Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Roboter-Taxi mit 42% weniger Sensoren startet

29.05.2026 - 10:12:32 | boerse-global.de

Waymo startet seinen speziell entwickelten Roboter-Taxi Ojai mit 42 Prozent weniger Sensoren und deutlich niedrigeren Kosten als das Vorgängermodell.

Waymo Ojai: Roboter-Taxi mit 42% weniger Sensoren startet - Foto: über boerse-global.de
Waymo Ojai: Roboter-Taxi mit 42% weniger Sensoren startet - Foto: über boerse-global.de

Mai 2026 seinen ersten speziell entwickelten Roboter-Taxi auf die Straße gebracht. Der vollelektrische Minivan „Ojai" fährt zunächst ausgewählte Passagiere in San Francisco, Los Angeles und Phoenix.

Technik der sechsten Generation

Der Ojai basiert auf einer Plattform des chinesischen Herstellers Zeekr und nutzt Waymos sechste Generation der Fahrer-Hardware. Das System kommt mit deutlich weniger Sensoren aus als seine Vorgänger: Die Zahl der Komponenten sank um 42 Prozent. Konkret verbaut Waymo nun 13 Kameras, vier LiDAR-Einheiten und sechs Radarmodule.

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Die neuen 17-Megapixel-Kameras erkennen Objekte in einer Entfernung von bis zu 500 Metern. Das verbessert die Leistung bei Nacht und schlechtem Wetter erheblich. Die Ingenieure haben das System speziell für anspruchsvolle Bedingungen wie Schnee optimiert.

Der Antriebsstrang liefert 200 kW Leistung, die Batterie hat eine Kapazität von 93 kWh und basiert auf einer 800-Volt-Architektur.

Kostenvorteil durch Eigenbau

Mit dem Ojai will Waymo die Kosten pro Fahrzeug drastisch senken. Branchenkreisen zufolge liegt der Produktionspreis bei umgerechnet rund 110.000 Euro – deutlich unter den geschätzten 175.000 Euro für die bisher genutzten Jaguar I-PACE. Die autonome Sensorik schlägt dabei mit weniger als 17.500 Euro zu Buche.

Die Fahrzeugkarosserien werden in China gefertigt und anschließend in Waymos Werk in Mesa, Arizona, mit der autonomen Technik bestückt. Die Produktion dort läuft hoch – auf eine Kapazität von zehntausenden Einheiten pro Jahr.

Nach einer Kapitalerhöhung um 14 Milliarden Euro im Februar 2026 wird Waymo mit rund 110 Milliarden Euro bewertet.

Expansion in vollem Gange

Waymo betreibt aktuell mehr als 3.000 Fahrzeuge in elf Städten und absolviert rund 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Das Unternehmen peilt bis Jahresende die Marke von einer Million wöchentlicher Fahrten an.

Am 28. Mai begann Waymo zudem mit Kartierungsfahrten in Nord-Virginia, darunter Alexandria und Arlington. Weitere US-Städte wie Chicago, Dallas und Detroit stehen auf der Expansionsliste. International sind London und Tokio im Visier. Noch im Sommer 2026 sollen San Diego, Las Vegas und Denver folgen.

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Wetter als Herausforderung

Nicht alles läuft reibungslos. Am 27. Mai setzte Waymo den Betrieb in sechs Städten aus – darunter Atlanta und Houston – nachdem Fahrzeuge in Überschwemmungen geraten waren. Ein Vorfall in San Antonio im April, bei dem ein Taxi in einen Bach gespült wurde, führte zu einem Software-Update für rund 4.000 Fahrzeuge.

Der Ojai ist mit flachem Boden, Schiebetüren und niedrigem Einstieg speziell für den Passagierkomfort ausgelegt. Die ersten Fahrten sind kostenlos – ein kluger Schachzug, um Daten zu sammeln und das System weiter zu verbessern.

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