Waymo, Taxis

Waymo ruft 3.871 autonome Taxis zurück: Fehler in Baustellen

19.06.2026 - 19:10:47 | boerse-global.de

Waymo stoppt Autobahnbetrieb nach 13 Vorfällen mit Baustellen. Software-Update soll Sicherheitslücke schließen.

Waymo ruft 3.871 Roboter-Taxis wegen Baustellen-Fehlern zurück
Waymo - A Waymo robotaxi (Jaguar I-Pace) stopped at the entrance of a highway construction zone with cones and flashing lights. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Alphabet-Tochter Waymo muss 3.871 autonome Fahrzeuge zurückrufen. Grund sind gefährliche Fehler in Baustellen.

Die selbstfahrenden Taxis drangen mehrfach in abgesperrte Autobahnbaustellen ein – in einem Fall endete die Fahrt mit einer Polizeiverfolgung. Der Rückruf vom 18. Juni 2026 ist bereits der sechste binnen eines Jahres und der vierte sicherheitsrelevante seit Februar 2024.

Software versagt auf der Autobahn

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Betroffen sind Fahrzeuge der fünften Generation mit dem automatisierten Fahrsystem (ADS), die zwischen März 2022 und Mai 2026 gebaut wurden. Die Software erkannte Absperrungen, Umleitungsschilder und blinkende Warnleuchten nicht richtig. In manchen Fällen priorisierte das System andere vermeintliche Gefahren – und ignorierte die Baustellenbarrieren.

Insgesamt dokumentierte Waymo 13 Vorfälle. In Phoenix kam es am 11. und 19. April zu sechs Zwischenfällen auf der Schnellstraße SR 51 während Fahrbahnsanierungen. In San Francisco folgten sieben weitere am 19. Mai. Ein Fahrgast berichtete, dass sein Taxi ungebremst in eine gesperrte Zone fuhr – die Polizei nahm die Verfolgung auf. Waymo entschädigte die betroffenen Passagiere mit Guthaben.

Autobahnbetrieb eingestellt

Die Konsequenz folgte umgehend: Seit dem 19. Mai sind alle autonomen Autobahnfahrten gestoppt. Auf Stadtstraßen rollen die Roboter-Taxis weiter, doch der Highway-Betrieb bleibt ausgesetzt, bis die Sicherheitslücke geschlossen ist.

Waymo arbeitet an einem Software-Update, das die Erkennung von Baustellenausrüstung und temporären Schildern verbessern soll. Der Patch kommt per Funk (Over-the-Air) auf die Fahrzeuge. Das Unternehmen besitzt die gesamte betroffene Flotte selbst. Offiziell begann der Rückrufprozess am 8. Juni. Verletzte oder Kollisionen gab es bei den Vorfällen nicht.

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Ermittlungen laufen – Expansion trotzdem geplant

Die Aufsichtsbehörden NHTSA und NTSB ermitteln bereits seit einem schweren Unfall im Januar 2026, bei dem ein Waymo-Fahrzeug in einen Schulbus fuhr und später ein Kind in Santa Monica erfasste.

Trotz der Probleme betont Waymo die positive Gesamtbilanz: 170 Millionen autonom gefahrene Kilometer mit deutlich weniger schweren Unfällen als menschliche Fahrer. Die Expansion geht weiter – 20 weitere Städte sind geplant, darunter London im September 2026. Die aktuelle Panne betrifft übrigens nicht die sechste Generation des Fahrsystems, die derzeit auf Zeekr-Fahrzeugen getestet wird.

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