Wearables, Abbott

Wearables 2026: Abbott bringt erstes Glukose-Messsystem auf Markt

01.06.2026 - 05:48:29 | boerse-global.de

Neue Gesundheitsfunktionen in Smartwatches und Ringen treiben den Markt, während Patenturteile und Umweltauflagen die Hersteller fordern.

Wearables 2026: Abbott bringt erstes Glukose-Messsystem auf Markt - Foto: über boerse-global.de
Wearables 2026: Abbott bringt erstes Glukose-Messsystem auf Markt - Foto: über boerse-global.de

Die Wearable-Industrie erlebt 2026 einen Technologiesprung: Immer mehr medizinische Sensoren wandern in Alltagsgeräte – doch Patentstreitigkeiten und neue Umweltauflagen bremsen die Hersteller.

Revolution am Handgelenk: Von Blutdruck bis Blutzucker

Die Apple Watch Series 11 hat den Blutdruck-Alarm in über 150 Ländern eingeführt – ein klarer Schritt zur präventiven Herz-Kreislauf-Vorsorge. Die Samsung Galaxy Watch8 Classic liefert intelligente Gesundheitsprognosen, während die Google Pixel Watch 4 mit Puls-Erkennung und Stress-Messung per Hautleitwert aufwartet.

Doch der größte Coup gelang Abbott: Ende Mai 2026 erhielt das Unternehmen die CE-Zertifizierung für das weltweit erste tragbare System zur kontinuierlichen Glukose- und Keton-Messung. Das System warnt minutengenau vor diabetischer Ketoazidose und kommt zunächst in Europa auf den Markt.

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Auch der Oura Ring 5 sorgt für Aufsehen. Die am 31. Mai vorgestellte fünfte Generation ist rund 40 Prozent kleiner als ihr Vorgänger und bietet Blutdruck-Warnungen sowie spezielle Einblicke für GLP-1-Medikamente.

Patentkrieg: Masimo geschlagen, China unter Druck

Der jahrelange Rechtsstreit um die Blutsauerstoff-Messung ist endgültig entschieden. Nachdem Apple die Funktion Ende 2023 vorübergehend deaktivieren musste, kehrte sie im August 2025 per iPhone-Analyse zurück. Die US-Handelskommission ITC lehnte ein Importverbot ab – ein Sieg für Apple.

Anders sieht es bei Smart Glasses und VR-Headsets aus. Am 26. Mai 2026 entschied die ITC, dass bestimmte optische Sensoren und drahtlose Interaktionsmodule bestehende Patente verletzen. Das Urteil trifft vor allem Exporteure aus China. Importeure müssen nun die Einhaltung der Stücklisten (BOM) nachweisen, sonst drohen Ausschlussverfügungen.

Strahlung, Sucht und die nächste Welle an Klagen

Die Debatte um Handystrahlung ist längst nicht vom Tisch. Ein im Januar 2023 eingereichter Antrag beim Obersten US-Gerichtshof beklagt, dass bundesstaatliche Klagen zu Strahlungswerten durch Bundesvorschriften verdrängt werden – obwohl die FCC die Geräte für sicher erklärt.

Noch brisanter: Ende Mai 2026 einigten sich Meta, Snap, TikTok und YouTube auf eine Zahlung von rund 27 Millionen Euro an einen Schulbezirk in Kentucky. Die Klage warf vor, dass süchtig machende Plattform-Designs die psychische Gesundheit von Schülern beeinträchtigen. Die Unternehmen räumten kein Fehlverhalten ein – doch über 1.000 weitere Schulbezirke bereiten ähnliche Klagen vor.

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EU zwingt Hersteller zu wechselbaren Akkus

Ein EU-Gesetz aus dem Jahr 2023 tritt am 18. Februar 2027 in Kraft: Dann müssen Akkus in Laptops, Kopfhörern und vielen anderen Geräten vom Nutzer mit einfachem Werkzeug austauschbar sein. Einige Wearables und High-End-Smartphones sind ausgenommen, wenn sie wasserdicht (IP67) sind und bestimmte Akku-Langlebigkeitsstandards erfüllen. Hersteller wie Sennheiser und Fairphone passen bereits ihre Designs an.

Der Kampf um Helligkeit und Akkulaufzeit

Die aktuellen Modelle liefern sich ein Wettrennen um die beste Display-Technologie. Pixel Watch 4 und Galaxy Watch8 Classic erreichen 3.000 Nits Helligkeit. Die Akkulaufzeiten klaffen jedoch weit auseinander: Während Standardmodelle nach 24 Stunden an die Steckdose müssen, hält die Apple Watch Ultra 3 bis zu 42 Stunden durch. Echte Ausdauer-Könige bleiben Hybrid-Designs: Die Withings ScanWatch 2 schafft bis zu 30 Tage mit einer Ladung – und verzichtet dafür auf ein farbiges AMOLED-Display.

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