WebKit-Lecks, Apple-Browser

WebKit-Lecks: Apple-Browser geben echte IP-Adresse preis

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 21:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forschende finden drei Wege, Apples Proxy-Schutz zu umgehen. Nutzer-IPs sind trotz aktivem Private Relay für Webseiten sichtbar.

WebKit-Sicherheitslücken: Apples Datenschutz-Features kompromittiert
Abstraktes digitales Sicherheitskonzept mit durchbrochenen Schutzschichten auf einem Smartphone-Display. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher haben drei Lecks in Apples Browser-Engine WebKit entdeckt. Sie legen die echte IP-Adresse von iPhone- und Mac-Nutzern offen.

Datenleck trotz Anonymisierungsdienst

Die Forscher Tommy Mysk und Talal Haj Bakry zeigen: Webseitenbetreiber können die verschlüsselte Proxy-Infrastruktur von Apple umgehen. Betroffen sind DNS-Prefetching, WebAuthn-Anfragen für Passkeys und die WebTransport-Schnittstelle. Über präparierte Skripte lässt sich die IP-Adresse auslesen, obwohl iCloud Private Relay aktiv ist.

Besonders auffällig: die WebTransport-Funktion unter iOS 26.4. Auch WebAuthn, seit iOS 18 für Passkey-Authentifizierung im Einsatz, leitet Anfragen teils an den Schutzmechanismen vorbei. Selbst das DNS-Prefetching – eigentlich ein Beschleuniger fürs Laden von Webseiten – überträgt Anfragen unverschlüsselt.

Alle iOS-Browser betroffen

Weil Apple in iOS und iPadOS WebKit als Pflicht-Engine für alle Browser vorschreibt, betrifft das Leck nicht nur Safari. Alternative Browser und der Onion Browser sind ebenfalls verwundbar. Als Beleg stellten die Forscher die Testseite leaks.psylo.app bereit.

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Herkömmliche VPN-Verbindungen bleiben von den WebKit-spezifischen Problemen verschont – sie tunneln den gesamten Datenverkehr auf Systemebene.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Apple prüft die Berichte, ein vollständiges Sicherheitsupdate steht noch aus. Wer seine IP-Adresse schützen will, sollte vorerst auf VPN-Dienste setzen. Nutzer des Onion Browsers können die Sicherheitsstufe Silver mit dem Lockdown Mode kombinieren, um die WebTransport-Lücke zu schließen. Kleinere Projekte wie Psylo haben bereits eigene Korrekturen verteilt.

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