WeedHack: Malware tarnt sich als Minecraft-Mod und sperrt PCs
24.06.2026 - 10:39:00 | boerse-global.de
Eine gefährliche Schadsoftware tarnt sich als kostenlose Modifikation für das Kultspiel Minecraft – und räumt täglich Tausende Rechner leer. Sicherheitsforscher von McAfee Labs haben eine weitreichende Malware-as-a-Service-Kampagne aufgedeckt, die vor allem junge Spieler ins Visier nimmt.
Gefährliche Tarnung als Spiel-Mod
Die Kampagne trägt den Namen WeedHack. Die Schadsoftware gibt sich als kostenlose Modifikation für das beliebte Sandkastenspiel aus. Wer die vermeintliche Mod herunterlädt und installiert, öffnet einem Datendieb Tür und Tor. Das Besondere: Die Angreifer selbst nutzen ein Abo-Modell.
Anzeige: Täglich werden bis zu 3.000 Spieler Opfer der WeedHack-Malware – Ihre Kinder könnten die nächsten sein. Mit unserem kostenlosen Leitfaden erkennen Sie gefälschte Mods und schützen den PC in wenigen Schritten. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern
Für umgerechnet rund fünf Euro im Monat erhalten Kriminelle Zugang zur Premium-Version. Diese erweitert die Funktionen drastisch. Plötzlich lassen sich Webcams aktivieren, Bildschirminhalte live mitverfolgen und fremde Rechner fernsteuern. Sicherheitsexperten warnen, dass die Tools besonders bei Jugendlichen beliebt sind – und häufig für Cybermobbing missbraucht werden.
Deutschland in der Schadenszone
Die Kampagne hat ein breites internationales Spektrum. Die meisten Opfer gibt es in den USA, Deutschland, Indien und Großbritannien. McAfee Labs schätzt, dass täglich bis zu 3.000 Spieler weltweit ins Visier geraten. Der Sicherheitskonzern warnte am 24. Juni 2026 ausdrücklich vor der Gefahr.
Tyler McGee, McAfee-Chef für die Region Asien-Pazifik und Japan, richtete einen eindringlichen Appell an Spieler in Australien, besonders wachsam zu sein. Die Täter nutzen gezielt die Beliebtheit von Drittanbieter-Mods aus, um die übliche Vorsicht der Nutzer zu umgehen.
Anzeige: Cybermobbing per Webcam – das ist die dunkle Seite der WeedHack-Kampagne. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind vor Fremdsteuerung und Datenklau schützen. Die 5 wichtigsten Regeln für den Gaming-PC gibt es im kostenlosen Leitfaden. Schutz-Leitfaden jetzt sichern
Warnung vor wachsender Bedrohungslage
Der Fund von WeedHack reiht sich in eine Serie von Cyberangriffen auf Gaming-Plattformen ein. In den vergangenen Monaten dokumentierten Forscher vermehrt Betrugsversuche mit gefälschten Beta-Versionen kommender Spiele-Highlights. Parallel dazu entdeckten Sicherheitsfirmen groß angelegte Verteilungskampagnen auf Messaging-Plattformen: Dort verschicken gekaperte Konten scheinbare Geschäftsdokumente, die in Wirklichkeit Schadsoftware enthalten.
Die Minecraft-Kampagne zielt zwar spezifisch auf die Gaming-Community ab, folgt aber dem gleichen Muster: Social Engineering und vertrauenswürdig klingende Dateinamen sollen Nutzer dazu bringen, sich ferngesteuerte Zugriffswerkzeuge selbst zu installieren.
