Weiterbildung: 68% der Unternehmen erhöhen Qualifizierungs-Budgets
03.06.2026 - 06:21:28 | boerse-global.deDas zeigt eine aktuelle Branchenanalyse, die Anfang Juni auf dem 18. Tag der Weiterbildung in Wien vorgestellt wurde. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz dominieren dabei die Agenda.
Rund ein Drittel der Betriebe plant, die Budgets für Qualifizierung aufzustocken. Besonders deutlich wird der Trend bei den Personalverantwortlichen: 80 Prozent bewerten den Einsatz von KI in der Weiterbildung positiv. Der Markt reagiert entsprechend.
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Vom Grundkurs bis zur Spezialzertifizierung
Das Angebot an KI-Kursen deckt inzwischen alle Niveaus ab. Bildungsträger wie der Management Circle bieten Formate für Einsteiger, aber auch Workshops zu spezifischen Büroanwendungen und professionellem Prompting.
Parallel dazu boomen IT-Sicherheitszertifikate. Anbieter wie die Golem Karrierewelt, Heise sowie die mITSM GmbH und HiSolutions AG fokussieren sich auf ISO 27001, NIS 2 und Zero Trust. Auch die Absicherung von KI-Systemen selbst wird zum Thema. Für Experten gibt es Qualifizierungen zum IT-Grundschutz-Praktiker mit Prüfungszertifikat.
Agiles Arbeiten bleibt gefragt
Neben technologischen Kompetenzen halten sich agile Methoden. Die Haufe Akademie bereitet auf Zertifizierungen wie Professional Scrum with Kanban vor – mit Fokus auf Workflow-Visualisierung und Flow-Metriken. Kosten für das zweitäige Training: rund 1.640 Euro netto.
Auch in der Dentalmedizin etablieren sich digitale Lernpfade. Die DS Academy bietet modulare Online-Kurse zur Aligner-Therapie, gestaffelt von der Basis- bis zur Masterclass.
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Staatliche Förderung: Mehr Geld für Ausbildung
Anfang Juni startete die Allianz für Aus- und Weiterbildung eine neue Arbeitsperiode bis 2029. Ziel ist die Fachkräftesicherung durch exzellente berufliche Bildung. Bundesbildungsministerin Karin Prien und ZDH-Präsident Jörg Dittrich betonten die Notwendigkeit, junge Menschen für Handwerk, Bauwesen und Lebensmittelbranche zu begeistern.
Bayern erhöhte den Förderbeitrag für ESF+-Programme zum 1. Juni auf 6.000 Euro. Das Geld ist für Betriebe gedacht, die Jugendliche mit Qualifizierungshemmnissen oder in Teilzeit ausbilden.
Auf Bundesebene treibt das BMAS die Digitalisierung der Verwaltung voran. Plattformen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung sollen den Zugang zu Weiterbildungsinformationen und Rentenansprüchen vereinfachen. Das Förderportal Z-EU-S dient als zentrale Schnittstelle für ESF-Plus-Programme.
Digitale Lernformate auf dem Vormarsch
Bildungswerke wie das BWHW setzen auf Online-Akademien mit über 800 zertifizierten Kursen. Der Unterricht findet in virtuellen Klassenräumen mit Live-Betreuung statt. Die Landvolkshochschule Freckenhorst testet bereits KI-Chatbots für DSGVO-konforme Kurs- und Unterkunftsfragen.
Doch nicht alle Träger profitieren vom Boom. Volkshochschulen etwa kämpfen mit Unsicherheiten: Im Kreis Viersen wurden öffentliche Zuschüsse für Integrations- und Deutschkurse gekürzt. Die Schere zwischen wachsendem Qualifizierungsbedarf und angespannter Haushaltslage öffentlicher Träger wird größer.
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