WeChat, Xiaowei

WeChat testet Xiaowei AI Social: KI-Assistenten vereinbaren Termine

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WeChat lässt zwei autorisierte Xiaowei-Assistenten testweise miteinander kommunizieren. Nutzer prüfen anschließend den ausgehandelten Vorschlag.

WeChat testet Xiaowei AI Social für automatische Terminabsprachen
Abstrakte Innenarchitektur mit minimalistischen Linien und weichem Lichteinfall in einem modernen Raum. Illustration mit AI erstellt.

WeChat erprobt in einer kleinen Testphase eine neue Funktion namens "Xiaowei AI Social", bei der die integrierten Xiaowei-KI-Assistenten zweier Nutzer nach gegenseitiger Autorisierung eigenständig miteinander kommunizieren können.

Ziel ist es, alltägliche Absprachen wie Terminvereinbarungen zu automatisieren, ohne dass die beteiligten Personen jeden Schritt selbst formulieren müssen. Das Ergebnis der Konversation wird den Nutzern anschließend zur Bestätigung vorgelegt.

Wie die automatisierte Kommunikation funktioniert

Nach der Autorisierung bauen die beiden Xiaowei-Assistenten eine eigene, von den Nutzern unabhängige Konversation auf. Innerhalb dieser Unterhaltung koordinieren sie vorab relevante Informationen wie Zeitfenster oder benötigte Angaben, bevor sie den Nutzern einen fertigen Vorschlag präsentieren.

Wichtig dabei: Die Aufzeichnung dieser Assistenten-zu-Assistenten-Kommunikation verbleibt ausschließlich intern bei Xiaowei und wird nicht in das reguläre, persönliche Chatfenster der Nutzer übertragen. Damit bleibt der eigentliche Chatverlauf zwischen den beiden Personen von der automatisierten Vorarbeit getrennt.

Die Funktion befindet sich derzeit in einer Graustufen-Testphase, das heißt, sie steht nur einer begrenzten Auswahl an Nutzern zur Verfügung. Ein solches gestuftes Rollout-Verfahren ist bei WeChat-Updates üblich, um neue Funktionen zunächst im kleinen Rahmen zu erproben, bevor über eine breitere Verfügbarkeit entschieden wird.

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Einordnung in die KI-Strategie der Plattform

Mit "Xiaowei AI Social" reiht sich WeChat in eine Reihe von Entwicklungen ein, bei denen Messaging-Plattformen KI-Assistenten zunehmend eigenständige Aufgaben übernehmen lassen, statt sie nur als reaktive Antwort-Tools für einzelne Nutzer einzusetzen. Der Ansatz, zwei Assistenten direkt miteinander verhandeln zu lassen, geht über klassische Chatbot-Funktionen hinaus, bei denen ein KI-System lediglich auf Anfragen eines einzelnen Nutzers reagiert.

Für Nutzer bedeutet die Funktion potenziell eine Zeitersparnis bei wiederkehrenden Abstimmungsprozessen, etwa wenn zwei Personen einen gemeinsamen Termin finden müssen und dafür sonst mehrere Nachrichten hin- und hersenden würden.

Gleichzeitig wirft die Trennung zwischen der internen Assistenten-Kommunikation und dem sichtbaren persönlichen Chat Fragen zur Transparenz auf: Nutzer erhalten zwar das Endergebnis zur Bestätigung, sehen aber nicht den vollständigen Verhandlungsweg, den die beiden KI-Systeme im Hintergrund zurückgelegt haben.

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Da sich die Funktion noch in einer frühen, eingeschränkten Testphase befindet, ist derzeit offen, ob und wann WeChat sie für eine breitere Nutzerbasis freischalten wird.

Wie bei vergleichbaren Graustufen-Tests in der Vergangenheit dürfte das Feedback der Testgruppe darüber entscheiden, ob die Funktion in ihrer aktuellen Form ausgerollt wird oder vorher noch Anpassungen erfährt – etwa bei der Frage, wie viel Einblick Nutzer in die automatisierten Abstimmungen zwischen den Assistenten erhalten sollen.

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