Waymo, Texas

Waymo startet wieder in Texas, Uber meldet zehnfaches Wachstum

11.05.2026 - 16:33:57 | boerse-global.de

Waymo startet Robo-Taxis in San Antonio neu, Uber meldet zehnfaches Wachstum autonomer Fahrten. KI generiert fast 90 Prozent des Autopilot-Codes.

Waymo startet wieder in Texas, Uber meldet zehnfaches Wachstum - Foto: über boerse-global.de
Waymo startet wieder in Texas, Uber meldet zehnfaches Wachstum - Foto: über boerse-global.de

Die autonome Fahrzeugbranche feiert gleich mehrere Meilensteine: Waymo nimmt den Robo-Taxi-Betrieb in San Antonio wieder auf, während Uber einen sprunghaften Anstieg autonomer Fahrten vermeldet. Die Industrie bewegt sich rasant von Pilotprojekten hin zur kommerziellen Infrastruktur.

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Waymo zurück auf texanischen Straßen

Am 11. Mai 2026 startet Waymo erneut seinen fahrerlosen Taxidienst in San Antonio. Der Betrieb war nach zwei Überschwemmungsvorfällen im April vorübergehend eingestellt worden. Die wetterbedingten Zwischenfälle am 20. April und in der ersten Aprilwoche forderten keine Verletzten, machten aber eine kurze Pause des 155 Quadratkilometer großen Servicegebiets nötig, das erst im Februar 2026 eröffnet wurde.

Der Neustart signalisiert eine Rückkehr zum Wachstum für die Flotte im Süden der USA – auch wenn das Unternehmen andernorts unter Druck gerät. Im Londoner Bezirk Brent wurde nach einem Vorfall am 22. April 2026 eine Petition gestartet, bei dem ein Waymo-Fahrzeug im manuellen Modus eine Polizeiabsperrung durchbrochen hatte.

Ubers kometenhafter Aufstieg im autonomen Markt

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Uber verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen zehnfachen Anstieg autonomer Fahrten im Vergleich zum Vorjahr. Der Konzern erzielte 53,7 Milliarden Euro Bruttobuchungen und 13,2 Milliarden Euro Umsatz – bei 199 Millionen aktiven Nutzern monatlich.

Autonome Fahrzeuge sind aktuell in acht Städten live, das Ziel lautet 15 Städte bis Ende 2026. Eine bestehende Partnerschaft mit Waymo ermöglicht bereits rund 500.000 Fahrten pro Woche.

Um seine Position zu sichern, hat Uber ein 10-Milliarden-Euro-Programm für Robo-Taxis aufgelegt. Davon fließen 2,5 Milliarden in Eigenkapitalbeteiligungen, 7,5 Milliarden sind ab 2027 für den Flottenaufbau vorgesehen. Mehr als 100.000 Fahrzeuge sollen über Partnerschaften mit Herstellern wie Lucid und Automatisierungsspezialisten wie Nuro beschafft werden.

KI schreibt fast 90 Prozent des Autopilot-Codes

Die Software hinter den autonomen Systemen wird zunehmend von künstlicher Intelligenz selbst entwickelt. GM-Chefin Mary Barra erklärte, dass KI mittlerweile fast 90 Prozent des selbstfahrenden Codes des Konzerns generiert. Simulatoren können das Äquivalent von 100 Jahren menschlicher Fahrerfahrung an einem einzigen Tag abbilden.

GM bereitet ein „Blick-aus“-Level-3-System für den elektrischen Cadillac Escalade IQ vor, das 2028 auf den Markt kommen soll. Es kombiniert Lidar, Radar und Kameras und baut auf der Super-Cruise-Plattform auf, die bereits über 1,6 Milliarden Kilometer in 750.000 Fahrzeugen absolviert hat.

In Europa hat Teslas Full Self-Driving (FSD) die offiziellen Straßentests aufgenommen. Ein Tesla Model Y absolvierte im April 2026 in Amsterdam eine 150 Kilometer lange Strecke ohne manuellen Eingriff. Das System ist für Fahrzeuge ab Baujahr 2023 verfügbar – monatlich für 99 Euro oder einmalig 7.500 Euro. Die rechtliche Verantwortung bleibt jedoch beim Fahrer.

