Arbeitgeber bezahlter Bildungsurlaub von einigen Tagen zu. Zuerst einmal sollten Sie klären, ob Sie diesen beanspruchen können. Eine weitere Möglichkeit wäre eine befristete, bezahlte Freistellung, um an der Weiterbildung teilnehmen zu können. Auch eine zeitlich begrenzte Reduzierung der Arbeitsstunden ist eine einfache Lösung, funktioniert jedoch nur, wenn sich die Weiterbildungsstätte in der Nähe befindet.

Eine genaue Übersicht der Kosten erhalten Sie direkt vom Weiterbildungs-Anbieter. Dabei ist auch aufgeschlüsselt, ob beispielsweise eventuell Material im Preis enthalten ist. Hier sollten Sie  auch versuchen abzuschätzen, wie viel Mehrwert Sie nach der Weiterbildung in das Unternehmen bringen. Eventuell wird dieser Bereich ja aktuell outgesourct und die Firma könnte sich diese Kosten so einsparen? Bei voller Übernahme der Weiterbildungs-Kosten, kann der Arbeitgeber diese im Übrigen als Betriebskosten von der Steuer absetzen. In manchen Fällen können die Weiterbildungen zudem auch über die Bundesagentur für Arbeit bezuschusst werden. Beispielsweise dann, wenn Sie momentan in Kurzarbeit sind. Ihr Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wird davon nicht beeinflusst.

Kündigungssperre anbieten

Im Gespräch sollten Sie Ihrem Arbeitgeber ein befristetes Kündigungsverbot vorschlagen. Zwar wird die Personalabteilung wahrscheinlich von selbst damit auf Sie zukommen, wenn Sie sich jedoch von Anfang an einverstanden zeigen, bietet sich Ihnen dies natürlich als weiteres Argument an.

Zeitlich begrenzte Kündigungssperren müssen selbstverständlich in einem Vertrag festgehalten werden. Hier gibt es einige rechtliche Regelungen, die der Arbeitgeber zu beachten hat. Bei einer Weiterbildungs-Maßnahme von bis zu einem Monat etwa, kann er maximal eine Bindungsdauer von sechs Monaten festlegen. Bei Weiterbildungen von bis zu zwei Jahren, können bis zu 5 Jahre Kündigungsverbot festgehalten werden. Bei besonders teuren Weiterbildungen mit sehr hoher Qualifikation sind jedoch auch längere Fristen möglich.

Selbstverständlich haben Sie trotz eines solchen Kündigungsverbots die Möglichkeit, zu Kündigen. Allerdings müssen Sie dann die Weiterbildungs-Kosten anteilig zurückerstatten. Je nachdem, wie lange Sie danach noch für das Unternehmen tätig waren, dieses also von Ihrem neuen Wissen profitiert hat, reduziert sich der Rückzahlungsbetrag.

Verkaufen Sie sich selbst

Sie sollten nicht nur den Nutzen der Weiterbildung für das Unternehmen anpreisen. Sehen Sie das Gespräch und die Vorbereitung darauf ähnlich wie eine Gehaltsverhandlung. Lassen Sie Ihren Chef wissen, was Sie bisher für das Unternehmen geleistet haben. Nutzen Sie Ihre Stärken dazu, die Wichtigkeit Ihrer Rolle in der Firma zu betonen. Aber seien Sie dabei eben auch ehrlich und gehen Sie auf Ihre Schwächen ein. So können Sie erklären, dass Sie (in dem ausgewählten Bereich) Weiterbildungs-Bedarf sehen. Gehen Sie auch darauf ein, dass Sie sich der Mehrbelastung bewusst sind und sich diese zutrauen.

Dabei sollten Sie vor allem den Nutzen für das Unternehmen hervorheben. Selbstverständlich bringt Ihnen eine Weiterbildung auch persönlich einen großen Vorteil. Ihr Vorgesetzter wird aber in erster Linie daran interessiert sein, welchen Mehrwert Sie dadurch für die Firma bringen. Sie können zudem auch argumentieren, dass das neue Know-How nicht nur Ihnen selbst, sondern unmittelbar auch Ihren Kollegen zur Verfügung steht. Schließlich können Sie, als zukünftiger Experte, auch anderen einen Teil dieses Wissens lehren.

Richtiges Timing

Vereinbaren Sie einen offiziellen Termin mit Ihrem Chef, um über die Weiterbildung zu sprechen. Über eine solche Finanzierung sollten Sie nicht zwischen Tür und Angel verhandeln. Versuchen Sie herauszufinden, wann die Budgetplanung für Ihre Abteilung stattfindet. Denn wenn Sie anfragen, bevor das zur Verfügung stehende Geld besprochen wird, können Sie sicherstellen, dass Ihr Vorgesetzter die Möglichkeit hat, die Kosten für Ihre Weiterbildung einzuplanen. Zudem kann es durchaus sein, dass das Budget des Vorjahres nicht aufgebraucht wurde und Ihr Chef sowieso noch nach etwas sucht, dieses auszureizen.

Sprechen Sie sich auch mit Ihren Kollegen ab. Denn wenn am gleichen Tag mehrere Anfragen zu diesem Thema kommen, kann es natürlich sein, dass Ihr Chef schon von vorneherein ablehnt. Zudem können Sie so auch Ihre Argumente abgleichen und eventuell anpassen.