Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Erstes zweckgebautes Robotaxi mit Gemini-Integration

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Waymo führt mit Ojai ein speziell entwickeltes Robotaxi ein, erweitert den Kalifornien-Dienst und meldet 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche.

Waymo präsentiert Ojai und verdoppelt bezahlte Robotaxi-Fahrten
Ein modernes, autonomes Robotaxi der sechsten Generation steht auf einer Straße in Los Angeles. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit der Einführung der sechsten Fahrzeuggeneration namens „Ojai“ in Los Angeles Ende August 2026 treibt Waymo die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens voran. Das neue Modell markiert einen strategischen Wendepunkt für die Alphabet-Tochter, da es sich um das erste zweckgebaute Robotaxi des Unternehmens handelt.

Die technische Basis und die Expansionspläne verdeutlichen den Anspruch des Anbieters, die Marktführerschaft im Bereich der fahrerlosen Mobilitätsdienste zu festigen.

Technologische Neuausrichtung und Fahrzeugdesign des Modells Ojai

Das Fahrzeugmodell Ojai wurde in Kooperation mit dem Hersteller Zeekr entwickelt und ist speziell für den Einsatz als Robotaxi konzipiert. Im Gegensatz zu früheren modifizierten Serienfahrzeugen verfügt der Ojai über vier Sitzplätze und einen barrierefreien Zugang.

Ein wesentliches Merkmal der sechsten Generation ist die Integration der Google-Gemini-Technologie, die eine verbesserte Interaktion zwischen den Passagieren und dem Fahrzeug ermöglichen soll. Das Innenraumdesign wurde hierfür umfassend überarbeitet.

Technisch setzt Waymo weiterhin auf einen Multisensor-Ansatz, den Waymo-Vizepräsident Thirumalai in aktuellen Veröffentlichungen gegen rein kamerabasierte Systeme verteidigte. Das System, bekannt als „Waymo Driver“, nutzt eine Kombination aus 13 Kameras, vier Lidar-Sensoren und sechs Radarsystemen.

Diese Konfiguration ermöglicht eine 360-Grad-Sicht mit einer Reichweite von bis zu 500 Metern. Laut Thirumalai seien Kameras allein nicht ausreichend, um volle Autonomie zu gewährleisten; daher setze Waymo zusätzlich auf HD-Karten und die genannten aktiven Sensoren.

Marktweite Expansion und internationale Zielsetzungen

Die Einführung des Ojai basiert auf den Erfahrungen aus rund 20 Millionen Fahrten, die Waymo in bisher elf Städten absolviert hat. Eine Genehmigung der California Public Utilities Commission (CPUC) für 18 weitere Countys in Kalifornien ermöglicht es dem Unternehmen zudem, sein Servicegebiet in diesem Bundesstaat zu verdreifachen.

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Waymo bringt mit dem Ojai das erste zweckgebaute Robotaxi auf die Straße – und setzt auf Gemini. Was steckt hinter der Technik, und wie sicher ist sie wirklich? Unser Leitfaden liefert die Antworten: mit einer Checkliste der Sicherheitsfeatures, einem Vergleich der Sensorik-Systeme und Einblicken in die Gemini-Integration. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Neben dem aktuellen Rollout in San Francisco und Phoenix bereitet Waymo den Start in San Diego, Las Vegas und Denver vor. In San Diego wurde das Fahrzeug bereits im Balboa Park gesichtet, wo der Dienst in einer Zone von etwa 40 Quadratmeilen operieren soll.

Auch die internationale Expansion nimmt konkrete Formen an. Für den europäischen Markt plant das Unternehmen die Einführung eines regulären fahrerlosen Dienstes in München bis Ende 2027. In einer Anfangsphase sollen dort menschliche Fahrer für das Mapping der Umgebung eingesetzt werden.

Welches Fahrzeugmodell in München zum Einsatz kommen wird, ist bislang unbestätigt; zur Auswahl stehen neben dem Ojai auch der Jaguar I-Pace oder der Hyundai Ioniq 5.

Sicherheit und betriebliche Leistungskennzahlen

In der begleitenden Marketingkampagne für den Ojai tritt Martha Stewart in einem Werbespot auf, in dem sie das Fahrzeug als ihr „Zuhause unterwegs“ bezeichnet und herkömmliche Taxis als veraltet kritisiert. Hinter den Kulissen verzeichnet Waymo ein deutliches Wachstum der Betriebszahlen.

Das Unternehmen führt mittlerweile wöchentlich 500.000 bezahlte Fahrten durch, was einer Verdopplung gegenüber den Werten vom März 2026 entspricht. Die Flotte ist mittlerweile auf insgesamt 3.500 Fahrzeuge angewachsen.

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Trotz des kommerziellen Erfolgs stehen Sicherheitsaspekte weiterhin im Fokus der öffentlichen Beobachtung. Berichte von Branchenmedien dokumentierten für den Zeitraum 2024 bis 2025 mehr als 24 Verletzungen von Testfahrern bei Waymo und dem Wettbewerber Zoox, die zumeist auf starke Bremsmanöver zurückzuführen waren.

Der Dienstleister Transdev meldete in diesem Zusammenhang 16 Verletzungsfälle bei Waymo-Fahrzeugen. Diese Daten unterstreichen die laufenden Herausforderungen bei der Feinabstimmung der autonomen Fahrsoftware im realen Straßenverkehr.

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