Waymo knackt 500.000 Fahrten pro Woche – Silicon Valley wird zum Testlabor
01.05.2026 - 10:54:01 | boerse-global.de
Treiber des Wachstums ist der Flughafen San Jose.**
Die Alphabet-Tochter hat ihre Flotte im Silicon Valley massiv ausgebaut. Entscheidend dafür war die vollständige Integration des autonomen Fahrdienstes am San Jose Mineta International Airport (SJC). Seit Ende 2025 können Passagiere dort erstmals in Kalifornien an einem internationalen Flughafen komplett fahrerlose Abhol- und Bringdienste nutzen. Das berichtete das Unternehmen Ende April.
Während Waymo den Markt für autonomes Fahren dominiert, stehen weitere Technologie-Sektoren kurz vor dem großen Durchbruch. Ein kostenloser Spezialreport zeigt, welche vier Bereiche Analysten für 2024 besonders im Fokus haben. Details zum Tech-Comeback gratis anfordern
Waymo hat damit seine Position als Branchenprimus weiter gefestigt. Der Erfolg am Flughafen dient als Blaupause für die Expansion in andere US-Metropolen.
Der Flughafen als strategischer Drehkreuz
Der SJC ist derzeit der einzige internationale Flughafen Kaliforniens mit vollautonomen Bordstein-Diensten. Reisende können Waymo-Fahrzeuge direkt an den ausgewiesenen Abholzonen rufen – am Terminal A an Bushaltestelle 8, am Terminal B nahe Shuttle-Stopp 7 am Mietwagenzentrum.
San Joses Bürgermeister Matt Mahan lobte den Service als Ausdruck des regionalen Innovationsgeists. Flughafendirektor Mookie Patel bezeichnete Waymo als „unverzichtbaren Baustein“ zur Bewältigung des Verkehrs während der Hauptreisezeiten.
Die SJC-Erweiterung verband zentrale Stadtteile wie Santana Row und das Einkaufszentrum Westfield Valley Fair mit der gesamten Halbinsel. Fahrten sind nun durchgehend vom Flughafen bis nach San Bruno möglich – über Palo Alto, Mountain View und Redwood City.
Milliarden-Finanzierung treibt Expansion an
Der operative Erfolg spiegelt sich in den Finanzen wider. Im Februar 2026 schloss Waymo eine Series-D-Finanzierungsrunde über 16 Milliarden Euro ab – die größte in der Unternehmensgeschichte. Zu den Investoren zählen Dragoneer, Sequoia Capital und Alphabet selbst. Die Bewertung stieg auf umgerechnet rund 126 Milliarden Euro.
Branchenanalysten sehen das Kapital als Treibstoff für die Skalierung auf zehn US-Metropolen. Bis Februar 2026 erreichte Waymo einen annualisierten Umsatz von rund 355 Millionen Euro – ein sprunghafter Anstieg gegenüber 125 Millionen Euro Ende 2024. Die Flotte wuchs auf 3.000 Robotaxis. Die Preise liegen im Schnitt 15 Prozent unter denen traditioneller Fahrdienste.
Neben den Genannten investierten auch Andreessen Horowitz, Fidelity und Silver Lake in das Unternehmen.
Autobahn-Freigabe als technischer Durchbruch
Ein entscheidender Schritt war die Zulassung für vollautonome Autobahnfahrten im Frühjahr 2026. Waymo-Fahrzeuge navigieren nun auf den Highways 101, Interstate 280 und State Route 92. Co-CEO Dmitri Dolgov sprach von einer „ingenieurtechnischen Meisterleistung“, die den Dienst für Pendler erst richtig attraktiv mache.
Bis Februar 2026 legte Waymo über 200 Millionen Meilen (rund 320 Millionen Kilometer) vollautonom auf öffentlichen Straßen zurück – ein Großteil davon auf Autobahnen in Phoenix, Los Angeles und der Bay Area. Die 45-Meilen-Strecke (72 Kilometer) zwischen San Franciscos Rathaus und dem SJC ist nun komplett autonom befahrbar.
Die vollelektrische Flotte wird mit erneuerbarer Energie betrieben – ein Beitrag zu San Joses Klimaziel, bis 2030 CO?-neutral zu werden.
Solche technischen Meisterleistungen sind erst der Anfang einer umfassenden industriellen Transformation. Erfahren Sie im kostenlosen Sonderreport, warum erfahrene Anleger derzeit verstärkt auf Robotik und Industrie 4.0 setzen. Kostenlosen Wachstums-Report jetzt herunterladen
Wettlauf um eine Million Fahrten
Waymo zieht seinen Konkurrenten davon. Während andere Firmen mit Regulierungsproblemen oder Sicherheitsvorfällen kämpfen, wächst Waymo monatlich um rund 12,9 Prozent. Seit Mai 2023, als das Unternehmen nur 10.000 Fahrten pro Woche anbot, hat sich das Volumen verfünfzigfacht.
Allein in Kalifornien vermittelt Waymo monatlich fast 900.000 Fahrten. Der Vorsprung beruht auf einem „Safety-First“-Ansatz und der sechsten Hardware-Generation mit 13 Kameras, vier Lidar-Sensoren und sechs Radargeräten. Investoren zufolge ist das System zehnmal sicherer als ein menschlicher Fahrer.
Dennoch fordern einige Lokalpolitiker strengere Berichtspflichten und unabhängige Sicherheitsprüfungen. Kritiker befürchten negative Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Die Bezirke San Mateo und Santa Clara unterstützen Waymo jedoch mehrheitlich.
Sportevents als Wachstumsmotor
Bis Ende 2026 will Waymo die Marke von einer Million Fahrten pro Woche knacken. Große Sportereignisse sollen dabei helfen. In San Jose finden diesen Sommer mehrere Spiele eines internationalen Fußballturniers statt.
Die Erfahrungen vom Super Bowl in Santa Clara, bei dem Waymo Tausende Fans transportierte, fließen in die Strategie für Spitzenlastzeiten ein. Stadtmanagerin Jennifer Maguire sprach von einer „neuen Dimension der Bequemlichkeit“. Waymo expandiert parallel in Austin, Atlanta und Miami – doch der Flughafen San Jose bleibt die Blaupause für die Integration autonomer Fahrzeuge in die globale Luftfahrt- und Verkehrsinfrastruktur.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