Humanoide Roboter auf dem Vormarsch

Parallel zu den Fortschritten bei autonomen Fahrzeugen erzielt die humanoide Robotik beeindruckende Fortschritte. Figure AI zeigte im Mai 2026 einen Durchbruch: Zwei Figure-03-Roboter räumten eigenständig ein Schlafzimmer auf und machten in unter zwei Minuten ein Bett.

Die Helix-02-Vision-Language-Action-Steuerung ermöglicht den Robotern, Bewegungen durch visuelle Signale wie Kopfnicken und Gewichtsverlagerungen zu koordinieren – ohne zentrale Steuerung oder digitale Nachrichtenübermittlung. Die Roboter arbeiten in Echtzeit und können Absichten des Partners erkennen.

Figure AI hat die Produktion in Kalifornien auf einen Roboter pro Stunde hochgefahren – eine 24-fache Steigerung in weniger als vier Monaten. Über 350 Einheiten wurden bereits ausgeliefert, die Jahreskapazität soll auf 12.000 Roboter steigen.

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Roboter im Alltag: Vom Haushalt bis zum Kloster

Der chinesische Hersteller Kinetix AI stellte im Mai 2026 den „KAI“-Roboter vor. Mit 1,73 Metern Größe und 18.000 Berührungssensoren ist er für Haushaltsaufgaben wie Kleiderfalten und Geschirrspüler-Bedienung konzipiert. Die Massenproduktion soll Ende 2026 zu einem Zielpreis unter 37.000 Euro anlaufen.

Eine kuriose Premiere: Am 11. Mai 2026 wurde ein Unitree-Humanoid namens „Gabi“ im Jogye-Tempel in Seoul zum buddhistischen Mönch ordiniert. Die Initiative soll dem nachlassenden Interesse junger Südkoreaner am Buddhismus entgegenwirken.

KB Financial Group präsentierte auf der AI EXPO Korea 2026 den Senior-Pflege-Roboter „GenP“. Der spezialisierte Pflegeroboter „KeBi“ soll ab nächstem Monat in Senioreneinrichtungen zum Einsatz kommen.

China dominiert die Lieferkette

Ein Bericht vom 30. April 2026 zeigt: China produzierte 2025 rund 90 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit. Chinesische Hersteller hielten 2024 einen Marktanteil von 57 Prozent bei Industrierobotern. Die Entwicklung „verkörperter KI“ ist unter dem 15. Fünfjahresplan zur nationalen Priorität erklärt worden.

Allerdings sind humanoide Roboter aktuell erst halb so effizient wie menschliche Arbeiter und weiterhin stark auf spezialisierte internationale Hardware angewiesen.

Im chinesischen Logistiksektor rollen Level-4-autonome Lieferfahrzeuge von MINIEYE und QCraft in 18 Städten. Die „kartenlosen“ Transporter bieten fünf Kubikmeter Laderaum und eine Tonne Nutzlast – zu Preisen unter 18.000 Euro.

Ausblick: Vom Mond bis zur U-Bahn

Die Forschung blickt bereits über die Erde hinaus: Teams in Hongkong entwickeln einen vierrädrigen humanoiden „Trägerroboter“ für Chinas Chang'e-8-Mondmission, die 2029 starten soll. Das solarbetriebene Gerät soll zwei Jahre lang Instrumente installieren und Mondproben sammeln.

Apple hat seine Autoziele nach unten korrigiert: Der lang erwartete „Apple Car“ soll nun 2026 kommen – mit Lenkrad und Pedalen statt voller Level-5-Autonomie, zu einem Preis um 90.000 Euro.

Singapur plant, innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren humanoide Roboter an öffentlichen Verkehrsknotenpunkten einzusetzen – für Routinekontrollen und Fahrgastinformationen.

Die Botschaft ist klar: Während das kurzfristige Wachstum von Ride-Hailing und Logistik getrieben wird, erstreckt sich die langfristige Integration autonomer Systeme auf Haushalt, Kultur und sogar den Weltraum.

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