Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Neuer Robotaxi-Bus rollt ab Juni aus

03.06.2026 - 14:21:30 | boerse-global.de

Waymo plant Einstieg in den australischen Markt und führt Gespräche mit Behörden in Sydney. Parallel startet die neue Robotaxi-Generation Ojai.

Waymo Ojai: Neuer Robotaxi-Bus rollt ab Juni aus - Bild: über boerse-global.de
Waymo Ojai: Neuer Robotaxi-Bus rollt ab Juni aus - Bild: über boerse-global.de

Waymo führt bereits konkrete Gespräche mit den australischen Aufsichtsbehörden und hat eine lokale Tochtergesellschaft gegründet. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien unter Berufung auf Dokumente, die über Anfragen zur Informationsfreiheit zugänglich wurden.

Hinter verschlossenen Türen: Treffen mit Regierungsvertretern

Vertreter des US-Unternehmens trafen sich demnach bereits zu nicht-öffentlichen Gesprächen mit Beamten der Regierung von New South Wales (NSW). Im Fokus standen dabei lokale Testrahmenbedingungen für die autonomen Fahrzeuge. Der Premier des Bundesstaates, Chris Minns, zeigte sich persönlich aufgeschlossen. Er bezeichnete die Technologie als „positive Bereicherung“ für das Verkehrsnetz Sydneys.

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Doch so schnell wird es wohl nicht gehen. Die Verkehrsbehörde Transport for NSW bleibt vorsichtig. Man beobachte die Entwicklungen zwar genau, habe aber noch keine formellen Entscheidungen über einen Einsatz von Waymo in der Stadt getroffen.

Der Vorstoß nach Sydney ist Teil einer größeren Strategie. Waymo interessiert sich zunehmend für Rechtslenker-Märkte. Auch London und Tokio stehen auf dem Prüfstand. In den USA ist das Unternehmen seit dem kommerziellen Start 2020 inzwischen in elf Städten aktiv.

Neue Fahrzeuggeneration: Der Ojai kommt

Parallel zur internationalen Expansion rüstet Waymo technologisch auf. Seit Anfang Juni 2026 rollt der neue „Ojai“-Robotaxi aus. Es handelt sich um einen speziell entwickelten elektrischen Kleinbus, den Waymo gemeinsam mit Geelys Marke Zeekr produziert. Das Modell soll nach und nach die bisherigen Jaguar I-Pace ersetzen.

Der Ojai ist die sechste Generation des Waymo Driver-Systems. An Bord: 13 Kameras, vier Lidar-Sensoren und sechs Radareinheiten. Hinzu kommen verbesserte Audio-Sensoren und eine optimierte Leistung bei schlechtem Licht oder widrigen Wetterbedingungen wie Regen und Schnee.

Das Fahrzeug wurde von Grund auf als Robotaxi konzipiert. Es hat weder Lenkrad noch Pedale. Stattdessen bietet es einen flachen Boden, barrierefreie Einstiege und einen Innenraum mit drei großen Bildschirmen, Braille-Beschriftungen und Screenreadern. Waymo will die Produktion im Werk in Mesa, Arizona, auf zehntausende Einheiten pro Jahr hochfahren.

Um Feedback zu sammeln, bietet das Unternehmen ab dem 2. Juni 2026 ausgewählten Nutzern in San Francisco, Los Angeles und Phoenix kostenlose Testfahrten im Ojai an.

Sicherheitsbilanz: 20 Millionen Fahrten ohne Fahrer

Die Zahlen, die Waymo Anfang Juni 2026 veröffentlichte, sind beeindruckend. Die Flotte absolviert inzwischen mehr als 500.000 Fahrten pro Woche. Insgesamt hat das Unternehmen in den USA die Marke von 20 Millionen vollautonomen Fahrten geknackt.

Nach rund 270 Millionen Kilometern autonomem Fahren (170 Millionen Meilen) sei das System eigenen Angaben zufolge an 13-mal weniger schweren Unfällen beteiligt als menschliche Fahrer in den jeweiligen Städten.

Doch auch Waymo hat mit Problemen zu kämpfen. Im Frühjahr 2026 setzte das Unternehmen den Autobahnbetrieb in mehreren Städten, darunter Los Angeles und Miami, vorübergehend aus. Grund waren komplexe Baustellen. Zudem führten extreme Wetterereignisse zu Betriebsunterbrechungen in Atlanta und San Antonio – Starkregen und Überschwemmungen machten den Robotaxis zu schaffen.

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Wettbewerb: Waymo bleibt die Nummer eins

In den USA liegt Waymo bei den Testfahrten klar vorn. Laut Kfz-Zulassungsdaten aus Texas vom 2. Juni 2026 sind im Bundesstaat 577 Waymo-Robotaxis registriert, davon rund 300 in Austin. Zum Vergleich: Tesla hat dort 42 autonome Testfahrzeuge zugelassen, 25 davon im Raum Austin.

Waymo peilt bis Ende des Jahres weltweit eine Million Fahrten pro Woche an. Gleichzeitig plant das Unternehmen die Expansion in 21 weitere Städte. Ob Sydney dabei sein wird, ist noch offen – die Weichen sind zumindest gestellt.

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