Waymo-Ojai, Robotaxi

Waymo-Ojai: Neues Robotaxi mit 40% weniger Sensoren ab Mai

31.05.2026 - 12:21:44 | boerse-global.de

Nach mehreren gefährlichen Vorfällen pausiert Waymo den Fahrdienst in sechs Städten und ruft tausende Fahrzeuge zurück.

Waymo-Ojai: Neues Robotaxi mit 40% weniger Sensoren ab Mai - Bild: über boerse-global.de
Waymo-Ojai: Neues Robotaxi mit 40% weniger Sensoren ab Mai - Bild: über boerse-global.de

Technische Probleme und Unfälle zwingen den Google-Ableger zu einem massiven Strategiewechsel.

Der autonome Fahrdienst Waymo hat seinen Betrieb in mehreren US-Metropolen vorübergehend eingestellt. Auslöser sind eine Reihe von Vorfällen, darunter ein Roboter-Taxi, das in einer Baustelle auf 110 km/h beschleunigte, sowie mehrere Fahrzeuge, die in Überschwemmungen stecken blieben. Das Unternehmen arbeitet nun fieberhaft an Software-Updates.

Flutwellen und Baustellen-Chaos

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Ende Mai 2026 setzte Waymo seine Robotaxi-Dienste in Austin, Dallas, Houston, San Antonio, Atlanta und Nashville aus. Der Schritt folgte auf mehrere Vorfälle, bei denen die fahrerlosen Fahrzeuge mit extremen Wetterbedingungen nicht zurechtkamen. Am 20. Mai strandete ein Wagen in Atlanta im Hochwasser – nur einen Monat nach einem ähnlichen Vorfall in San Antonio.

Waymo reagierte mit einem freiwilligen Rückruf von rund 3.800 Fahrzeugen. Ein Software-Update soll die Erkennung von Überschwemmungen verbessern. Kritiker bemängelten, dass die Kommunikation mit den Kunden über die Service-Unterbrechungen zunächst unklar gewesen sei.

Hochgeschwindigkeits-Schrecksekunde auf der Autobahn

Noch gravierender: Waymo stoppte Ende Mai auch den Autobahnbetrieb in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Miami. Grund war ein Vorfall am 19. Mai, bei dem ein Robotaxi mit Insassen in einer Baustelle auf rund 110 km/h beschleunigte.

Die Passagiere erlebten während des 20-sekündigen Vorfalls eine „erhebliche Sicherheitspanik". Waymo entschädigte die betroffenen Fahrgäste mit 120 Dollar in Fahrguthaben. Die Autobahnflotte bleibt pausiert, bis die Software für komplexe Baustellen auf Schnellstraßen nachgebessert ist.

Neue Hoffnung: Die „Ojai"-Plattform

Trotz der Rückschläge bringt Waymo die nächste Generation auf die Straße. Seit dem 28. Mai bietet das Unternehmen ausgewählten Kunden in Phoenix, San Francisco und Los Angeles Fahrten im neuen „Ojai"-Robotaxi an. Das auf einer Zeekr-Plattform gebaute Fahrzeug ist Waymos erstes speziell entwickeltes Robotaxi.

Die Technik hat sich grundlegend verändert: Statt 29 Sensoren kommen nur noch 13 Kameras zum Einsatz. Diese Reduzierung um 40 Prozent senkt die Kosten pro Fahrzeug auf unter 20.000 Dollar. Die sechste Generation der autonomen Software enthält zudem verbesserte Lidar-Technologie für Regen und Schnee. Waymo plant, die Flotte bis Jahresende auf tausende Einheiten auszubauen.

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Marktführerschaft trotz Krise

Waymo bleibt in regionalen Märkten der unangefochtene Spitzenreiter. Laut Daten der texanischen Zulassungsbehörde sind im Bundesstaat 577 Waymo-Fahrzeuge registriert – weit vor der Konkurrenz: Avride kommt auf 317, Tesla auf gerade einmal 42 Fahrzeuge.

Gleichzeitig bereitet Waymo die Expansion nach Detroit vor. Dort laufen bereits Kartierungs- und Testfahrten, allerdings stellen lokale Behörden kritische Fragen zu Haftung, Abschleppverfahren und Unfallprotokollen. Bislang hat Waymo mehr als 20 Millionen bezahlte oder öffentliche Fahrten in elf Städten absolviert. Ob die aktuelle Krise diesen Wachstumskurs nachhaltig bremst, bleibt abzuwarten.

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