Waymo-Batterien: Alte Akkus speichern künftig Solarstrom
08.06.2026 - 06:17:16 | boerse-global.de
Alte Akkus aus Waymos selbstfahrender Flotte sollen künftig Solarstrom speichern. Eine Partnerschaft mit B2U Storage Solutions macht es möglich.
Die Tochter des Google-Mutterkonzerns Alphabet hat mit dem US-Speicherspezialisten B2U einen Vertrag geschlossen. Ziel ist es, ausgediente Batterien aus Waymos Robotaxi-Flotte in Kalifornien und Texas als stationäre Stromspeicher zu nutzen. Die Batterien haben zwar nicht mehr genug Leistung für den anspruchsvollen Fahrbetrieb – für die Zwischenspeicherung von Solarstrom sind sie aber bestens geeignet.
Der technologische Wandel durch Robotik und autonome Systeme verändert ganze Industriezweige und schafft völlig neue Verwertungsketten für Energie. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen, welche Unternehmen die Gewinner dieser neuen Ära sind. Jetzt gratis herausfinden, wer die Gewinner der neuen Industrierevolution sind
Zweite Chance für E-Auto-Akkus
Die Batterien, die Waymo an B2U liefert, verfügen noch über 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Für den Dauerbetrieb in den Jaguar I-Pace-Fahrzeugen der Flotte sind sie damit zu schwach. Als stationäre Speicher können sie jedoch noch jahrelang wertvolle Dienste leisten: Sie speichern tagsüber überschüssige Solarenergie und geben sie in Spitzenlastzeiten wieder ins Netz ab.
Der Fokus auf Kalifornien und Texas ist kein Zufall. Beide Bundesstaaten treiben den Ausbau erneuerbarer Energien massiv voran. Kalifornien deckt seinen Strombedarf im Jahr 2026 im Schnitt rund 6,1 Stunden täglich komplett aus sauberen Quellen. Texas wiederum führt die USA beim Zubau neuer Solaranlagen an.
Für Waymo hat die Partnerschaft gleich mehrere Vorteile: Das Unternehmen spart Entsorgungskosten für die Altbatterien und verbessert seine Umweltbilanz. Die geplanten Speicherprojekte sollen eine Kapazität von mehreren hundert Megawatt erreichen.
Kriminelle nutzen Robotaxis als Fluchtfahrzeuge
Während Waymo bei der Nachhaltigkeit vorankommt, bereitet ein anderes Thema Kopfzerbrechen: Immer wieder geraten die selbstfahrenden Taxis ins Visier von Kriminellen. Ein spektakulärer Fall aus San Francisco zeigt die Schattenseiten der Technologie.
Im Januar 2026 nutzte ein Einbrecher ein Waymo-Robotaxi als Fluchtfahrzeug – nachdem er ein Yoga-Studio ausgeraubt hatte. Die Polizei ermittelte sechs Monate lang, konnte den Täter jedoch nicht identifizieren. Mehrere Faktoren erschwerten die Fahndung erheblich:
- Die Innenraumkameras des Fahrzeugs hatten die Aufnahmen gelöscht, bevor die Polizei im April einen Durchsuchungsbefehl erwirkte.
- Die Außenkameras lieferten zwar Bilder, die Gesichter von Passanten waren jedoch aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht. Waymo setzt keine Gesichtserkennung ein.
- Der für die Fahrt genutzte Waymo-Account führte nicht zu einem Verdächtigen – die Ermittler vermuten gestohlene Zugangsdaten oder ein Prepaid-Handy.
Polizeisergeant Tim Faye zeigte sich überrascht: „Eigentlich hatten wir erwartet, dass autonome Fahrzeuge die Verbrechensaufklärung erleichtern.“ Die strengen Datenschutzprotokolle machten dies jedoch unmöglich. Ein weiterer Fall in Los Angeles endete dagegen mit einer Festnahme – das Robotaxi war selbstständig am Straßenrand stehen geblieben, nachdem es die Blaulichter der Polizei erkannt hatte.
Während autonome Systeme neue Sicherheitsfragen aufwerfen, identifizieren Finanzexperten bereits die Unternehmen, die von der massiven Umgestaltung unserer Infrastruktur profitieren. Erfahren Sie im kostenlosen Report, wo das große Geld in der neuen Industriewelt gerade hinfließt. Die nächste industrielle Revolution hat bereits begonnen – kennen Sie die Unternehmen dahinter?
Milliarden für die Expansion
Trotz dieser Rückschläge treibt Waymo seine Wachstumspläne ungebremst voran. Das Unternehmen will bis Ende 2026 auf eine Million bezahlte Fahrten pro Woche kommen. Aktuell sind es bereits mehr als 400.000. Vier neue Städte kommen hinzu – Dallas, Houston, San Antonio und Orlando. Damit ist Waymo in zehn großen US-Metropolregionen aktiv.
Die Flotte selbst wird modernisiert. Der neue „Ojai“-Robotaxi, gebaut auf der Zeekr-SEA-M-Plattform, rollt langsam an. Er ist mit der sechsten Generation der autonomen Fahrtechnologie von Waymo ausgestattet. Um all das zu finanzieren, sucht das Unternehmen laut Medienberichten 15 Milliarden Dollar neue Investoren – bei einer Bewertung zwischen 110 und 126 Milliarden Dollar.
Auch die Mutter Alphabet geht neue Wege. Am 5. Juni 2026 begab der Konzern erstmals Kommunalanleihen. Über die California Community Choice Financing Authority wurden rund eine Milliarde Dollar in vorfinanzierte Energieanleihen ausgegeben. Das Geld soll langfristige Energieverträge für die wachsende KI- und Autonomie-Infrastruktur von Alphabet sichern.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
